Seite 3: Lasmex S-220 im Klangcheck

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 m x 6 m, bei einer Deckenhöhe von 2,20 m. Die Wände der kürzeren Seiten bestehen aus Dachschrägen , welche bis knapp 30 cm an den Boden reichen. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität.

Die Höhen des S-220 von Lasmex sind recht ausgewogen, mit einer Tendenz im Superhochton abzufallen. Der sich darunter anschließende Mittenbereich ist dafür deutlich betont fällt dann aber im Bereich des Grundtons ebenfalls ab, jedoch ungleich stärker als die Höhen nach oben hin. Durch dieses Sounding treten Stimmen in der Musik enorm in den Vordergrund. So geschehen in einem unserer Referenzlieder von Johannes Oerding -"Repariern". Eine Wertung dieser Tonalität sollte jeder für sich selbst treffen, bei vokaler Musik dürfte die Klangsignatur sicherlich ihre Anhänger finden, wohingegen es bei Rockmusik von uns als eher störend empfunden wurde.

Die Bassquantität lässt sich per Regler direkt am Subwoofer einstellen. Wir haben für unseren Test eine für unser Ohr neutrale 8-Uhr Einstellung gewählt. In dieser Stellung erzeugt er durchaus ordentliche Bässe. Klar sind diese nicht besonders tief, das kann man bei der geringen Chassis- und Gehäusegröße nicht erwarten. Dennoch spielt er gemessen am Preis relativ präzise und bestimmt. Leider vermögen es die Satelliten aufgrund ihrer Ausmaße trotz Bassreflexkanal nicht ausreichend tiefe Frequenzen wiederzugeben, sodass der Subwoofer ein ums andere Mal in zu hohe Bereiche gezwungen wird. Laut Datenblatt spielt er bis 200 Hz, in der Realität dürfte diese Zahl allerdings niedriger sein.

Das Auflösungsvermögen, also die Fähigkeit feine Details abzubilden, liegt auf dem üblichen Niveau in dem veranschlagten Preisrahmen, auch wenn es durch die Mittenbetonung manchmal etwas schlechter auflösend erscheint. Die Konkurrenz "erschummelt" sich hier durch die Anhebung des Hochtons lediglich einen klareren Eindruck.

Die Bühnenabbildung in Pink Floyds - The Trial konnte uns für ein Sat-Sub System dieser Preisklasse durchaus überzeugen. Instrumente ließen sich immer einer Position zuweisen und auch der Standort der Sänger war stets erkennbar. In dieser Disziplin kann sich das S-220 deutlicher von der Konkurrenz abgrenzen.

Im Allgemeinen haben wir bei unseren Tests festgestellt, dass unser Proband von Lasmex bei höheren Pegeln relativ schnell außer Atem kommt. Der Hochton beginnt zu klirren, während der Subwoofer schwammiger aufspielt. Wer also gerne Musik auf höheren Pegeln hört, dürfte mit unserem Testgerät nicht zufrieden werden, denn ein "Pegelmonster" ist das S-220 nicht.

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Im Filmeinsatz überzeugt das Lasmex System mit einer guten räumlichen Abbildung. Im Effektspektakel unseres Referenzfilmes Transformers wird dadurch eine ungemein dichte Atmosphäre erzeugt. Überall Explosionen, Schüsse, quietschende Reifen und zersplitternde Glasscheiben. Das S-220 ist in der Lage dies glaubhaft und vor allem sehr plastisch wiederzugeben. Es bleibt kaum Grund für Kritik, würde man dem Subwoofer nicht hin und wieder anmerken, dass er mit einigen der Tiefbassspuren an seine Grenzen stößt. In diesen Szenen lässt sich meistens nur noch ein undefiniertes Gegrummel vernehmen. Die Abstimmung der Satelliten sorgt für eine jederzeit hervorragende Sprachverständlichkeit auch in sehr anspruchsvollen Situationen.