Seite 2: Layout und Features (1)

Schauen wir uns zunächst die Anschlüsse und Schalter beim I/O-Shield etwas genauer an. Auf der Rückseite des Boards finden wir von links nach rechts betrachtet folgende Ports:

Die Anschlüsse am ASUS-Board
Die Anschlüsse auf der I/O-Blende des Boards
  • CMOS-Reset
  • ROG-Taster
  • 4x USB 2.0 (1x davon als ROG-Verbindung nutzbar)
  • 1x eSATA 3G
  • Optischer S/PDIF Ausgang
  • 4x USB 3.0
  • 1x HDMI
  • 1x DisplayPort
  • 1x LAN (RJ45)
  • 6x Audio Ein- und Ausgänge

Im Endeffekt sieht es so aus, als würde ASUS etwas Raum verschenken - beim CMOS-Reset-Schalter und dem ROG-Taster ist noch eine Menge Platz. Diesen hat man allerdings für den dahinter liegenden mPCIE-Adapter reserviert, um hier beispielsweise Kabel für mPCIe-WLAN-Adapter nach außen zu führen.

Das Vorhandensein eines separaten CMOS-Switches ist durchaus praktisch: Es lässt sich somit auf einfache Art und Weise das BIOS wieder zurückstellen. Das umständliche Herausnehmen der Batterie gehört somit der Vergangenheit an, allerdings lässt sich durch den Schalter auch einmal versehentlich der CMOS löschen.

Der ROG-Taster ermöglicht das Umschalten von einem der vier USB2.0-Ports in den ROG-Betrieb. Durch ein Tool wird beim Anschluss mit dem beiliegenden weißen USB-Kabel eine Verbindung zu einem anderen Rechner etabliert, mit dem der PC ferngewartet werden kann. Hier kann man dann auch den CPU-Takt, die Spannung und andere Overclockingwerte verändern oder aber ein neues BIOS aufflashen. Diese Vorgehensweise ist jedoch im Alltag etwas ungewöhnlich, denn normalerweise stellt man alle Werte im BIOS direkt ein. ASUS schafft die externe Lösung jedoch für Hardcore-Übertakter, die mit einem Notebook "live" die Taktfrequenz der CPU abändern wollen, um in einzelnen Benchmark-Bereichen bessere Ergebnisse zu erreichen.

Ferner gibt es je vier USB-2.0- und vier USB-3.0-Schnittstellen, wobei letztgenannte einen weitaus höheren Datendurchsatz besitzen. Dies macht aktuell jedoch nur bei USB-3.0-Speichermedien Sinn. Ein Drucker oder eine Maus würde hier keinen Vorteil nutzen. Entsprechend empfiehlt es sich, langsamere Peripherie über den USB2.0-Port anzubinden. Der eSATA-3G-Port verfügt zwar nicht über SATA 6G, kann jedoch auch externe Festplatten mit bis zu 150 MB/s ansprechen, was immer noch ein ordentlicher Wert ist. Er ist damit aber langsamer als die USB-3.0-Anbindung. Die beiden Anschlüsse, die über den ASMedia-Chip laufen und nicht über Intels Z77, erlauben es, per USB 3.0 eine Akkuladeunterstützung im BIOS zu aktivieren. Somit kann auch bei ausgeschaltetem Rechner per USB z.B. ein Handy aufgeladen werden.

Um die integrierte Grafik der Ivy- oder Sandy-Bridge-CPUs nutzen zu können, benötigt das Board auch einen Monitoranschluss. Hier bietet ASUS HDMI und Displayport. Beide Anschlüsse greifen auf die interne Grafiklösung der Ivy-Bridge zu. Nahezu jeder TFT nutzt mittlerweile HDMI, auch der Fernseher kann so einfach verbunden werden. Dass Display-Port aber auch geboten wird, schafft eine gewisse Flexibilität.

LAN-Anschluß auf dem I/O-Shield
Zwei PCIe-Steckplätze sorgen bei Bedarf für ausreichend Grafikpower

Dem Spieler eröffnet sich durch die zwei PCIe-x16-Slots die Möglichkeit, zwei Grafikkarten einzusetzen. Sowohl NVIDIAs SLI als auch AMDs CrossFireX kann mit jeweils x8/x8-Lanes betrieben werden. Der Z77-Chipsatz bietet insgesamt 16 Lanes, die aufgeteilt werden können. Wird nur eine Grafikkarte eingesetzt, so läuft diese mit voller Anbindung. Selbst mit x8 sollte die Bandbreite aber mehr als ausreichen, wenn eine PCIe-3.0-Karte eingesetzt und eine Ivy-Bridge-CPU verwendet wird.

LAN-Anschluß auf dem I/O-Shield
Das Board verfügt über einen GBit LAN-Anschluss

Das ASUS Maximus V Gene verfügt über einen GBit-LAN, wobei ASUS den sehr guten Intel 82579V verbaut. Dieser wird mit dem allgemeinen Treiber von Intel sofort erkannt. Der Chip ist ein Physical Layer und wird direkt an den Z77 angebunden - somit geht keine PCI-Express-Lane der Southbridge für den Gigabit-NIC verloren.

  SupremeFX III  
Durch den SupremeFX III-Chip bietet das Board 8-Kanal Digital-Audio

Der SupremeFX-III-Chip ist für den Sound zuständig und versteckt sich unter der silbernen Blende. Die Buchsen an der I/O-Blende können je nach Soundkonfiguration wie folgt genutzt werden:

Port

Headset 2-channel 4-channel 6-channel 8-channel
hellblau Line In Line In Line In Line In
hellgrün Line Out Front Speaker Out Front Speaker Out Front Speaaker Out
pink Mic In Mic In Mic In Mic In
orange - - Center/Subwoofer Center/Subwoofer
schwarz - Rear Speaker Out Rear Speaker Out Rear Speaker Out
grau - - Side Speaker Out

Alternativ gibt es auch einen optischen Digitalausgang.

ASUS nutzt zwar die Treiber und Software-Bibliotheken von Creative wie EAX 5.0, der eingesetzte Chip ist aber kein Creative-Chip, sondern ein normaler Realtek ALC898. Diesem hat man allerdings besondere Kondensatoren zur Seite gestellt, um die Audio-Qualität im Analogbereich anzuheben. Insofern ist der Audio-Chip auch eine der besseren Onboard-Lösungen, allerdings kein "echter" Creative-Chip.