Seite 4: Helligkeit, Farbreproduktion und Inputlag

In die Bewertung der Bildqualität des LG IPS234V möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige mit „i1 Display Pro" gewonnene Messwerte einfließen lassen. 

Bildqualität-Check: LG IPS234V

Der LG IPS234V zeigte in unserem Test eine kontrastreiche und scharfe Darstellung. Aber auch die Farben wirkten weder zu blass noch zu knallig. Das verbaute IPS-Panel spielt insbesondere bei dem hohen Blickwinkel seine Vorzüge aus. So enttäuschte uns die Darstellung der Bildschirminhalte auch von einem sehr flachen Blickwinkel aus betrachtet nicht. Anders als der Hochglanz-Rahmen reflektiert das matte Panel das Umgebungslicht kaum. So lässt es sich auch bei starker Sonneneinstrahlung beziehungsweise im Hintergrund befindlichen Lichtquellen noch angenehm arbeiten. Die Full-HD-Auflösung des 23-Zoll-Monitors sorgt zudem dafür, dass einzelne Bildpunkte aus einem normalen Sitzabstand von rund 70 Zentimetern nicht zu erkennen sind.

Helligkeit und Ausleuchtung:

Die Helligkeit und Ausleuchtung des LG IPS234V haben wir im Standard-Modus bei 100 Prozent und 50 Prozent Helligkeit an insgesamt neun Feldern nachgemessen. LG selbst gibt an, dass der Monitor eine maximale Helligkeit von 250 cd/m² erreiche. Diese Angabe übertrifft unser Testsample bei 100 Prozent Helligkeit mit 274 cd/m² in der unteren rechten Ecke sogar. Die Ausleuchtung im Mittelpunkt der Bildschirmfläche findet sich bei 268 cd/m² ein. Die größte Differenz zu dem Bezugswert in der Bildschirmmitte zeichnet sich am linken Displayrand ab. Dort beträgt die Leuchtdichte lediglich 244 cd/m² und liegt somit 24 cd/m² darunter. Bei 50 Prozent Helligkeit beträgt die Leuchtdichte in der Displaymitte 137 cd/m², während sich der niedrigste Messwert mit 124 cd/m² erneut am linken Rand befindet. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich die Schwankungen der Leuchtdichte noch im Rahmen befinden. Demnach kann eine auffällige oder sogar störende Ungleichmäßigkeit bei der Ausleuchtung ausgeschlossen werden.

Ausleuchtung bei 100 Prozent Helligkeit

Ausleuchtung bei 50 Prozent Helligkeit


Weißpunkt:

Die Messung des Weißpunktes im Chromatizitätsdiagramm hat ergeben, dass der LG IPS234V im Standard-Modus die Referenzwerte von x=0,313 und y=329 nur knapp verfehlt.

Weißpunkt im Chromatizitätsdiagramm

Über die gesamte Bildfläche betrachtet unterliegt der Weißpunkt einigen Schwankungen. So erreicht unser Testsample in der Bildschirmmitte die noch ausreichende Farbtemperatur von 6423 Kelvin mühelos. Insbesondere am linken Rand pendelt sich der Weißpunkt allerdings bei Temperaturen von knapp 6100 Kelvin ein. In der linken unteren Ecke befindet sich die Farbtemperatur mit 6012 Kelvin sogar 411 Kelvin unter dem Bezugswert in der Mitte.

Weißpunkt in Kelvin


Farbreproduktion:

Um die Farbreproduktion des LG IPS234V zu messen, bedienen wir uns an einem 24-teiligen Farbsatz. Das Ergebnis konnte uns dabei auf ganzer Linie überzeugen. Mit einem maximalen Ausschlag von 7,738 dE (Color 23) bewegt sich LGs Flatron-Monitor dabei noch in einem überaus akzeptablen Toleranzraum. Die übrigen Farbunterschiede pendeln sich überwiegend bei 0,5 bis 1,9 dE ein. Lediglich bei Weiß (Color 04) leistet sich der Monitor mit 3,249 dE noch einen kleinen Ausreißer. Dennoch lässt sich abschließend das Urteil fällen, dass die Farbdarstellung des LG IPS234V sehr farbecht und neutral ist. Gravierende Farbunterschiede können demnach getrost ausgeschlossen werden.

Angaben in Delta E (dE) - weniger ist besser


Inputlag:

Der Inputlag ist insbesondere für den Gaming-Einsatz interessant. Dieser gibt die Zeitspanne zwischen der Zuspielung des Signals und der eigentlichen Bildausgabe am Monitor an. Die Messung kann allerdings nicht unter Ausschluss jeglicher Messungenauigkeiten stattfinden, sodass der angegebene Wert nur als grober Richtwert verstanden werden sollte.

Als Vergleichsgerät haben wir einen geeigneten CRT-Röhrenmonitor hinzugezogen. Dieser besitzt nahezu keine Zeitverzögerung und bietet uns daher die Möglichkeit, die Zeitspanne beim LG IPS234V im direkten Vergleich bestimmen zu können. Beide Monitore stellen dabei eine Stoppuhr im Clone-Modus dar, die anschließend mit einer kurzen Verschlusszeit mehrfach fotografiert wird. Die sich daraus ergebende Zeitdifferenz ist der Inputlag. In unserem Test fand sich der Wert bei ungefähr fünf Millisekunden ein. Eine wahrnehmbare Verzögerung kann also getrost ausgeschlossen werden.