Werbung
Kurz vor dem Mobile World Congress 2026 schickt Huawei seine FreeBuds 5 Pro an den Start. Wir konnten die neuen High-End-In-Ears bereits ausprobieren und klären, ob die neue Dual-Engine AI Noise Cancellation eine überzeugende Arbeit macht.
Die nunmehr fünfte Generation der FreeBuds Pro tritt in einem hart umkämpften, aber sehr lukrativen Markt an, der von Platzhirsch Apple mit seinen AirPods dominiert wird. Um sich zu behaupten, setzt Huawei an drei Stellschrauben an: dem Klang, der Anrufqualität, primär aber der aktiven Geräuschunterdrückung.
Auch bei der fünften Generation bleibt Huawei seinem grundlegenden akustischen Aufbau treu und setzt auf ein Dual-Treiber-Setup, das jetzt einen noch größeren Frequenzbereich von 10 Hz bis 48 kHz abdeckt. Die Besonderheit an der überarbeiteten ANC-Lösung liegt darin, dass beide Treiber auch für die aktive Geräuschunterdrückung genutzt werden und nicht nur das breitbandigere Modell. Es soll aber nicht nur darum gehen, möglichst viel der Umgebungsgeräusche wegzunehmen, sondern wahlweise auch die wichtigen Geräusche durchzulassen, etwa eine Fahrradklingel.
Die Huawei FreeBuds 5 Pro sind ab sofort zu einem Preis von 199 Euro in den Farben Schwarz, Weiß, Blau und dem etwas ungewöhnlicheren Farbton Sandgold, in dem auch unser Testsample vorliegt, verfügbar.
Nachfolgend finden Sie die technischen Daten des Huawei FreeBuds Pro 5
| Produkt | Huawei FreeBuds Pro 5 |
|---|---|
| Preis | 199 Euro |
| Prozessor | - |
| Codecs | SBC, AAC, L2HC (Huawei), LDAC |
| Profile | AD2P, Avrcp, HFP, HSP.0 |
| Größe des Treibers | 11 + 6 mm |
| Gewicht | 5,5 g |
Optik und Case
Huawei spricht bei der fünften FreeBuds-Generation von einer neuen Optik. Dennoch sind sowohl die In-Ears als auch das Ladecase sofort als Vertreter der Pro-Klasse zu erkennen. Der Stick ist bei der neuen Generation nun etwas stärker abgerundet, aber noch immer durch seine plane, flache Oberfläche geprägt. Der Farbton in Sandgold ist ungewöhnlich, setzt sich jedoch angenehm von der Masse ab.
Gegenüber der Vorgänger-Generation hat die fünfte Iteration abermals an Größe und Gewicht verloren. Huawei möchte generell 10 % an Größe gespart haben, wobei der im Ohr sitzende Bereich um 7,5 % verkleinert werden konnte. Das klingt nach einer Menge, fällt im direkten Vergleich mit der uns vorliegenden dritten Generation optisch aber weniger ins Gewicht, als man meinen könnte.
Gleichzeitig haben die Ohrhörer weiter abgespeckt und kommen jetzt noch auf ein Gewicht von 5,5g pro In-Ear. Damit sind sie angenehm leicht und sitzen selbst über einen längeren Zeitraum absolut unauffällig im Ohr.
Es gibt noch immer eine Zertifizierung nach IP54, sodass ein Schutz gegen Staub und Spritzwasser vorhanden ist. Damit sind die FreeBuds grundlegend für den sportiven Einsatz zu gebrauchen.
Für das Ladecase gilt Ähnliches wie für die eigentlichen In-Ears. Es handelt sich vielmehr um eine optische Evolution als um ein neues Design. Das ist aber kein Problem, denn bereits die dritte Generation konnte mit einem schicken, handschmeichelnden Design überzeugen. Die fünfte Auflage ist mit Maßen von 65,5 x 46,7 x 22,98 mm noch einmal marginal kleiner geworden und verschwindet mit ihrer runden Formensprache problemlos in jeder Hosentasche.
Kleine Änderungen gibt es dennoch: Auf der Rückseite des Cases wurde die recht dominante Huawei-Plakette gegen einen schlichten Schriftzug ersetzt. Gleichzeitig ist die punktuelle LED einem schicken Kreis gewichen. Kleine Details, die positiv auffallen.
Während in jedem Ohrhörer ein Akku mit 60 mAh sitzt, kann das Case mit 537 mAh aufwarten. Die Akkukapazität ist also trotz der Verschlankungen jeweils weiter angewachsen, was laut Huawei zu einer Akkulaufzeit von neun Stunden (ohne ANC-Nutzung) führen soll. In unserem Test erreichten wir die Werte nicht , es waren aber rund 8 Stunden möglich – natürlich in Abhängigkeit von der Lautstärke. Wird die aktive Geräuschunterdrückung aktiviert, verkürzt sich die Laufzeit um rund zwei Stunden.
Insgesamt sollen so zusammen mit dem Ladecase maximal 38 Stunden ohne ANC möglich sein. Auch diesen Wert haben wir nicht erreicht. Insgesamt werden also überzeugende Laufzeiten erreicht, die vollkommen praxistauglich sind.
Passform
Die FreeBuds 5 Pro können mit einem hohen Tragekomfort aufwarten und das auch noch nach vielen Stunden. Wir erleben hier erneut das für Huawei typische Gefühl, die Ohrhörer würden nicht besonders weit im Ohr sitzen. Einschränkungen haben wir im Alltag nicht erlebt, auch beim Joggen saßen die In-Ears fest an ihrem Ort und erweckten nie das Gefühl, gleich herauszufallen.
Das wirkt sich zusammen mit dem niedrigen Gewicht insgesamt positiv auf den Tragekomfort aus. Auch nach einer vierstündigen Zufahrt konnten wir keine Probleme feststellen.
Wie üblich gilt, dass die In-Ears nur so gut sitzen und klingen können, wie sie im Ohr sitzen. Huawei liefert Silikon-Passstücke in den Größen XS bis L. Das bietet genug Spielraum für normal große Ohren.
Sollte man sich unsicher sein, ob die Passform wirklich stimmt, bietet Huawei über seine Audio-App die Möglichkeit, eine Kontrolle der Passform vorzunehmen. Das kann eine Hilfestellung sein.
Bedienung
Der chinesische Konzern setzt auf seine Huawei-Audio-App, mit der alle Einstellungen vorgenommen werden können. Bevor es losgeht, müssen die In-Ears erst einmal verbunden werden.
Das ging bei unseren FreeBuds 5 Pro ohne Probleme über die Bühne. Eine unscheinbare Taste, die seitlich auf dem Case sitzt, muss für zwei Sekunden betätigt werden: Im Anschluss können die Ohrhörer ganz einfach verbunden werden. iPhone- und AirPods-User werden wissen, dass es Ökosystem-intern noch einfacher gehen kann. Das bietet auch Huawei an, wenn ein Smartphone des Herstellers genutzt wird, denn dann soll es reichen, die In-Ears in die Nähe des Smartphones zu bringen. Ist der initiale Aufwand einmal betrieben, erfolgt die Kopplung schnell und zuverlässig.
Wir waren schon bislang keine Fans von Huaweis Bedienkonzept – und das ändert sich auch bei der fünften Generation nicht wirklich. Die Kombination aus Wischen und Drücken der Sticks kann nur bedingt überzeugen. Die seit einiger Zeit eingeführte, kleindimensionierte Griffmulde macht die Bedienung zwar grundlegend etwas intuitiver, es kommt aber dennoch häufig vor, dass die Ohrhörer verrutschen, wenn man versucht, sie zu bedienen.
Eine Sache bleibt auch beim fünften Anlauf bestehen: Grundlegend erlaubt Huawei zwar die neue Zuordnung der Funktionen über die App, aber eben nicht vollumfänglich. Es stehen nur vorab festgelegte Funktionen zur Verfügung. Weshalb es hier zu einer Limitierung kommt, können wir nicht wirklich nachvollziehen.
Was früher einmal die AI-Life-App war, ist nun die Huawei-Audio-App. Diese kann mit einem großen Funktionsumfang und einem übersichtlichen Design aufwarten.
Egal ob Soundprofil, Akkustand, Anpassung der Bedienung oder Einstellungen zum Noise-Cancelling: alle Funktionen sind schnell und ohne große Umwege zu finden. So verstecken sich etwa unter "Huawei Audio" alle Presets und der individuelle Equalizer mit zehn Bändern.
Genauso können die In-Ears über die App gesucht oder mit einer neuen Firmware versehen werden.