Seite 2: Design, Ausstattung und Verarbeitung

Der 38UC99-W kann ab der ersten Sekunde als LG-Monitor erkannt werden, denn die Südkoreaner halten an ihrer bekannten Design-Sprache fest und tun gut daran. Dem 34UC98-W gleicht das neue Modell im Grunde genommen wie ein Ei dem anderen, einzig die etwas größere Diagonale fällt auf.

Ein seitlicher Blick offenbart recht deutlich die Krümmung des verbauten IPS-Displays. Wie bereits beim 34UC98-W kommt auch hier eine Krümmung von 1.800 mm zum Einsatz, was spätestens seit der unlängst zu Ende gegangenen CES der neue Standard im Curved-Segment geworden ist. Gegenüber den zunächst üblichen Radien mit mehr als 3 Metern macht sich die Krümmung deutlich stärker bemerkbar, was beispielsweise bei Spielen oder Filmen zu einer besseren Immersion führt – anfänglich aber auch gewöhnungsbedürftig ist.

Das ist keinesfalls etwas Schlechtes, denn auch das jetzt ein Jahr alte Modell konnte schon gefallen. Auf der Front bietet LG einen Rahmen aus schwarzem Glossy-Kunststoff, der mit einer schmalen Bauform sehr filigran wirkt und auch ein Multi-Monitor-Setup problemlos erlaubt – wenn man denn mit der großen Breite, die von zwei 38-Zöllern im 21:9-Format ausgeht, zurechtkommt.

Keine großen Überraschungen gibt es beim Standfuß, denn auch hier setzt LG auf Bewährtes. Der halbrunde Fuß in Edelstahl-Optik passt gut zum restlichen, minimalistischen Design und bietet einen sicheren Stand.

Vom restlichen Erscheinungsbild hebt sich die Rückseite deutlich ab. Wie bereits häufiger in der Vergangenheit gibt es eine weiße Rückseite, ebenfalls mit einer Glossy-Oberfläche. Das macht sich gerade dann gut, wenn der 38UC99-W frei im Raum steht und führt dazu, dass das XXL-Display am Ende doch nicht allzu wuchtig wirkt.

Leider hat sich LG aber wieder einmal dazu entschieden, die Display-Anschlüsse nicht gewinkelt auf der Rückseite unterzubringen. Das steigert zwar den Komfort, wenn einmal schnell ein neues Gerät angeschlossen werden soll, gleichzeitig lassen sich die Kabel weniger gut bei einem freistehenden Setup verstecken.

Das Anschlussport-Folio an sich ist recht vollständig. Es gibt zwei HDMI-Eingänge, einen DisplayPort und USB Typ-C, über den ein Notebook nicht nur geladen, sondern auch mit Bildmaterial und Daten versorgt werden kann – so ist es je nach Notebook theoretisch möglich, nur ein Kabel zu nutzen und den Monitor als komfortable Dockingstation zu betreiben. Gerade vor diesem Hintergrund ist es schade, dass sich LG lediglich für USB Typ-C entschieden hat und nicht direkt zu Thunderbolt 3 greift, während der 34UC98-W vor einem Jahr noch mit Thunderbolt 2 ausgestattet wurde. Zumindest ein USB-Hub mit zwei weiteren Schnittstellen (einer davon mit QuickCharge) ist mit von der Partie, während es weiterhin keine seitlich gut zugänglichen Buchsen gibt, um beispielsweise einmal einen USB-Stick schnell zu verbinden.

Nichts zu beanstanden gibt es im Bereich der Verarbeitungsqualität und Materialgüte. Der verwendete Kunststoff hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, während alle Spaltmaße einheitlich ausfallen.