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Da das letzte Maximus Extreme-Mainboard mit Intels Z68-Chipsatz ausgestattet wurde, ist es rein logischer Natur, dass auf dem aktuellen Sprössling der Z77-Chipsatz seine Arbeit leistet. Wie auch alle anderen Z77-Mainboards der diversen Mainboard-Hersteller genießt auch das Maximus V Extreme alle Eigenschaften, die auch bereits der Z68-Chipsatz beherrscht. Mit einer Ausnahme: Das Maximus V Extreme ist das erste ROG-Mainboard mit nativer USB-3.0-Unterstützung. Mit hinzu zählen darf sich auch das SSD-Caching und die Intel Smart Response Technology.

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Ein 10+2 Phasendesign übernimmt die CPU- und RAM-Spannung.

Der Bereich um den CPU-Sockel ist reichlich bestückt. Die großen, passiven MOSFET-Kühlkörper ragen ganz schön in die Höhe und überdecken sogar die Phasen. Zu erkennen sind hier insgesamt zwölf Phasen. Damit kann ASUS zwar nicht das Phasen-Wettrennen teilnehmen, das Gigabyte und andere Hersteller mit 24 oder sogar über 30 Phasen abliefern, in der Regel zeigte sich in unseren Tests aber, dass mehr Phasen nicht unbedingt einen Sinn im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit oder Stromspareffekte haben, sondern eine qualitativ hochwertige Lösung mit weniger Phasen oftmals besser sein kann.

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Die vier roten PCIe-3.0-x16-Slots lassen sich über den kleinen roten Switch einzelnt deaktivieren.

Für Overclocker ist dieses Bild ein Traum schlechthin. Am rechten oberen Ende des Mainboards ist ein Power- und Reset-Button zu finden. Direkt darunter befinden sich die Messpunkte zum Ablesen der wichtigsten Spannungen: CPU, iGPU, DRAM, I/O, PLL, PCH, V1-Core, V1-PLL und V2-MEM. In der äußersten Ecke wurde eine Debug-LED untergebracht, um den aktuellen Status des Mainboards einzusehen und eventuelle Fehler leichter zu identifizieren. Mit den DIP-Schaltern lassen sich die PCIe-Slots einfach abschalten. Zudem sind ein Voltage-Umschalter und der MemOK-Button vorhanden.

Das ASUS Maximus V Extreme unterstützt, wie auch alle anderen Z77-Mainboards maximal 32 GB Arbeitsspeicher, die mit maximal acht GB-Modulen auf die vorhandenen vier DIMM-Slots positioniert werden können.

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CrossFireX und 4-Way-SLI stellen für das Maximus V Extreme kein Problem dar.

Zu einem schwarzen PCB passen rot gefärbte Erweiterungsslots bestens dazu. So sieht es auch ASUS. Wie zu erkennen, bietet unser Testsample fünf PCIe-3.0-x16-Slots. Die vier roten sind für CrossFireX und 4-Way-SLI bestens positioniert. So kann man problemlos bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten verbauen. Nur ist dann auch alles bereits ausgefüllt, bzw. die restlichen beiden Slots sind nicht mehr zu gebrauchen.

Der PLX8747 von PLX-Tech sorgt für die Aufteilung der PCIe-Lanes der CPU auf die vier Slots. Er splittet die 16 PCIe 3.0-Lanes auf in maximal vier Ports mit je acht Lanes. Der PLX8747 kann also insgesamt 48 Lanes verwalten (16 zur CPU, jeweils 4x 8 Lanes zu den Slots). Wenn eine Sandy-Bridge-CPU eingesetzt ist, läuft er abwärtskompatibel im PCIe-2.0-Betrieb, mit Ivy Bridge läuft er im PCIe-3.0-Betrieb.

Zwischen den beiden linken roten PCIe-Slots befindet sich der PEX 8608 von PLX-Tech. Es handelt sich dabei um einen PCIe-Gen2-Switch, der acht Ports verwalten kann. Dieser zusätzliche PCIe-Switch dient dazu, die Lanes des Z77 aufzusplitten, da ASUS eine Vielzahl von Onboard-Komponenten anbinden muss. Da das Maximus V Extreme nun sogar zwei PLX-Brücken enthält, ist auch schon klar, dass es beim Stromverbrauch nicht zu den allergünstigsten Platinen gehören wird.

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Mit dabei ist Subzero Sense für Extreme-Overclocking mit LN2.

ASUS macht es beim Maximus V Extreme etwas anders als die Konkurrenz und verbaut gleich sechs SATA-6G-Schnittstellen. Gewohnt ist man eher maximal vier SATA-6G-Buchsen und weitere vier SATA-3G-Anschlüsse. Nein, beim Maximus V Extreme sind die beiden SATA-3G-Ports in der Minderheit. Zwei SATA-6G-Konnektoren werden über den Z77-Chipsatz gespeist, die anderen vier werden von zwei ASM1061-SATA-Controllern kontrolliert. Links in der Ecke ist ein kleiner roter Button zu sehen. Das ist ein BIOS-Switch, mit dem man zwischen den beiden dedizierten BIOS-ROMs umschalten kann.