Seite 1: Das ASRock Rack E3C246D4I-2T im Test

asrock-rack-e3c246d4i-2t-logoMit dem ASRock Rack E3C246D4I-2T schauen wir uns heute einmal kein Standard-Modell für Intel- oder AMD-Prozessoren an. Das E3C246D4I-2T zeichnet sich nicht durch besonders viele PCI-Express-Steckplätze, eine besonders starke Spannungsversorgung oder eine RGB-Beleuchtung aus, sondern soll anhand der Anschlüsse und gebotenen Funktionen den Nutzer ansprechen, der sich einen Storage-Server aufbauen möchte.

Das E3C246D4I-2T bewegt sich also weit weg vom sonst üblichen Standard. Während das Mini-ITX-Format bei den Endkunden-Mainboards noch zu finden sind, sind vier SO-DIMM-Steckplätze in dieser Kategorie schon seltener anzutreffen. Hinzu kommt aufgrund der Auslegung des Boards eine spezielle Auswahl bei den Anschlüssen. So wird auf direkte SATA-Ports verzichtet. Stattdessen sind OCuLink-Anschlüsse vorhanden, die pro Anschluss vier SATA-Laufwerke anbinden können. Auf die Details dazu gehen wir noch ein.

Weiterhin eine Besonderheit ist sicherlich, dass ASRock Rack bei der Ausstattung mit Netzwerk-Schnittstellen einen besonderen Weg geht. Waren Schnittstellen mit 1 GBit/s lange der Standard, finden sich nun immer häufiger Mainboards mit 2,5 oder 5 GBit/s. Auch 10 GBit/s bieten einige Hersteller für ihre Workstation-Modelle an. Beim E3C246D4I-2T werden über einen Intel X550-Controller gleich zwei 10G-BaseT-Anschlüsse zur Verfügung gestellt. Damit steht einer schnellen Netzwerkanbindung natürlich nichts mehr im Wege.

Man muss sich aber auch drüber im Klaren sein, dass man sich mit dem E3C246D4I-2T kein Standardmodell von der Stange kauft und damit geht auch eine gewisse Einschränkungen einher. So ist die Ausgabe einer Onboard-Grafik über den Baseboard Management Controller (BMC) möglich, dazu bietet das Board aber nur einen VGA-Ausgang und viele werden entsprechende Adapter oder Monitore nicht mehr auf dem Schreibtisch liegen bzw. stehen haben.

Auch bei den Prozessoren kann nicht einfach ein x-beliebiges Modell für den LGA1151 ausgewählt werden – zumindest nicht, wenn man alle Funktionen der Plattform nutzen möchte. ASRock Rack führt alle kompatiblen Modellen auf seiner Produktseite auf. Wir haben uns übrigens für einen Intel Xeon E-2136 entschieden.

Die Daten des ASRock Rack E3C246D4I-2T in der Übersicht
Mainboard-Format Mini-ITX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock Rack
E3C246D4I-2T
CPU-Sockel LGA1151
Stromanschlüsse 1x 4-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen -
Preis ab 375 Euro
Webseite ASRock Rack E3C246D4I-2T
 
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel C246
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 2.666 MHz
Speicherausbau max. 128 GB RAM SO-DIMM, ECC-Support
SLI / CrossFire -
 
Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16) über CPU
PCI -
Storage 8x SATA 6 GBit/s (über Chipsatz) + 2x SATA 6 GBit/s (optional)
1x M.2 mit PCIe 3.0 x4 (über Chipsatz)
1x U.2 über OcuLink
USB CPU:
-

Chipsatz:
2x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, Typ-A)
Grafikschnittstellen VGA (BMC)
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN 2x 10 GBit/s (über Intel X550)
1x 1 GBit/s (über Realtek RTL8211E) - IPMI
Audio-Codec
und Anschlüsse
-
FAN- und
WaKü-Header
1x 4-Pin CPU-FAN-Header
2x 4-Pin System-FAN-Header
LED-Beleuchtung -
Onboard-Komfort Unit Identification per Knopfdruck

Die Tabelle der Funktionen des E3C246D4I-2T zeigt die Highlights der Plattform, aber auch die Lücken, die sich hier ergeben, weil nicht Benötigtes einfach weggelassen wird. Dies ist durchaus positiv zu sehen, weil es die Komplexität reduziert, das Board sparsamer macht und sich auf das Notwendige konzentriert.