Seite 1: Intel NUC 11 Extreme Beast Canyon im Test - Der Tiger beißt in den Desktop

nuc11-extremeNachdem in der vergangenen Woche bereits alle technischen Daten zum Intel NUC 11 Extreme Beast Canyon aufgetaucht sind, können wir uns heute dem eigentlichen Test des Beast Canyon widmen. Der Mini-PC geht noch einmal einen anderen Weg der NUC 9 Extreme, der hinsichtlich der Grafikkarte einige Einschränkungen aufzuweisen hatte. Diese will Intel beim NUC 11 Extreme nicht eingehen und wählt zudem einen Prozessor, den es so eigentlich gar nicht geben sollte. Aber zu all diesen Details kommen wir auf den nächsten Seiten.

Zur Computex kündigte Intel mit dem Beast Canyon einen neuen, leistungsstarken NUC 11 Extreme an, der unter anderem eine ATX-Grafikkarte mit voller Länge aufnehmen soll. Was genau passt, auch dazu dann später mehr. Eine weitere Besonderheit des NUC 11 Extreme Beast Canyon ist im Prozessor zu sehen. Bisher verwendete Intel hier immer Notebook-Prozessoren. Dieses Mal sind es mit dem Core i7-11700B und Core i9-11900KB besondere Modelle, denn es handelt sich eigentlich ebenfalls um Notebook-Prozessoren, die allerdings mit einer TDP von 65 W deutlich mehr Spielraum bekommen. Die vermeldete dritte Option in Form des Core i5-11400H (klassischer Tiger Lake-H45 mit sechs Kernen, 4,5 GHz Maximaltakt, gefertigt in 10 nm SuperFin) taucht in den Datenblättern nun nicht mehr auf.

Ob man bei den beiden Core i7-11700B und Core i9-11900KB nun vom ersten "Desktop-Prozessor", der in 10 nm gefertigt wurde, sprechen kann, sei einmal dahingestellt. Intel lötet hier einen Core i9-11980H(K) auf ein PCB des Compute Modul. Das K-Modell bekommt auch hier bereits 65 W an Spielraum geboten.

Der Core i9-11900KB kann zwei seiner Kerne mit 5 GHz arbeiten lassen, bis zu vier Kerne kommen unter Last auf 4,8 GHz und bis zu sechs Kerne auf 4,7 GHz. Stehen alle acht Kerne unter Volllast, kommen diese auf 4,5 GHz. Das PL1 liegt bei 65 W, das PL2 bei 109 W.

Den Prozessor werden wir uns den CPU-Benchmarks genauer anschauen. Die GPU-Leistung ist natürlich maßgeblich von der verbauten Grafikkarte abhängig und auch dazu wird es einige Vergleichsbenchmarks geben, denn wir haben den NUC 11 Extreme Beast Canyon nicht nur mit der GeForce RTX 3060 getestet, die verbaut war.

Uns stand das Komplettsystem mit folgender Ausstattung zur Verfügung:

Die technischen Daten des NUC 11 Extreme Beast Canyon
Modell: Intel NUC 11 Extreme Beast Canyon
Straßenpreis: -
Technische Daten
Prozessor Intel Core i9-11900KB
Chipsatz Intel WM590
Arbeitsspeicher 2x 16 GB DDR4-3200
bis zu 64 GB DDR4-3200 (SO-DIMM)
integrierte GPU 2x Thunderbolt 4
1x HDMI 2.0a
PCI-Express 1x PCI-Express 4.0 x16
Dual-Slot-Karte mit einer Länge von 305 mm
1x PCI-Express 4.0 x4 (exlusiv)
1x PCI-Express 4.0 x4 (GPU-Slot fällt dann auf x8 zurück)
2x PCI-Express 3.0 x1

NVMe-SSDs

2x M.2 x4 über CPU
2x M.2 x1 über PCH
SATA -
USB 8x USB 3.2 Gen2
Ethernet 1x Ethernet Controller (2.500 MBit/s)
WLAN Intel Wi-Fi 6 AX200
weitere Anschlüsse 3,5 mm Klinke
Abmessungen 190 x 120 x 355 mm
internes Netzteil 650 W

Verbaut war ein Compute Element mit dem Core i9-11900KB – also die High-End-Ausstattung. Dem Prozessor zur Seite stehen 2x DDR4-3200 HyperX Impact SO-DIMMs und eine Sabrent Rocket mit 500 GB, die über vier PCI-Express-4.0-Lanes angebunden ist. Der Arbeitsspeicher kann auf bis zu 64 GB ausgebaut werden. Bei den SSDs stehen insgesamt drei M.2-Slots bereit, die bestückt werden können. Die ASUS Dual GeForce RTX 3060 sitzt im PCI-Express-Steckplatz, der die weiteren 16 PCI-Express-4.0-Lanes des Prozessors verwendet. Ein 650-W-Netzteil von FSP versorgt alle Komponenten. Auf die Details der Kühlung gehen wir noch ein, wenn wir uns den NUC 11 Extreme Beast Canyon genauer anschauen.

Konkrete Preise zum NUC 11 Extreme Beast Canyon konnte uns Intel nicht nennen. Man verweist darauf, dass man die UVPs für die verschiedenen Märkte nicht bestimme. "Die erwartete Preisspanne für das NUC 11 Extreme Kit Core i7 und i9 liegt laut Intel-Angaben voraussichtlich zwischen 1150 und 1350 US-Dollar." – so Intel.