Seite 2: Design und Verarbeitung

Acer möchte mit dem Predator X34 in die Premium-Liga der Gaming-Monitore vordringen. Dazu gehört allerdings nicht nur eine überzeugende Technik, sondern auch ein ansprechend entworfenes Gehäuse, das mit einer hochwertigen Verarbeitung aufwarten kann.

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Acer Predator X34

Gaming-Hardware sieht nach Gaming aus – oder zumindest nach dem, was sich Designer darunter vorstellen. Das ist gerade im Gehäuse-Segment extrem der Fall, trifft aber auch auf den Predator X34 zu. Anders als der ASUS ROG PG279Q besitzt Acers 34-Zöller eine aggressivere Formensprache, was größtenteils durch den auffälligen Standfuß erreicht wird.

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Acer Predator X34

Das Panel versteckt Acer optisch ansprechend hinter einer Edge-to-Edge-Oberfläche, sodass im ausgeschalteten Zustand nur ein minimaler Rahmen zu erkennen ist. Eizo nutzt die gleiche Optik beispielsweise beim FlexScan EV2750. Allerdings setzt Acer auf ein massives unteres Rahmenelement aus strukturiertem Kunststoff, was die filigrane Optik stört. Gut zu erkennen ist an dieser Stelle auch, dass Acer den Fokus klar auf den Predator-Brand legt, der eigentliche Markenname ist auf der Front nicht zu entdecken. Die schmalen seitlichen Rahmen führen übrigens auch dazu, dass mehrere X34 ein ideales Multimonitor-Setup sind, mit Blick auf Preis und Größe wird das aber vermutlich nur für wenige Anwender infrage kommen.

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Acer Predator X34

Ohne geht es bei einem Gaming-Gerät natürlich nicht. Die Rede ist von Beleuchtungsspielereien. Acer spendiert dem Predator X34 ein "Ambilight", das in die Unterseite des Rahmens eingelassen wurde und in etwa 75 % der Breites des Displays abdeckt. So kann der Schreibtisch in verschiedenen Farben indirekt beleuchtet werden, was eine ansprechende Optik erzielen kann. Acer erlaubt es zudem mehrere Effekte wie "Atmen" oder "Blitz" auszuwählen, davon würden wir aber abraten, da dies doch merklich ablenkt. Gleiches gilt auch für die in mehreren Stufen anpassbare Helligkeit. Alle Werte über Stufe 3 von 5 sind doch sehr hell.

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Acer Predator X34

Kompakt ist ein 34-Zöller nun wirklich nicht mehr, dank der schmalen Rahmen wirkt der X34 jedoch kleiner, als man es von einem Gerät mit einer so großen Diagonale eigentlich annehmen könnte. Einen Teil dazu trägt auch die schlanke Silhouette bei, denn Acers Gaming-Könner ist am Rand gerade einmal 21 mm tief. Erreicht wird dies natürlich durch das LED-Backlight, aber auch durch den Effekt, dass Acer die gesamte Technik zentral in der Mitte zusammenfasst. Ebenso verzichtet Acer auf ein integriertes Netzteil, was abermals Platz spart. Zudem kann so recht bequem eine weitere Wärmequelle aus dem Gehäuse verbannt werden.

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Acer Predator X34

Stilbildendes Element beim X34 ist ohne Frage der Aluminium-Standfuß, der den Monitor ein wenig wie eine Skulptur wirken lässt und sehr filigran wirkt. Gleichzeitig beschert der Alu-Bügel dem 34-Zöller einen sicheren und stabilen Stand. Acer gelingt es damit sich angenehm von der breiten Masse abzuheben. Soll der Bereich des Fußes auf dem Schreibtisch frei bleiben (was er natürlich nicht muss), dann nimmt er deutlich mehr Platz weg als aktuell üblich. Seine optische Wirkung kann er aber nur dann entfalten.

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Acer Predator X34

Auf der Rückseite setzt Acer auf große Flächen mit schwarzem Glossy-Kunststoff. Gleichzeitig lockern mehrere Diagonalen die Optik auf und werden von Acer aber auch dazu genutzt, die passive Kühlung für die Komponenten unterzubringen. Auch an dieser Stelle agiert der große Aluminium-Bügel des Standfußes als Eye-Catcher. Zur Kabelführung hat Acer ein rotes Quadrat integriert, das sich deutlich vom restlichen Gehäuse abhebt und ein bisschen wie der Hebel für den Schleudersitz wirkt.

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Acer Predator X34

Acer verbaut die Anschlüsse nicht gewinkelt, lässt sie aber ein wenig in das Gehäuse ein. Das sorgt dafür, dass das optische Kabelchaos zumindest ein wenig eingeschränkt wird. Das Anschlusspanel wurde zentral positioniert, was zur Folge hat, dass die Buchsen direkt hinter dem Standfuß nur schlecht zu erreichen sind – betroffen ist davon aber in erster Linie die Netzteil-Buchse. Links vom Standfuß sind die beiden Display-Eingänge vorhanden, die als DisplayPort- und HDMI-Schnittstelle ausgeführt wurden. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde von Acer ein USB-Hub mit vier Anschlüssen verbaut. Auf seitliche Anschlüsse verzichtet man beim X34 zwar, mit Blick auf die Umsetzung solcher Anschlüsse bei den zuletzt getesteten Modellen ist das aber kein großer Verlust.

Die Verarbeitungsqualität und die Materialgüte hinterlassen einen hochwertigen Eindruck, insbesondere der massive Standfuß weiß zu gefallen, während der Kunststoff auf der Rückseite ein wenig im Niveau abfällt. Unsauberkeiten in der Fertigung gibt es nicht und alle Spaltmaße sind absolut gleichmäßig ausgeführt.;