Seite 3: Plantronics Gamecom 780 im Praxistest

Kommen wir zum wichtigsten Part unseres Tests der klanglichen Beschreibung.

Die Höhen sind im den oberen Frequenzbereichen recht klar, sodass Hi-Hats schön klar abgezeichnet werden, was uns im Teststück Nickelback - Follow you home positiv aufgefallen ist. Darunter halten sich die unteren Höhen und oberen Mitten jedoch sehr bedeckt. Hieraus resultiert ein verhältnismäßig dumpfes Klangbild. Gerade Stimmen fehlt es dadurch oft an markanten Details, auch wenn diese sehr voluminös abgebildet werden, was vor allem an der recht starken Betonung des Grundtons liegt.

Der Bassbereich präsentiert sich ordentlich aufgedickt, um in Spielen für mehr Spaß zu sorgen. Diejenigen, die sich dies auch bei Musik wünschen, dürfen sich also freuen: Er geht nicht besonders tief und auch nicht allzu präzise, aber für den Preisbereich kann man hier wenig meckern.

Als größte Schwäche in unserem Test-Zeitraum hat sich die recht bescheidene Detailauflösung in Hoch- wie auch Mittelton herausgestellt. Besonders eigentlich glasklare Gesangsstimmen, wie die von Katie Melua klingen extrem matt. Als Grund für das detaillose Klangbild kann aber auch der Knick im Frequenzverlauf im Bereich der unteren Höhen und oberen Mitte sein.

 

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Die räumliche Darstellung bei der Musikwiedergabe ist eher durchschnittlich, man merkt schnell, dass Plantronics zwecks Ortung gänzlich auf Dolby Headphone setzt, welches zur Musikwiedergabe allerdings nicht sonderlich geeignet ist, da die Abbildung dadurch unnatürlich erscheint. Ohne Raumklangsimulation lassen sich Instrumente nur sehr grob einem Platz auf der Bühne zuordnen.

Als Test-Spiel kam Counter-Strike Source zum Einsatz, ein Spiel das auch heutzutage in der ESL viel gespielt wird, auch wenn es mittlerweile gute 7 Jahre alt ist. Besonders wichtig ist hier die Ortung im Gefecht, um auf dem virtuellen Schlachtfeld zu überleben. Der Spieler ist hier so stark auf sein Soundequipment angewiesen, wie in wohl kaum einem anderen Spiel.

In diesem Anwendungsgebiet kann das Plantronics Gamecom 780 endlich seine Stärken ausspielen: Mit aktiviertem Dolby Headphone erscheint der Klang zwar wie mit dieser Simulation üblich etwas hallig, aber die Wiedergabe erscheint deutlich räumlicher. Die Ortung von Feinden gelingt uns damit recht gut, allerdings auch nicht nennenswert besser als mit ähnlich teuren Konkurrenten.

Dank  Anhebung im Bassbereich ist vor allem der Spaßfaktor bei Explosionen gesteigert. Leider erkennt man aber auch das insgesamt eher dumpfe Klangbild während des Spielens wieder, wodurch das Geschehen nicht so direkt und natürlich wirkt, wie wir es uns gewünscht hätten.