Seite 8: Fazit

Mit der nunmehr zehnten Maximus-Mainboard-Serie ist ASUS auch bei Intels achter Core-Generation mit zahlreichen verschiedenen Platinen präsent. Den Einstieg in die High-End-ROG-Produktreihe gewährt ASUS mit dem nun getesteten ROG Maximus X Hero zu einem Preis ab 285 Euro. Auf dem ATX-Mainboard wurde von den ASUS-Ingenieuren eine Menge Ausstattung integriert.

Die installierte Coffee-Lake-S-CPU wird von zehn Spulen versorgt, die in unserem Overclocking-Test einen guten Eindruck hinterlassen haben. Für die Overclocking-Session hat ASUS zudem an Onboard-Komfort gedacht, wie einen Power-, Reset-, Safe-Boot- und Retry-Button sowie eine Debug-LED und den proprietären MemOK!-Button. Auch für Extreme-Overclocking ist das Maximus X Hero vorbereitet, denn der Slow- und LN2-Mode sind ebenfalls mit an Bord. Plattformbedingt sind maximal vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verlötet worden, sodass bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher verbaut werden können.

Auf dem ROG Maximus X Hero hat ASUS jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze hinterlassen, sodass der Anwender nach Bedarf selbst bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten draufschnallen kann. Zwei von den großen Schnittstellen wurden direkt an die Coffee-Lake-S-CPU angebunden.

Im USB-Bereich hat ASUS jeweils sechs USB-3.1-Gen1- und USB-2.0-Schnittstellen vorgesehen, hinzu kommen drei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse, von denen einer über den internen Header realisiert wurde. Die in der CPU integrierte Grafikeinheit kann auf Wunsch über einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang angesprochen werden. Intels I219-V-Netzwerkcontroller beschleunigt die Netzwerkpakete auf bis zu 1 GBit/s. Wird die WLAN-Version vom Maximus X Hero gewählt, ist zusätzlich ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul enthalten. Hierfür muss allerdings ein Aufpreis von etwa 20 Euro akzeptiert werden. Mit dem SupremeFX-Audio-Feature hat ASUS zudem einen guten Onboard-Sound-Bereich berücksichtigt.

Neben zwei CPU-FAN- und drei Chassis-FAN-Headern wurde das ROG Maximus X Hero außerdem mit einem WaKü-Pumpen-, High-Amp- sowie einem AIO-Pump-Header ausgestattet. Und sollte das nicht genügen, hält sich auch noch der EXT-FAN-Anschluss bereit. Das entsprechende FAN-Modul liegt allerdings nicht bei. Punkten kann das Maximus X Hero außerdem in Sachen Energie-Effizienz, hierfür empfehlen wir allerdings, ein aktuelles UEFI-BIOS zu flashen.

Mit mindestens 285 Euro gehört das ASUS ROG Maximus X Hero vom Preis her nicht zu den Leichtgewichten. Verglichen mit dem Vorgänger-Modell, dem ROG Maximus IX Hero (Intel Z270) hat ASUS den Preis des Maximus X Hero leicht angehoben. Wer jedoch unbedingt ein ROG-Mainboard der Maximus-Serie sein Eigen nennen möchte, kommt um den minimalen Preis von 285 Euro nicht herum. Alternativ bietet ASUS auch noch die Strix-Mainboard-Serie an, die zu einem günstigeren Kurs angeboten wird. Rein vom technischen Aspekt ist das ROG Maximus X Hero ein sehr guter Unterbau für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus X Hero:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr guten CPU-Spannungsversorgung
  • solide Ausstattung, u.a. sechs SATA-Schnittstellen, sechs USB-3.1-Gen1-Anschlüssen und drei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Energieeffizienz
  • zwei M.2-Schnittstellen
  • umfangreicher Onboard-Sound-Bereich
  • WLAN-ac (867 MBit/s) und Bluetooth 4.2 (nur bei der WLAN-Version)

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus X Hero:

  • hoher Preis

Das ASUS ROG Maximus X Hero ist ein sehr gutes Mainboard für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren, das bis auf den erhöhten Preis keine Schwachstellen gezeigt hat.

 

Persönliche Meinung

Man erkennt die Parallelen zwischen dem ASUS ROG Strix Z370-E Gaming und dem ASUS ROG Maximus X Hero, denn die Ausstattung zwischen beiden Platinen ist ziemlich ähnlich. ASUS hat allerdings für sichtbare Unterschiede gesorgt. Technisch hat mich das ASUS ROG Maximus X Hero absolut überzeugt, der Preis hat es allerdings in sich. (Marcel Niederste-Berg)