Seite 4: Kosten und Alternativen

Doch wie günstig oder teuer ist unsere Eigenbau-Cloud im Gegensatz zu den kommeriellen Anbietern? Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die laufenden Kosten für Cloudspeicherplatz pro Jahr. Am meisten Speicherplatz bietet übrigens Google mit satten 30 TB, Dropbox bietet für Privatkunden bis zu 500 GB, Microsofts OneDrive fasst immerhin 200 GB und Apples iCloud noch 50 GB.

Jährliche Kosten
Apple iCloud (5 GB kostenlos) Dropbox (2 GB kostenlos) Microsoft OneDrive (7 GB kostenlos) Google Drive (15 GB kostenlos) Synology Cloudstation
1,60 Euro pro GB 0.72 Euro pro GB 0,37 Euro pro GB 0,09 Euro pro GB 0,009 Euro pro GB (Strom mit 2 TB Festplatte)

Alle Preise sind auf ein Jahr hochgerechnet

Bei einem Energieverbrauch von acht Watt (inklusive Festplatte) kommen wir mit dem NAS bei einem Strompreis von 26 Cent pro kWh auf etwa 18 Euro im Jahr - stellt man noch Energiesparmechanismen ein, die die Festplatte nach Benutzung ausschalten, kann hier natürlich noch gespart werden. Aus dieser Rechnung ergibt sich ein Preis von knapp einem Cent pro GB Speicherplatz (bei 2 TB Festplatte) pro Jahr. Dazu müssen natürlich noch die einmaligen Kosten des NAS gerechnet werden, welche sich bei unserem Setup auf etwa 260 Euro belaufen.

Natürlich sind die Preise nicht direkt vergleichbar, denn es kommt natürlich darauf an, wie viel Platz man im Endeffekt braucht. Wer aber mehr als die typischen Freivolumen der Anbieter braucht (und das geht mit der heutigen Größe und Anzahl von Bildern und Videos schnell) ist vermutlich mit einem eigenen NAS langfristig günstiger dabei, auch wenn man zum Beispiel eine zweite Backupplatte mit in den Preis einrechnet. Vorraussetzung ist natürlich ein guter Internetanschluss mit möglichst viel Upload. 1 MBit/s sollte es schon sein, VDSL mit 10 MBit Upload würde sogar das Streamen von Videos über das Internet ermöglichen. Für die 260 Euro die das NAS mit Festplatte kostet, könnte man zum Beispiel vier Jahre ein iCloud-Abo mit 50 GB bezahlen, alternativ dazu vier Jahre ein Skydrive-Abonement mit 200 GB von Microsoft oder beim Spitzenreiter Google (der gerade seine Preise für das Drive gesenkt hat) sogar satte 1000 GB für gute drei Jahre erwerben. Nach vier Jahren haben sich die Anschaffungskosten das NAS also auf jeden Fall amortisier und außerdem hat man für die komplette Zeit volle 2000 GB Speicherplatz zur Verfügung. Langfristig gesehen ist also vor allem für Vielnutzer das NAS eine günstige Alternative.