Seite 3: Software

Die Software, mit der das N5550 läuft, hat Thecus "ThecusOS 5.0" getauft. Die Oberfläche ist relativ übersichtlich, hat aber durchaus noch Verbesserungspotential. Ganz grundsätzlich findet man zwar alle Einstellungen und Features, aber im Vergleich zu den schick gestylten Oberflächen von QNAP oder Synology verliert Thecus. Besitzer eines Macs können das NAS als Timemachine-Backup verwenden, für Windows-Nutzer legt Thecus eine eingeschränkte Version von Acronis True Image bei, mit der grundlegend Backups erstellt werden können.

Thecus Auto Module Installation

ThecusOS 5 bringt auch eine Paketverwaltung mit, neudeutsch auch "Appstore" genannt. Man bietet unter anderem Dienste wie PHP/MySQL, DLNA oder auch einen Dropbox-Client an. Die Installation der Software gestaltet sich dann nicht ganz so einfach wie bei der Konkurrenz. Via "Auto Module Installation" wird ein Modul installiert und dann anschließend im Menü "Module Installation" aktiviert. Hier könnte man sich wünschen, das "Auto" eben auch das Aktivieren des jeweiligen Moduls einschließt. Warum genau Thecus diesen Umweg geht, ist nicht klar. Für die Sicherheit der Daten gibt es bei Thecus einen Viren-Scanner von McAfee, der alle Dateien auf dem NAS automatisch scannt und eventuell verseuchte Dateien in Quarantäne verschiebt.

Mit einem Paket namens "Local Display" kann man den HDMI- bzw. VGA-Anschluss des Gerätes zum Leben erwecken. Nach dem Einrichten und einem Neustart des Gerätes zeigt das angeschlossene Display eine Linux-Oberfläche mit Browser und Terminal. Um Multimedia-Inhalte wiedergeben zu können, sollte man zusätzlich Programme wie VLC oder XBMC installieren. Diese Pakete kommen nicht von Thecus selbst und können nur über deren Forum bezogen werden. In unserem Test funktionierte XMBC nach ein paar Startschwierigkeiten gut. XMBC lässt sich mit der dazu passenden App bedienen, allerdings muss für den Start des Programms an sich immer noch eine Tastatur bzw. eine Maus vorhanden sein.

Thecus Dashboard

Auch mit dem Smartphone soll man auf das NAS zugreifen können. Thecus stellt dafür zwei Apps: "Thecus Dashboard" und "Thecus Share". Das Dashboard liefert grundlegende Infos über das NAS, Laufzeit, aktuelle Dienste etc. Außerdem lassen sich Kennwörter der User ändern und einzelne Dienste ein- und ausschalten. "Thecus Share" hingegen verspricht das Abspielen von Inhalten oder das Herunterladen von Dateien direkt auf das Smartphone. In unserem Test konnten wir die App aber nicht zum Funktionieren bewegen.