Seite 2: Die Karte

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Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass ASUS bei der Xonar DS auf ein schmales PCB setzt, das der Low-Profile-Bauweise entspricht. Gerade Anwender, die nach einer Soundkarte für einen sehr flachen HTPC suchen, können sich also freuen. Damit die Karte in beiden Gehäuseformen montiert werden kann, liegt natürlich ein zweites Slotblech bei. Wie bereits erwähnt, setzt ASUS auf den „veralteten“ PCI-Port. Da jedoch die meisten Boards noch immer über entsprechende Steckplätze verfügen, stellt dies nicht wirklich ein Problem dar. Zudem haben bereits mehrere Tests in der Vergangenheit gezeigt, dass es keinen messbaren Leistungsunterschied zwischen PCI- und PCI-Express-Soundkarten gibt. Wie wir es bereits von der Xonar DX kennen, spart hier ASUS ebenfalls am stylishen EMI-Shield, das ein Wiedererkennungsmerkmal für die ASUS-Karten darstellt. Ein wirklicher Klangnachteil entsteht daraus aber natürlich nicht. Weiterhin fällt ins Auge, dass ASUS auf einen separaten Stromanschluss verzichtet.

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Die Low-Profile-Bauweise hat aber nicht nur Vorteile. Aufgrund der fehlenden Breite der Karte geht es auf dem Anschlussblech recht beengt zu. Während Auzentech diesem Problem mit einer Kabelpeitsche zu Leibe rückt, entschließt sich ASUS dazu, die Anzahl der Anschlüsse zu minimieren. So gibt es vier Audio-Ausgänge um auch ein waschechtes 8-Kanal-System zu speisen. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn nicht gleichzeitig der Digitalausgang genutzt werden soll, da es sich hierbei um eine umschaltbare Buchse handelt. Abgerundet wird das Anschlusspanel von einer weiteren Kombibuchse, die entweder als Line-In oder aber als Mikrofon-Eingang fungiert.

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Als Soundprozessor kommt ASUS‘ AV200 zum Einsatz. Anders, als man es nun meinen könnte, handelt es sich dabei aber nicht um eine Eigenentwicklung, sondern um einen umgelabelten Chip des Herstellers C-Media, genauer gesagt das Modell CMI8770.  Überraschenderweise setzt man bei der Xonar DS nicht auf den AV100, den wir von der ASUS Xonar DX kennen, sondern auf das Modell, das bislang nur den High-End-Karten vorbehalten war. Und das, obwohl unsere Xonar DS gerade einmal knappe 40 Euro kostet.

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Nicht nur der AV200-Chip stellt eine Überraschung dar. ASUS setzt bereits bei seinem Einsteigermodell auf einen gesockelten OPAMP. Der Vorteil liegt darin, dass dieser recht leicht ausgetauscht werden kann. So ist es möglich den analogen Klang der Karte zu beeinflussen. Normalerweise kennt man solche Features nur von High-End-Karten.

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Auf dem PCB befinden sich zudem Konnektoren für das Frontpanel, einen AUX-Eingang und einen internen digitalen Anschluss. Somit sollte für alle Eventualitäten vorgesorgt sein.