Seite 4: Features und Layout (3)

Wir setzen unsere Reise mit einem weiteren USB-3.0-Chip fort:

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Als Ergänzung jedoch noch einen ASM1042AE.

Zwei USB-3.0-Buchsen am I/O-Panel arbeiten hingegen über den ASMedia ASM1042AE, der allerdings kein Hub ist, sondern ein eigenständiger Host-Controller. Dafür kann er lediglich zwei USB-3.0-Anschlüsse betreuen, die sich eine Bandbreite von 5 GBit/s teilen müssen. Unter ihm sehen wir etwas verschwommen den zweiten ASM1074-USB-3.0-Hub. Ganz links im Bild hat der Intel-I218-V-Netzwerkcontroller seinen Platz eingenommen. Wie es für einen Gigabit-LAN-Anschluss üblich ist, unterstützt er Bandbreiten bis 1 GBit/s, ist aber auch zu 100 MBit/s und 10 MBit/s abwärtskompatibel. Generell hat sich MSI dieses Mal bewusst gegen eine Killer-NIC entschieden und stattdessen eine Intel-NIC verbaut. Der Grund für die Entscheidung ist, dass der Killer-Netzwerkcontroller den GAMING-Platinen vorbehalten sein soll.

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Der High-Speed-Level-Shifter stammt von NXP.

Speziell für den HDMI-Grafikausgang wird noch ein TMDS-Level-Shifter gebraucht. Der PTN3360DBS kommt aus dem Hause NXP und ist für die Regulierung von 5 Volt auf 3,3 Volt verantwortlich. Dank HDMI1.4b-Unterstützung ist er mit aktuellen Medien in der 4K-Auflösung und sogar mit 3D-Inhalten vollständig kompatibel.

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Eine kleine Besonderheit versteckt sich außerdem unterhalb des CPU-Sockels.

Neben den V-Checkpoints neben den DIMM-Slots, sind weitere Spannungsmesspunkte auf dem PCB existent. Folgende ergänzende Spannungen können ausgelesen werden: CPU_VCOMP, CPU_CORE1, CPU_CORE2, CPU_CORE3, PCH_VCCVRM, PCH_CORE, CPU_VCCIO und CPU_IO. Unter den Messpunkten geht der Chip "6V49325NLO" fast unter, der sich dem BCLK annimmt und auch die weiteren CPU-Straps 1.25 und 1.67 unterstützt.

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Das MSI Z97 MPOWER MAX AC nochmal in der Übersicht.

Verglichen mit dem Z87 MPOWER MAX (AC) sind die Veränderungen nun beim Nachfolger als marginal einzustufen. Zwei USB-3.0-Ports mehr, dafür werden acht Phasen weniger angeboten. Zusätzlich wurde der zweite 8-polige ATX-12V-Stromanschluss nun gegen eine 4-polige Version ausgetauscht. Am Grundlayout wurde jedoch, außer mit den neu hinzugekommenen Wasserkühlungs-Anschlüssen am VRM-Kühler, nichts verändert. Erwähnenswert ist da vielleicht noch die Tatsache, dass der Killer-Netzwerkcontroller nun gegen den aktuellen Intel-I218-V-Netzwerkcontroller ausgetauscht wurde.

An dem Z97 MPOWER MAX AC können maximal fünf Lüfter angeschlossen werden. Dies ermöglichen die fünf 4-Pin-Header, bei denen im UEFI der "Smart FAN Mode" aktiviert werden kann. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unterhalb der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 Prozent der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 Grad und 70 Grad Celsius festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 Prozent respektive 62,5 Prozent beschleunigt werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl.

MSI hat bei den neuen 9-Series-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in sechs Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen), ECO Power (Energieeinsparung durch Deaktivierung nicht benötigter Onboard-Chips).