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Test: ASUS Maximus V Extreme

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Seite 5: Overclocking

Wenn man die ROG-Mainboards sieht, denkt man neben der großen Ausstattung und dem vielen Zubehör vor allem aber ans Overclocking. Selbstverständlich haben wir uns auch die vielen Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus V Extreme angeschaut und den Core i7-3770K übertaktet. Das Maximus V Extreme bietet eine Fülle an Overclocking-Funktionen, dei denen keine Wünsche übrig bleiben. Wie immer gilt - um eine erfolgreiche und stabile Übertaktung zu erzielen, benötigt man neben einer willigen CPU eine adäquate Qualität der Signallaufzeiten und eine angemessene Stromversorgung. Beides lässt sich beim Maximus V Extreme bestätigen.

ASUS zeigt Großzügigkeit beim Maximus V Extreme, wenn es um die Base-Clock-Frequenz geht. Sie lässt sich von 80 bis sage und schreibe 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten einstellen. Da bekannt ist, dass die Sandy- und Ivy-Bridge-Prozessoren überwiegend über den frei wählbaren Multiplikator übertaktet werden, sofern man ein K-Modell sein Eigen nennen darf, ist es uns ein Rätsel, warum ASUS den Referenztakt bis 300 MHz einstellen lässt. Letzterer lässt sich meistens nur um ein paar Stellen nach oben einstellen, bis man von einer Instabilität sprechen kann. Die VCore lässt sich allein im Fixed-Modus von 0,8V bis 1,920V in 0,005V-Schritten konfigurieren, was ebenfalls eine große Reichweite ist. In Sachen Load Line Calibration kann sich der Käufer zwischen folgenden Modi entscheiden: Auto, Regular, Medium, High, Ultra High und Extreme. In manchen Fällen ist es von Vorteil, die Load Line Calibration zu aktivieren, auch wenn Intel den VDroop absichtlich eingeführt hat, um den Prozessor vor möglichen Spannungsspitzen zu schützen.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus V Extreme in der Übersicht
Base Clock Rate 80 bis 300 MHz in 0,01 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,90000 V bis 1,55000 V in 0,00625-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 1,25000 V bis 2,50000 V in 0,00625-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,80000 V bis 1,60000 V in 0,00625-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen

2nd VCCIO, VCCSA, Skew Driving, VTT DDR, IMC-DRAM Offset (Sign),
DRAM DATA REF, DRAM CTRL REF

Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 35 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans
Digi+ Power Control, LLC (Auto, Regular, Medium, High, Ultra High, Extreme)
Xtreme Tweaking, SPI Booster

ASUS gibt selbstverständlich auch ein Overclocking-Tool mit auf den Weg, mit dem man viele Einstellungen unter der Windows-Oberfläche treffen kann. Das Tool nennt sich "ASUS AI Suite II". Darunter sind viele kleine Tools aufrufbar wie "Digi+ Power Control", mit dem man die Phasen und die Load Line Calibration feintunen kann. "TurboV EVO", womit man auch eine schnelle, aber auch unpräzise Übertaktung erzielen, die Spannungen abändern und die Turbostufen konfigurieren kann. Auch die Lüfter lassen sich unter dem Punkt "FAN Xpert 2" über Windows auf die eigenen Bedürfnisse fixieren. Wir haben in der folgendenen Bildergalerie alle Overclocking-Funktionen aus dem BIOS samt der ASUS AI Suite zusammengefasst.

Da wir bereits aus vergangenen Mainboard-Tests wissen, macht unser Core i7-3770K ein Booten mit dem Multiplikator 47 mit, auch wenn es nicht stabil war. Dasselbe auch beim ASUS Maximus V Extreme. Windows 7 konnte mit dem Multiplikator 47 booten. Nachdem wir allerdings Prime95 angeschmissen haben, war Zapfenstreich! Haben wir den Multiplikator 46 fixiert, arbeitete das System fleißig weiter. Mit genügend Zeit und Geduld hätte man die 4,7 GHz sicherlich stabil bekommen können. Dennoch ist das Grundergebnis von 4,7 GHz bootstable kein all zu schlechtes Ergebnis.

cpu_z2.PNG

Es lässt sich gut erkennen, dass die Parameter zur vollsten Zufriedenheit ihre Arbeit verrichten. Bei manchen Mainboards kann man eine ungenaue Base-Clock-Frequenz erkennen, als im BIOS eingestellt wurde. Laut CPU-Z taktet der Referenztakt beim Maximus V Extreme genau mit 100 MHz. Insgesamt lassen sich sehr viele, tiefgründige Einstellungen finden, um zu einem erfolgreichen und stabilen Overclocking-Betrieb zu gelangen. Auch wenn der Preis für das Maximus V Extreme nicht gerade gering ist, bekommt man dafür das volle Programm an Overclocking-Features mit auf den Weg!

 

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Kommentare (17)

#8
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Wie jetzt Auto Einstellungen, da bekommst du das nicht hin!
Testen, ist ja nicht mein erstes Mainboard.

Und nein ich meine keinen 37XX oder 35XX die haben einen besseren Speichercontroller, da sollte die 2133Mhz RAM Einstellungen keine Probleme mehr darstellen.
#9
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Registriert seit: 04.05.2001
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Chefredakteur
Beiträge: 30969
Nur zur Info, ich habe Hasler nach einer Diskussion in mehreren privaten Nachrichten gesperrt.
#10
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Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
Warum wird man gleich gesperrt wenn man von diesem Mainboard keineswegs überzeugt ist?
Ich bin mit meinem P8Z77-V, was ja auch erst ab 150€ losgeht, auch nicht zufrieden wegen gleich mehreren Sachen die man so einfach hätte besser machen können (mein altes P5H DH Delux konnte es besser).
325€ finde ich, trotz der Ausstattung, einfach viel zu teuer und ist wirklich nur was für Freaks. Viel wichtiger also so ein Prestigemainboard würde ich finden wenn man bei der Mittelklasse wirklich mal alles durchtestet und nicht nur paar Benches hier und paar Bilder da machen würde. Erst im Detail findet man oft Probleme und Eigenarten die ich erst zu spät entdeckt habe....
#11
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Manche Leute lernen es nie....

Kritik sollte immer sachlich sein und sich an Fakten halten. Ein gewisses Grundwissen in dem kritisierten Fachbereich sollte zumindest ebenfalls vorhanden sein. *Kurzfassung*

Bevor ich mir aus beruflichen Gründen eine Zeit lang ein ein Gaming-Notebook für unterwegs zugelegt hatte, besaß ich ebenfalls ein Asus Maximus 4 Extreme. Die Übertaktungseigenschaften und die Stabilität waren 1A. Wahrscheinlich hätte ich das Mb. heute noch, wenn die Umstände anders gewesen wären.


Themawechsel:
Zitat
Für diesen Preis erhält man aber auch einiges, was man bei dem hohen Preis nicht außer Acht lassen sollte. High-End geht eben ins Geld und wird niemals günstig zu haben sein.


Dem möchte ich mal teilweise widersprechen. Nach einem ausführlichen Test kann ich sagen, das es zumindest meiner Meinung nach ein Mainboard gibt, was zwar nicht ganz an die Eigenschaften des Asus M5E heran reicht, aber fast. Und das auch noch für ca. 100 € weniger. Und dies ist das ASRock Z77 OC Formula. :)

Ansonsten, ein guter und ausführlicher Testbericht, danke!


Gruß

Heinrich
#12
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Beiträge: 19222
Das Formula OC kann auch eher als Konkurrenz zum M5F gesehen werden. Das Extrem hat doch einige Unterschiede, welche den Preis treiben ( die Zusatzchips für die PCI-E Lanes ) usw. Da würde der Vergleich etwas hinken.
Das Extrem ist halt auf massives OC in Verbindung mit Multi-GPU ausgelegt. Das M5F/Formula OC halt auch für massiv OC, aber maximal 2 GPUs.
#13
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Natürlich hinkt mein Vergleich etwas. Die zusätzlichen Features des M5E haben aber wirklich nur im Extremfall ;) ihren Sinn. Als Beispiel: Mehr wie zwei Grafikarten in SLI/Crossfire ist von der daraus resultierenden zusätzlichen Leistung her etwas unsinnig. Die Anbindung der Grafikkarten über 2x 8 PCI-E Lanes ist auch nicht wesentlich langsamer als über 2x 16 PCI-E Lanes, wobei durch den Zusatzchip des M5E die Lantenzzeiten auch etwas erhöht sein sollten, zumindest war das beim MIVE so.

Aber darüber kann man Endlos diskutieren, es kann sich ja jeder das Mainboard aussuchen, was ihm mehr zusagt und der Geldbeutel zulässt. Die Auswahlmöglichkeit ist ja vorhanden.


Gruß

Heinrich
#14
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Beiträge: 19222
Wie ich sagte, bei 2 GPUs seh ich vom Sinn her auch eher die "kleinen" Bretter im Vorteil. Das Extreme richtet sich halt wirklich an die Extremübertakter die auf 4-Wege gehen wollen. Ansonsten zählt wohl eher der "Haben-wollen"-Faktor, da hast du wohl recht ;)
#15
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Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30969
@Numrollen: Hasler ist nicht gesperrt worden, weil er das Board nicht gut fand, sondern wegen unsachgemäßer Vorwürfe.
#16
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28994
Zitat Punk Sods;19473862
Die Anbindung der Grafikkarten über 2x 8 PCI-E Lanes ist auch nicht wesentlich langsamer als über 2x 16 PCI-E Lanes, wobei durch den Zusatzchip des M5E die Lantenzzeiten auch etwas erhöht sein sollten, zumindest war das beim MIVE so.

Auf dem M5E hat man die Möglichkeit sowohl zwei Karten mit nativer Anbindung, als auch ein 4-Way Setup mit je mindestens 8 Lanes zu betreiben (Win/Win). Aber wie schon geschrieben wurde, haben beides Modelle ihre ganz eigene Zielgruppe. Gerade für ASRock war ein solider Einstieg mit dem OC Formula sicherlich wichtiger, als sich vielleicht mit einem Biegen und Brechen Modell zu vergaloppieren. Das war damals schon das Problem beim Gigabyte X58A-OC, welches kein schlechtes Mainboard ist, nur eben sehr sehr speziell.
#17
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Das sehe ich genau so.

Besser eine solide Plattform mit etwas weniger Features als viele Features mit viel Ärger und den Einstieg im gehobenen OC Segment vergeigen.. ;)

Also hat das M5E im Prinzip die gleichen Möglichkeiten bei den Grafikkarten wie das MIVE. Entweder 2x 8 Lanes nativ oder 2x 16 Lanes über den Zusatzchip. Soweit ich mich erinnere gingen 3x 8 Lanes auch noch, ich hatte mal 3 GTX 570 dabei eingebaut. Aber das ist Schnee von gestern. :p

Ich bin mal gespannt, ob das M5E genau so viel Anklang findet wie das MIVE. Eigentlich müsste das so sein.


Gruß

Heinrich
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