Seite 6: Fazit, Pro & Contra, Alternativen

Seit Jahren hielten sich die Hersteller für Computer- und auch Gaming-Monitoren an Standards, die vor Jahren verabschiedet wurden und sich an anderen Bedürfnissen orientierten, die heute keine Rolle mehr spielen. AMD und NVIDIA aber haben eingesehen, dass es nicht mehr nur darum gehen kann eine gewisse Anzahl an Bildern pro Sekunde auszuliefern. Systemisch ergeben sich durch die fehlende Synchronisation zwischen Display und Grafikkarte Probleme, die bislang nur über Tricks und damit verbundene Kompromisse gelöst werden konnten. "V-Sync ein" oder "V-Sync aus" waren lange Zeit die einzigen Alternativen in diesem Bereich.

Ohne V-Sync gehörten je nach Spiel Qualitätseinstellungen und Framebereich, in dem man sich bewegt, Tearing, ein leichtes Stottern und kleinere Hakler zum Alltag. Mit eingeschaltetem V-Sync verhindert man das Tearing und die Hakler, allerdings kann es zu extremen Stottern kommen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass es beim Wechsel von einer festen FPS-Bilderwiederholrate zu diesen extremen Aussetzern kommt. Fallen die FPS unter 60 FPS/Hz, wechseln Karte und Monitor auf 30 FPS/Hz. Reicht auch das nicht aus, reduzieren sich die FPS/Hz auf 20.

Mit G-Sync treten bei den meisten Spielen keinerlei Probleme mehr auf. Hin und wieder kann es zu einem minimalen Stottern kommen, das aber kaum wahrgenommen wird. Wie überall gibt es auch bei G-Sync Best- und Worst-Case-Szenarien. Im großen und ganzen aber kann man sagen, dass G-Sync die Situation stark verbessert. 

Eine Alternative zu G-Sync könnte die Darstellung mit 144 Hz sein. Die hohe Abtastrate sorgt für einen Bildaufbau fast ohne Verzögerung. Die meisten Spiele, die bei 60 Hz noch extreme Schwierigkeiten hatten, sehen mit 144 Hz deutlich flüssiger aus. Bei 144 Hz kommen wir G-Sync recht nahe, auch wenn bei größeren Frameeinbrüchen G-Sync noch immer die Nase weit vorne hat. Der ASUS ROG Swift PG278Q bietet beide Möglichkeiten, wobei der Besitzer einer GeForce-Grafikkarten G-Sync verwenden sollte. Wer eine AMD-Grafikkarte verwendet, kann aber getrost die 144 Hz verwenden. Allerdings gibt es dann Monitore, die auf G-Sync verzichten und deutlich günstiger sind.

Kommen wir nun aber zum ASUS ROG Swift PG278Q, der in den meisten Messwerten überzeugen kann. So liegt die Helligkeit über den Angaben und der Kontrast ist mit 965:1 ebenfalls ordentlich. Die Weißpunktmessung ist mit 6.095 Kelvin ebenfalls akzeptabel. Allerdings ist die Gleichmäßigkeit für Helligkeit und Weißpunkt verbesserungswürdig. Dem bloßen Auge fällt bei genauer Betrachtung allerdings nur die ungleichmäßige Helligkeit auf. Die Farbtemperatur lässt sich direkt am Monitor oder aber über die Software anpassen. Der Nutzer hat die Wahl das Display mit bis zu 144 Hz zu betreiben oder aber G-Sync zu verwenden. Damit sind alle aktuellen Technologien bei den Monitoren umgesetzt. 3D Vision ist zwar auch mit an Board, spielt aber keine große Rolle.

Für die Größe ist auch der Stromverbrauch nicht außergewöhnlich hoch und stellt damit auch keinen Grund dar, um sich gegen den Kauf das ASUS ROG Swift PG278Q zu entscheiden. Die Ergonomie des Monitors ist ebenfalls ausreichend. Das Display lässt sich über die Dreh- und Kippgelenkte in die richtige Position bringen. Auch in der Höhe ist der Monitor anpassbar. Etwas eingeschränkt ist der potenzielle Käufer bei den Anschlussmöglichkeiten. Hier steht nur DisplayPort zur Verfügung, was auf die Limitierung durch G-Sync zurückzuführen ist. Ebenfalls nicht so gut gefallen hat uns das externe Netzteil. Gerne dürften die Hersteller und damit auch ASUS auf interne Lösungen wechseln, denn dies erspart dem Nutzer unnötiges Kabelgewirr.

Leider ist da noch der Preis. 800 Euro werden aktuell für den ASUS ROG Swift PG278Q fällig. Damit ist der bei den Gaming-Monitoren das Teuerste, das erstanden werden kann. Die günstigere Konkurrenz ist mit rund 500 Euro auch nicht gerade günstig und ist mit 24 Zoll auch noch etwas kleiner. Konkurrenz ist wohl nur in Form des Acer Predator XB280HKbprz mit einer Bilddiagonalen von 28 Zoll bei einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel in Sicht, der ab 599 Euro sogar schon bei einem Online-Händler zu finden. Bis wir erste Alternativen mit DisplayPort Adaptive Sync sehen werden, wird es wohl noch ein Jahr dauern.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Swift PG278Q:

  • gute Helligkeit
  • guter Kontrast
  • schlichtes Design
  • 144 Hz und G-Sync

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Swift PG278Q:

  • hoher Preis
  • keine hohe Gleichmäßigkeit bei Helligkeit und Weißpunkt
  • nur ein DisplayPort-Anschluss vorhanden
  • externes Netzteil