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EVGA Z170 Classified im Test

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Seite 5: BIOS und Overclocking

BIOS

Seit dem letzten EVGA-Mainboard-Test mit dem Z87 Stinger zeigt sich, dass das Unternehmen an der UEFI-Oberfläche rein gar nichts verändert hat, was allerdings nicht schlecht sein muss. Erfeulich ist, dass sich das BIOS nun mit einer Instant-Flash-Funktion aus aktualisieren lässt. So haben wir das Update von Version 1.01 auf Version 1.04 problemlos durchführen können. Folgende Änderungen wurden dabei mit der Version 1.04 vorgenommen:

  • Added a Windows 7 Installation option in the Boot page of the BIOS. This is to assist with USB support during the installation.
  • Added lower memory frequency options
  • Fix Kingston HX426C15FBK4 2667 8G boot issue
  • Fixed BCLK not being adjustable on first boot after a CMOS reset
  • Improved BCLK OC capatibility
  • Fixed M.2 detection issues on E177 and E179
img_4.jpg
Das UEFI vom EVGA Z170 Classified.

Gleich vorweg werden einige wichtige Daten grafisch aufgelistet. Beispielsweise wird oben links signalisiert, wieviele RAM-Module installiert sind und wie groß die Kapazität pro Modul ausfällt. Demnach ist direkt darunter die Gesamtkapazität sowie die aktuell anliegende Taktfrequenz einsehbar. Ebenfalls nützlich sind immer wieder die aktuellen Spannungsangaben, wie hier VCore und VDIMM. In der goldenen Mitte erhält der Anwender einen Blick auf den aktuellen CPU-Takt. Zusätzlich wird auch angezeigt, wieviele Kerne aktiv sind und ob das Hyper-Threading-Feature eingeschaltet beziehungsweise verfügbar ist. Bleibt noch die rechte Seite übrig, wo Informationen zu den PCIe-Slots angezeigt werden. Im Detail, mit wie vielen Lanes die installierte Erweiterungskarte versorgt und mit welcher PCIe-Generation sie aktuell betrieben wird. Unterhalb davon kann auch noch die VRM- und CPU-Temperatur kontrolliert werden.

Die ganzen einzelnen Einstellungen jedoch finden sich innerhalb der fünf Tabs wieder. Gleich der erste Tab handelt bereits vom Overclocking, wo der Anwender einige (zu wenige) Einstellungen zu diesem Bereich finden wird, um der Hardware zu mehr Takt zu verhelfen. Alle Settings zum Arbeitsspeicher, die ebenfalls weniger umfangreich ausgefallen sind, haben die Kalifornier in einen separaten Tab gepackt. Erfahrene Übertakter kommen mit den groben OC-Einstellungen also definitiv zu kurz. Für Anwender, die sich nicht all zu groß auskennen, reichen die Stellschrauben allerdings absolut aus. Wie bei allen anderen BIOS-Versionen von den anderen Mainboard-Herstellern gibt es eine eigene Seite für die Onboard-Komponenten, hier "Advanced" betitelt. Der "Boot"-Reiter listet alle Einstellungen auf, die den Boot-Vorgang beeinflussen, wie beispielsweise die unabdingbare Boot-Priorität. Übrig bleibt schließlich noch der "Save & Exit"-Menüpunkt, wo auch alle UEFI-Einstellungen in einem Profil abgespeichert werden können.

Generell kommt das Gefühl auf, dass EVGA das BIOS noch nicht finalisiert hat. Besonders bei der CPU-Spannung konnten die Werte nicht so einfach mit der Plus- und Minustaste der Tastatur verändert werden. Zuvor mussten wir einen manuellen Wert eingeben, ab da wir dann mit den beiden Tastatur-Tasten die Spannung regulieren konnten. Noch etwas umständlicher läuft es dagegen bei der Offset-Spannung ab, die mit dem Adaptive-Modus ausgewählt werden kann. Die Range von -500 mV bis +500 mV kann ausschließlich mit der Maus mithilfe der Plus- und Minus-Taste im UEFI-BIOS variiert werden. Hier hätten wir uns gewünscht, dass dies ebenfalls per Tastatur veränderbar ist, wie dies bei der Override-Spannung der Fall ist. Die restliche Bedienung erfolgt per Maus und/oder Tastatur sehr angenehm und schnell.

 

Overclocking

Schauen wir uns nun das Overclocking mit dem EVGA Z170 Classified an.

Generell beherrscht das Z170 Classified Wertveränderungen des BCLKs von 100 MHz bis 340 MHz in 0,05-MHz-Intervallen zu. Einige Konkurrenz-Mainboards gehen da zwar noch etwas feiner zur Sache, jedoch ist die Veränderung des BCLKs dann interessant, wenn auch die letzten Leistungsreserven herausgequetscht werden sollen. Passend dazu kann selbstverständlich auch die CPU-Spannung individuell angepasst werden. Im Override-Modus beträgt der Spielraum 0,800 Volt bis 2,000 Volt. Im Override-Modus sind die Intervalle in sehr feinen 0,001 Volt implementiert worden. Der Offset lässt sich von -500 mV bis +500 mV in 1-mV-Schritten verändern (nur per Maus). Feintuning ist damit also möglich. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des EVGA Z170 Classified in der Übersicht
Base Clock Rate 100,00 MHz bis 340,00MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-500 mV bis +500 mV in 1-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,700 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,950 V bis 1,800 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 1,000 V bis 1,6000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH 1.8V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 33 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit

Den Core i5-6600K konnten wir das erste Mal mit 4,7 GHz stabil betreiben, auch wenn dazu 1,295 Volt laut BIOS nötig waren. Selbst mit 4,8 GHz konnten wir das System zumindest hochfahren, das ebenfalls ein Rekord ist. Die ausgelesene Spannung von CPU-Z scheint in diesem Fall auch fast zu passen, auch wenn die Spannung unter Last noch ein wenig herabgesetzt wird anstatt erhöht.

cpuz2.PNG
Bestes Ergebnis: 4,7 GHz bei 1,295 Volt (Fixed-BIOS-Wert)

In Sachen Overclocking hat das EVGA Z170 Classified demnach einiges auf dem Kasten, auch wenn die Einstellungen im BIOS nicht gerade umfangreich ausgefallen sind.

Auch bei der Skylake-S-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten den Betrieb ohne Verwendung des XMP-Features.

cpuz2.PNG
Das Extreme Memory Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
cpuz2.PNG
Ohne XMP konnten wir
marginal schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme Memory Profile wurde ohne Komplikationen vom System übernommen und lief auch stabil. Auch konnten wir manuelle Werte ohne XMP anwenden, allerdings konnte nur eine Latenz um eine Stufe angezogen werden. Dies kann mit dem Speicher-Controller der neuen CPU zusammenhängen.

EVGA E-Leet Tuning Utility X

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Das E-Leet-Tuning-Utility-X

EVGA packt bei den eigenen Mainboards das E-Leet-Utility-X dazu. Gleich die erste Seite zeigt die gesamten Spezifikationen der CPU auf, deren Anzeige sehr stark an CPU-Z angelehnt ist. Neben der Möglichkeit, die wichtigsten Spannungen, die Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten auszulesen, ist es auch möglich, die CPU und den BCLK zu übertakten. Auch lassen sich die meisten Spannungen über dieses Tool ändern. Zusätzlich hat EVGA einen Prozess-Manager implementiert, mit dem sich die Thread-Verteilung der ganzen Prozesse einstellen lässt.

In der unten aufgeführten Bildergalerie sind nochmal alle UEFI- und E-Leet-Screens einsehbar:

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5372
Was ich persönlich bei dem Board als sehr negativ empfinde, ist die Verteilung der Lanes des PLX-Chips. Wenn ich ein 2-way SLI fahren will, haben beide Karten nur x8, so wie man es auch ohne PLX-Chip hätte. Nur dass in diesem Fall der PLX noch eine gewisse Latenzzeit zusätzlich erzeugt. Bei 3-way haben die Karten x8/x16/x16, wobei beide x16 nur an x8 an der CPU angebunden sind. Müssen beide Karten Daten parallel holen, hat jede Graka effektiv nur x4 zur verfügung. Schlimmer wird es noch bei 4-way, da sinds im schlimmsten Fall nur x8/x2,67/x2,67.

Ich meine vll. haben sich die Ingenieure auch was bei dieser unkonventionellen Aufteilung gedacht, weil eventuell (???) im Realfall eh viele Daten von Graka zu Graka geschickt werden. Das weiß ich nicht, weil ich immer nur Bandbreitentests zu x-way-SLI-Setups mit PLX-Chips gelesen habe. Bei Realbenchmarks wird meist nur auf die Skalierung bei steigender Kartenzahl eingegangen.

Das würde mich bei diesem Board interessieren, wie es im 3-way und 4-way SLI gegen andere mit konventioneller x8/x8/x8/x8 Aufteilung aussieht. Und allgemein ein Test, bei dem ein Skylake gegen einen Haswell-E in 2-way, 3-way und 4-way antritt, man beide CPUs auf gleiche Leistung normiert und man so nur den Unterschied durch die Laneanbindungen sieht. Auch würde mich interessieren, wie groß der duch den PLX-Chip induzierte Inputlag wirklich ist.

Anonsten wäre das für mich der größte Negativpunkt an dem Board.
#2
customavatars/avatar46926_1.gif
Registriert seit: 09.09.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 405
Ein 1151 Board für 500,00 Euro ist ein schlechter Scherz!
#3
customavatars/avatar144745_1.gif
Registriert seit: 07.12.2010
Düsseldorf
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 407
Zitat Agony1976;23923391
Ein 1151 Board für 500,00 Euro ist ein schlechter Scherz!


jepp, legt man nen HUNNI drauf und man hat ein Sockel 2011-3 Board incl. dem 5820K :wall:
#4
customavatars/avatar192568_1.gif
Registriert seit: 26.05.2013

Kapitän zur See
Beiträge: 3199
verstehe nicht warum mainboards die quad SLI unterstützen direkt mondpreise haben.
#5
Registriert seit: 22.04.2013

Obergefreiter
Beiträge: 126
Da "kommt" eins zu viel würde ich sagen.

"Unternehmen kommen aus Kalifornien kommen und haben damit in den USA ihren Hauptsitz."
#6
customavatars/avatar55960_1.gif
Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13200
Ist korrigiert, danke.
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