Seite 4: Features und Layout (3)

Weiterhin wird auch ein TMDS-Level-Shifter benötigt. MSI setzt unverändert auf den NXP PTN3360DBS, welcher für die Regulierung von 5 Volt auf 3,3 Volt der HDMI-Schnittstelle zuständig ist. Dank HDMI-1.4b-Unterstützung ist er mit aktuellen Medien in der 4K-Auflösung und mit 3D-Inhalten vollständig kompatibel.

Wie zuvor angesprochen, widmen wir uns nun genauer dem Onboard-Komfort. Auf dem Bild oben ist nicht nur eine Diagnostic-LED zu sehen, sondern auch vier Status-LEDs (Debug-EZ) und dazu sechs Spannungsmesspunkte für die folgenden Spannungen: CPU, iGPU, DDR, VCCSA, VCCIO und PCH.

Ferner sind rechts daneben vier kleine Header verfügbar, an denen nachträglich Buttons angeschlossen werden können. Mit dem OC_FS1-Header wird das System bis zum UEFI geladen, ohne dass die OC-Fail-Meldung erscheint. In manchen Fällen kann eine OC-Retry-Funktion hilfreich sein. Damit wird das System mit denselben Overclocking-Settings erneut gestartet. Genau diese Funktion erfüllt der OC_RT1-Header. JSLOW1 und JLN1 werden dazu verwendet, im Falle einer extremen Übertaktung mit Stickstoffkühlung ein lauffähiges System zu erhalten, damit das System problemlos starten kann.

Natürlich sind auch ein Power- und Reset-Button mit an Bord. Rechts benachbart ist der Game-Boost-Knopf, der bereits in der letzten Mainboard-Generation auf einigen Modellen aufzufinden war. Der Knopf kann sowohl gedrückt (Instant-OC-Button) als auch gedreht werden und beinhaltet acht unterschiedliche Stufen mit unterschiedlichen Overclocking-Frequenzen. Diese fallen je nach CPU-Wahl auch unterschiedlich aus.

Bis auf den neuen Core i3-7350K wurden die restlichen K-Modelle berücksichtigt. Sowohl aus der sechsten (Skylake) als auch siebten (Kaby Lake) Core-Generation.

StufeCPU-Frequenz
Kaby LakeSkylake
i7-7700Ki5-7600Ki7-6700Ki5-6600K
Stufe 0  Game-Boost deaktiviert
Stufe 1  4,6 GHz* 4,3 GHz* 4,3 GHz* 4,0 GHz*
Stufe 2  4,7 GHz 4,4 GHz 4,4 GHz 4,1 GHz
Stufe 4  4,8 GHz 4,5 GHz 4,59 GHz 4,28 GHz
Stufe 6  4,9 GHz 4,6 GHz 4,69 GHz 4,38 GHz
Stufe 8  5,0 GHz 4,7 GHz 4,8 GHz 4,5 GHz
Stufe 10  5,1 GHz 4,8 GHz 4,9 GHz 4,6 GHz
Stufe 11  5,2 GHz 4,9 GHz 5,0 GHz 4,7 GHz
* On-The-Fly-Mode: Bei Betätigung des Instant-OC-Buttons wird die CPU ohne Systemneustart übertaktet.

Oben links darüber hält sich der Nuvoton NCT6795D-M als SuperI/O-Chip bereit, um die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten zu überwachen. Unten am PCB-Rand sehen wir auch den zweiten USB-3.1-Gen1-Header.

Unserer Ansicht nach fehlt dem MSI Z270 Gaming M7 die Möglichkeit, zwischen zwei BIOS-ROMs umzuschalten. Davon abgesehen wird nur ein BIOS-ROM geboten. Dieses Feature ist demnach wohl ausschließlich für das MPower/XPower Gaming Titanium reserviert. Ansonsten wurde das ATX-PCB anständig bestückt und das Layout ist durchaus gelungen.

An den üblichen Positionen wurden insgesamt sechs 4-Pin-FAN-Header verlötet, die sich nun auch allesamt steuern lassen. Einer von ihnen ist für den Einsatz einer Wasserpumpe prädestiniert. Dazu muss im UEFI der "Smart FAN Mode" aktiviert werden. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unter der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 % der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 °C und 70 °C festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 % respektive 62,5 % betrieben werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl. Auf uns hinterlässt die Lüftersteuerung einen positiven Eindruck.

MSI hat auch bei den neuen 200-Series-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature übernommen, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz), Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).