Seite 2: Die Hardware im Detail I

Der Prozessor:

Bei unserem zweiten System machen wir aus einem Core-i3-Prozessor ein höherwertigeres i5-Modell. Der Intel Core i5-6600K verfügt über doppelt so viele Kerne, die allerdings auf HyperThreading-Unterstützung verzichten müssen. Dabei machen sie sich mit einer Geschwindigkeit von 3,5 GHz ans Werk. Je nach Auslastung können sich einzelne Kerne im Turbo auf bis zu 3,9 GHz beschleunigen. Dazu gibt es einen 6 MB großen L3-Cache sowie ebenfalls die integrierte Intel HD Graphics 530, welche in unserem Fall aber natürlich nicht genutzt wird. Gefertigt wird die Skylake-CPU im 14-nm-Prozess, die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 91 W. Übertakter dürfen sich freuen: Dank des "K"-Kürzels kann der Multiplikator auch nach oben hin geöffnet werden, was ein Overclocking und damit höhere Taktraten einfacher macht. Preislich werden für die CPU aber keine 60 Euro mehr ausgerufen, sondern stolze 230 Euro.  

Wer auf das Overclocking verzichten kann und noch ein klein wenig mehr ausgeben möchte, der kann mit dem Intel Core i7-6700 oder gar dem K-Flaggschiff auch zu einem höherwertigeren Core-i7-Modell greifen. 

Mögliche Alternativen:

Weitere CPU-Tests finden sich unter in unserer Prozessoren-Kategorie.

 

Der CPU-Kühler:

Die 91 W unseres Intel Core i5-6600K erfordern einen leistungsstärkeren Kühler. Wir haben uns für den Enermax ETS-T50 AXE entschieden, der für eine TDP von bis zu 250 W konzipiert ist und vor allem durch seinen dreifarbigen Vegas-LED-Lüfter auffällt. Er lässt sich per PWM regeln und soll sich mit einer Geräuschkulisse von gerade einmal 25 dB(A) ans Werk machen. Zudem verfügt er über eine schicke Beleuchtung. Der Kühler selbst stellt insgesamt fünf 6-mm-Heatpipes bereit, die in direktem Kontakt zum IHS des Prozessors stehen und die Abwärme an die zahlreichen Kühlrippen weiterleiten. Der Tower-Kühler bringt gut 860 g auf die Wage und dürfte unseren Skylake-Prozessor hervorragend kühlen – selbst für Overclocking-Versuche dürfte noch einiges an Potential vorhanden sein. Mögliche Alternativen wären der Thermalright HR-02 Macho oder der Dark Rock Pro 3 von be quiet!.

Mögliche Alternativen:

Weitere Kühler-Tests finden sich in unserer Kühlungs-Kategorie.

 

Das Mainboard:

All das findet auf einem ASRock Z170 Extreme4 zusammen. Im Hinblick auf unseren K-Prozessor ist der höherwertige Z170-Chipsatz notwendig. Das ATX-Mainboard verfügt über drei PCI-Express-3.0-Steckplätze für Grafikkarten, kann aber auch kleinere x1-Steckkarten aufnehmen. Unterstützung für Quad-SLI gibt es ebenso wie für 3-Way-CrossFire. Dazu gibt es 8-Kanal-Sound, zwei USB-3.1-Schnittstellen, die teilweise sogar als Typ-C-Anschluss ausgegeben werden, zahlreiche SATA-III-Buchsen und einen Ultra-M.2-Port, welcher über vier Lanes angesprochen werden kann. Die Strom- und Spannungsversorgung wurde von ASRock für bessere OC-Ergebnisse aufgewertet. 

All das kostet in unserem Preisvergleich derzeit 130 Euro und damit doppelt soviel als das Mainboard aus unserem ersten Buyer's-Guide-Rechner. Etwas günstiger geht es mit dem Gigabyte H170M-DS3H. Ebenfalls zu empfehlen wäre das Z170X-Gaming 7 des gleichen Hauses.

Mögliche Alternativen:

Weitere Mainboard-Tests finden sich in unserer Mainboard-Kategorie.

 

Der Speicher:

Beim Speicher setzen wir natürlich ebenfalls eine Stufe oben drauf. Die Kapazität wird auf 16 GB verdoppelt, die Taktfrequenz von 2.133 auf 2.666 MHz erhöht. Das dürfte der Speicherbandbreite und damit der Performance unseres 1.300-Euro-Rechners noch einmal zugutekommen. Mussten die Speicherriegel des 600-Euro-Rechners auf einen Heatspreader zur besseren Kühlung verzichten, kommt bei unseren Vengeance-Modulen von Corsair ein solcher zum Einsatz. Passend zum Kühler, Mainboard und der Grafikkarte haben wir uns hier für die schwarze Version entschieden. Der Arbeitsspeicher kostet derzeit knapp 90 Euro. Etwas günstiger wären die HyperX-Fury-Black-Module von Kingston.

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.

Fertig ist das Grundgerüst aus Mainboard, Prozessor, Kühler und Arbeitsspeicher. Stecken wir nun die restliche Hardware hinzu und spendieren ihr ein schönes Zuhause.