Seite 9: Fazit

Am Ende lässt sich sagen, dass 34-Zoll-Monitore im 21:9-Format ohne Frage eine Zukunft fernab der aktuell noch eingenommenen Nische bevorsteht. Das Format kann auf der ganzen Linie überzeugen und bietet eine gelungene Kombination aus einer großen Blickfeldabdeckung (praktisch beim Gamen), viel Platz auf dem Desktop (praktisch beim Arbeiten) und einer Auflösung, die nicht zwingend skaliert werden muss (praktisch bei alten Betriebssystemen). Damit sind 34-Zöller prinzipiell so etwas wie das „Schweizer Taschenmesser“ in Display-Form – wie unterschiedlich das 34-Zoll-Format interpretiert werden kann, zeigen unsere Testkandidaten aber mit Bravour.

AOCs u3477Pqu stellt den Allrounder unter den Testgeräten dar. Er kombiniert eine hohe Auflösung mit einem schicken, aber unaufgeregten Gehäuse und durchaus vorhandenen Office-Genen in Form einer Pivot-Funktion. Während gerade die Materialgüte etwas abfällt, kann der 34-Zöller mit einer schlanken Optik trotz eines integrierten Netzteils aufwarten. Die Anschlussausstattung ist klassenüblich. Prinzipiell gut gefällt, dass AOC die USB-Buchsen so integriert, dass sie seitlich zugänglich sind – allerdings verlegt AOC sie gleichzeitig so weit nach innen, dass der Effekt teilweise verpufft. Davon einmal abgesehen kann der 34-Zöller mit einer subjektiv guten Bildqualität und ordentlichen Messwerten aufwarten. Einzig die Farbwiedergabe erweist sich als etwas zu blaustichig.

LG wählt mit seinem 34UB67 einen anderen Weg und entscheidet sich trotz des gleichen Formats für eine deutlich reduzierte Auflösung. Entsprechend stellt die Interpretation in erster Linie ein FullHD-24-Zoll-Modell mit einer größeren Bildbreite dar, was gerade dann praktisch ist, wenn mehrere Fenster nebeneinander dargestellt werden sollen – die ganzen Vorteile der 34-Zoll-Klasse können so aber nicht ausgenutzt werden. Passend zum anvisierten Business-Umfeld bietet LG ein unauffälliges aber hochwertiges Gehäuse, das mit einer erstklassigen Bedienung aufwarten kann und schnittstellen-technisch kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Wer mit der etwas gröberen Auflösung leben kann, der bekommt zudem eine gute Bildqualität und ansprechende Messergebnisse geboten.

Der „bunte Vogel“ in unserem Testtrio ist der Samsung S34E790C, der als einziges Gerät mit einem Curved-Display aufwarten kann – und damit auch zum mit Abstand teuersten Vertreter im Test wird. Dafür kann der 34-Zöller aber gerade bei Filmen oder Games punkten und versetzt den Nutzer noch stärker ins Geschehen hinein, als es bei planen Modellen der Fall ist. Unterstützt wird dies von der erstklassigen Bildqualität und einem Kontrastverhältnis, das alle anderen Geräte das Fürchten lehrt. Um gerade für Gamer besonders interessant zu sein, fehlt dem Samsung S34E790C allerdings Support für G- oder Freesync, dann wäre Gaming-Erlebnis in Kombination mit der geschwungenen Oberfläche ideal. Passend zur Consumer-Auslegung des Curved-Displays gibt es ein schlankes Glossy-Gehäuse mit einem optisch dominanten Fuß. Die Anschlüsse passen prinzipiell auch hier, sind wie bei LG aber nicht gewinkelt verbaut. Zudem könnte der USB-Hub besser zugänglich sein. Erstklassig fällt bei Samsung hingegen wieder einmal die Bedienung aus, die dank eines übersichtlichen OSD und einer Joystick-Bedienung flüssig von der Hand geht.

Wer sich vorab Gedanken macht, wie sein neues Display genutzt werden soll und einen entsprechend klar definierten Rahmen kennt, der macht mit keinem unserer drei Geräte etwas falsch.