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ASRock X99 Professional Gaming i7 im Test - Ein schneller Gaming-Unterbau ohne LED-Beleuchtung

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Seite 6: Stromverbrauch

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock X99 Professional Gaming i7 Gaming hat einige Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen2-Controller, einen USB-3.1-Gen1-Hub und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle schneidet das ASRock X99 Professional Gaming i7 mit einem Verbrauch von 61,1 Watt akzeptabel ab und liegt damit auf dem zweiten Platz. Lediglich das Gigabyte GA-X99-Ultra Gaming kann in diesem Fall noch besser abschneiden.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ein ähnliches Bild zeigt sich mit Cinebench. ASRocks Platine veranschlagte mit dem Restsystem 161,3 Watt, die vergleichsweise niedrig ausfallen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und auch mit Prime95 unter Volllast zeigte sich das X99 Gaming i7 mit 179,4 Watt genügsam. Interessant ist jedoch, dass Gigabytes Gaming-Brett nochmals zehn Watt weniger verbraucht hat.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Eine andere CPU bedeutet meistens auch eine andere Last-CPU-Spannung. Mit der zweiten CPU waren es 1,067 Volt.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wir konnten den USB-3.1-Gen2-Hub, das WLAN- und Bluetooth-Modul und einen LAN-Port deaktivieren. Viel konnte dadurch nicht an Energie eingespart werden. Im Leerlauf waren es lediglich 0,4 Watt weniger.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench zeigte unser Strommessgerät 0,9 Watt weniger an, sodass die Leistungsaufnahme nun bei 160,4 Watt lag.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter voller Belastung mit Prime95 waren es ebenfalls 0,4 Watt weniger. Der Verbrauchsmesser zeigte genau 179 Watt an.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich erwartungsgemäß nichts verändert.

Das ASRock X99 Professional Gaming i7 konnte zwar keine Redaktions-Rekorde aufstellen, doch arbeitet die Platine aus Taiwan nichtsdestotrotz recht effizient und kann die ASUS-Mainboards und den MSI-Unterbau deutlich hinter sich lassen.

 

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Kommentare (16)

#7
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Registriert seit: 18.03.2006
Westerwald
Admiral
Beiträge: 11711
Muss ich meine Schlauchauswahl wohl nochmal überdenken :D Silber passt nicht wirklich zu dem Board!
Ansonsten gefällt mir das Board sehr gut. Mal gucken was der Weihnachtsmann so sagt :)
#8
Registriert seit: 30.08.2015

Obergefreiter
Beiträge: 84
Zitat marques;24973118
Muss ich meine Schlauchauswahl wohl nochmal überdenken :D Silber passt nicht wirklich zu dem Board!
Ansonsten gefällt mir das Board sehr gut. Mal gucken was der Weihnachtsmann so sagt :)


Glaube, dass sich zumindest die optisch eher suboptimalen weiss-roten plastikverzierungen einfach abnehmen lassen, die sind nur draufgesteckt soweit ich das woanders gesehn hab. Technisch habens ja drauf, aber dezenter, stilvoller Farbgeschmack sieht echt anders aus. Aber das schrille liegt denen wohl mehr im Blut als uns ;)
#9
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 29759
Zitat nscience;24972512
Mit gefällt das Taichi auch besser von der Optik. Unterscheiden tun sich beide Boards nur durch 2 Buttons, durch die creative software und die fatality Mausbuchse die wohl noch höhere Pollingraten bieten soll.

und dem Taichi fehlt leider auch der zweite interne USB 3.0 Header.
#10
Registriert seit: 30.08.2015

Obergefreiter
Beiträge: 84
Zitat emissary42;24973311
und dem Taichi fehlt leider auch der zweite interne USB 3.0 Header.


stimmt, danke! war mir nicht aufgefallen. Lötpunkte sind aber auch vorhanden, wird wohl auch verschaltet sein. (wers sich denn zutraut & das bios zudem mitspielt )
#11
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Registriert seit: 07.01.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1287
Schönes aufgeräumtes Board, über die Farbgebung kann man sich streiten. Die Lüftersteuerung im Bios schaut ser gut aus und vorallem verständlich.
Ist es bei dem Board möglich beriets im Bios möglich Lüfter garnicht erst anlaufen zu lassen?
Das nervt mich bei meinen Sabertooth tierisch, dass erstmal 5x NF-F12 2000 PWM industrial und 3x NF-A14 2000 PWM industrial auf voller Pulle losrödeln um dann runterzuregeln, erst im Windows schalten sie sich dann komplet ab.
Auch fehlt mir bei einem solchen Board noch 2x4Pin Lüfteranschlüsse, vorallem da die Steuerung wirklich brauchbar ausschaut.
Vielleicht versuche ich mal die Windows-Software zumindest der Chip der das regelt ist der gleiche wie auf dem Sabertooth. Speedfan hab ich bisher nicht zum laufne bekommen, obwohl der Chip voll unterstützt werden soll.
Neben dem Taichi, das Board was für meinen 5820er in Frage gekommen wäre. Dann ist es jedoch ein gebrauchtes Sabertooth geoworden.
Was mir im Bios aufgefallen ist, sind dort keine Shortcuts mit den F-Tasten möglich
#12
customavatars/avatar189220_1.gif
Registriert seit: 28.02.2013
Vorarlberg
Hauptgefreiter
Beiträge: 191
Ein sehr schönes und sehr gut ausgestattetes Board. Endlich mal ein Board bei welchem auch an die unterschiedlichen Längen der M2 SSD's gedacht wurde (evtl. fällt es mir nur hier auf), zwei USB3-Header verbaut hat und zudem auch mal einheitlich aussehnde Sata-Anschlüsse besitzt. Hm, wenn nun die zwei rot-weiß gestreiften Aufkleber/ Lackierungen nicht da wären, wäre das Ding gekauft. Weiß nur nocht nicht sicher ob das nur eine unterbewusst mir selbst eingeredete Hemmschwelle darstellt, da ja dann noch eine neue CPU und neue Arbeitsspeicher nötig wären, puh, da klingelts dann im Portemonnaie.

Zitat nscience;24973196
Glaube, dass sich zumindest die optisch eher suboptimalen weiss-roten plastikverzierungen einfach abnehmen lassen, die sind nur draufgesteckt soweit ich das woanders gesehn hab.


Autsch, wenn das stimmt, dann rappelts bei mir zu Wheinachten kräftig unterm Baum in Sachen CPU, Motherboard und Arbeitsspeicher. Und die arbeitsfreien Tage werden dann wieder schön für Wakü Umbauarbeiten drauf gehen. :-)
#13
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7921
Ein neues Board und ohne U.2 Schnittstelle? Oder hab ich die übersehen?
#14
customavatars/avatar44313_1.gif
Registriert seit: 06.08.2006
Iserlohn
Flottillenadmiral
Beiträge: 5756
Hab das Board regelmäßig im OC-Vertrieb und bin hellauf begeistert und finde die Corsair PC3200 LPX mit 32 GB Quad als optimale Bestückung, die auch sofort unter XMP im Strap100 laufen.

Habe den Beitrag bzw. Test mal auf Facebook ASRock Deutschland verlinkt :)
#15
Registriert seit: 08.11.2015

Banned
Beiträge: 1381
Zitat Romsky;24982769
Ein neues Board und ohne U.2 Schnittstelle? Oder hab ich die übersehen?


ASRock setzt nicht auf U.2, obwohl so ein Port gerademal ein paar Cents mehr ausmachen...


Zitat nscience;24973113
Jep!* Beide Boards unterstützen offiziell ja auch die Broadwell-EP CPUs* (d.h. auch ECC Ram), was im Test (mho) nicht erwähnt wurde - und son 18 Kerner will ja auch noch gut mit Strom versorgt werden.


Intel Xeon mit Prozessorkerne: 18-Core, Codename: Broadwell-EP Preisvergleich | Geizhals Deutschland

Finde hier net einen 18Kerner der mehr als ~150Watt nuckelt...also standard 6 Phasen VRM dürfte da wohl auch reichen...

Finde die neuen ASRock Bretter einfach nur meh, die alte x99 Charge war da schlicht und auf die Funktion gehalten, die neuen ohne sinnvolle Features und halt null mein Ding.

Danke an Asus für das X99-A II auch wenn Intel noch zeigen muß was Optane an Schnittstellen bieten wird :wink:
#16
customavatars/avatar44313_1.gif
Registriert seit: 06.08.2006
Iserlohn
Flottillenadmiral
Beiträge: 5756
Asus hat mich im Support enttäuscht und hat mir teilweise zu viele Macken. Noch nicht mal Memtest 7.1 im UEFI Mode läuft da und das Design ist ja Geschmacksache und hat nichts mit der Funktionalität zu tun :D

Sonst gibt es ja noch andere X99 Boards von ASRock, die ähnlich aufgebaut sind ;)
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