Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

Viel wichtiger für den Gamer ist natürlich die Grafikkarte. Hier haben wir uns für eine MSI GeForce GTX 1070 Armor OC entschieden. Sie basiert wie die GeForce GTX 1080 auf der GP104-GPU, welche allerdings etwas abgespeckt wurde, aber weiterhin 7,2 Milliarden Transistoren unterhält und im 16-nm-FinFET-Verfahren gefertigt wird. Statt der vier Graphics Processing Cluster gibt es derer nur noch drei. Jeder GPC setzt sich aus fünf Streaming-Multiprozessoren mit je zwei SM-Blöcken mit jeweils 64 Shadereinheiten zusammen. Die Zahl der Recheneinheiten sinkt damit von 2.560 auf 1.920 Shadereinheiten (3 x 5 x 2 x 64). Dazu gibt es 120 Textureinheiten und einen 8 GB großen GDDR5-Videospeicher, welcher über acht 64-Bit-Controller und damit über einen 256 Bit breiten Datenbus kommunizieren darf. Die Taktraten hat MSI im Vergleich zur Founders Edition von NVIDIA leicht nach oben geschraubt. Unsere MSI GeForce GTX 1070 Armor OC macht sich statt mit 1.506/1.683/2.500 mit 1.556/1.746/2.500 MHz an die Arbeit.

Kostenpunkt für unseren 3D-Beschleuniger: 443 Euro. Eine mögliche Alternative für AMD-Fans wäre beispielsweise die Sapphire Radeon RX 480 Nitro+. Etwas günstiger ist hingegen die Gigabyte GeForce GTX 1060 WindForce OC 6GB. Doch Vorsicht: 6 GB sollten es schon sein!

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

Eine Nummer größer gibt es auch für das Netzteil. Wir haben die Ausgangsleistung von 400 auf 500 W erhöht und unserem 1.300-Euro-Rechner somit etwas Puffer verschafft. Das be quiet! Straight Power 10-CM verfügt über vier 12-V-Leitungen, die jeweils 18 Ampere zur Verfügung stellen, während die kleineren 3,3- und 5,0-V-Schienen je 24 Ampere zur Verfügung stellen. Auf Temperatur gehalten wird der ATX-Stromspender über einen 135-mm-Lüfter, welcher laut Hersteller mit maximal 15 dB(A) flüsterleise arbeiten soll. Dank des modularen Kabelmanagements unserer CM-Version hängen auch nur die tatsächlich benötigten Kabel im System und hier liefert be quiet! reichlich mit. Neben den üblichen Steckern für Mainboard und Prozessor gibt es zwei 6+2-Pin-Stecker für die Grafikkarten, neun SATA-Stecker, drei 4-Pin-Molex- und einen älteren Floppy-Stecker. Das be quiet! Straight Power 10-CM ist zudem 80Plus-Gold zertifiziert und zeigt sich damit besonders effizient.

Preislich muss man dafür aktuell rund 90 Euro einplanen. Mögliche Alternativen sind das Enermax Platimax DF 600W und das Thermaltake Smart DPS G 600W.

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

Beim Massenspeicher rüsten wir im Vergleich zum 600-Euro-System ebenfalls auf. Hier entschieden wir uns nicht nur für ein Modell mit doppelter Speichermenge, sondern auch für einen zusätzlichen Magnetspeicher. Neben der Western Digital Blue mit 1 TB im 3,5-Zoll-Format haben wir eine Crucial MX200 mit 500 GB Speicher installiert. Das 2,5-Zoll-Laufwerk soll sequentielle Lese- und Schreibraten von 555 respektive 500 MB/s erreichen.

Preislich müssen dafür 45 und 140 Euro auf den Ladentisch gelegt werden. Wer mehr Speicher benötigt, kann alternativ zur Seagate Barracuda 7200.14 mit 2 TB oder zur OCZ Trion 150 mit 480 GB Speicher greifen.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

Beim Gehäuse setzen wir dieses Mal auf ein eher seltenes Modell. Das Cooltek Jonsbo UMX4 ist ein kompakter Midi-Tower mit einem schlichten Design aber hochwertigen Materialien. Ein Seitenfenster gibt es zwar nicht, dafür sind die gesamte Front und die beiden Seitenteile komplett aus gebürstetem Aluminium. Im Inneren nimmt es zwei 3,5-Zoll-Laufwerke und vier 2,5-Zoll-SSDs bzw. -Festplatten auf. Das Netzteil wird gedreht in der Front untergebracht, direkt darunter die Laufwerke. Dahinter in einer eigenen Kühlkammer das Mainboard sowie die restlichen Komponenten. Während im Deckel zwei 120-mm-Lüfter montiert sind, ist an der Rückwand ein weiteres 120-mm-Modell installiert. Optional können am Boden zwei weitere 120-mm-Rotoren untergebracht werden.

In unserem Preisvergleich werden dafür aktuell rund 140 Euro fällig. Mögliche Alternativen sind hier das Aerocool P7-C1 und das Nanoxia Deep Silence 1 Rev. B.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten.