Seite 2: Die Hardware im Detail I

Der Prozessor:

Während im Einsteigersystem ein Core-i3-Prozessor mit zwei nativen Rechenkernen steckt, hatten wir die Kernzahl bei unserem Mittelklasse-Rechner um zwei nach oben geschraubt. Für unseren High-End-Rechner machen wir dies erneut und wechseln zudem die Klasse von Core i5 zu Core i7. Bei unserem letzten Buyer's-Guide-Rechner haben wir uns für einen Intel Core i7-6800K entschieden, der über insgesamt sechs Cores und zwölf Threads verfügt. Dabei macht er sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 3,4 bis 3,6 GHz ans Werk und kann auf einen L3-Cache mit satten 15 MB zurückgreifen. Er wird wie die kleineren Skylake-CPUs im 14-nm-Verfahren gefertigt und besitzt dank "K"-Suffix einen nach oben hin geöffneten Multiplikator für noch höhere Taktraten. Ebenfalls mit dabei ein Speichercontroller, der im Gegensatz zu unseren bisherigen Systemen vier Kanäle unterstützt.

All das hat allerdings seinen Preis: Satte 430 Euro werden aktuell für den Intel Core i7-6800K in unserem Preisvergleich ausgerufen. Wer noch ein bisschen mehr Geschwindigkeit haben möchte, greift zum Intel Core-i7-6850K, wer hingegen mit einem Quadcore auskommt und außerdem bei Speicher und Mainboard sparen möchte, greift besser zum kleineren Intel Core i7-6700K auf Z170-Basis.

Mögliche Alternativen:

Weitere CPU-Tests finden sich unter in unserer Prozessoren-Kategorie.

 

Der CPU-Kühler:

Die 140 W des Intel Core i7-6800K müssen erst einmal abgeführt werden. Um dies zu bewerkstelligen, übernimmt diese Aufgabe in unserem High-End-System der Noctua NH-D15. Er kann mit einer dicken Kupferplatte aufwarten, auf der insgesamt sechs dicke Kupfer-Heatpipes aufliegen, die die Abwärme des Prozessors an die zahlreichen Aluminiumlamellen weiterleiten. Von dort aus wird die Abwärme über zwei 140-mm-Lüfter über den Rückwandlüfter nach draußen befördert. Aufgrund der engen Platzverhältnisse mit unseren großen Speichermodulen haben wir unsere Tests allerdings nur mit einem Lüfter durchgeführt. Der Noctua NH-D15 ist ein echtes Schwergewicht und stemmt alleine ein Kampfgewicht von fast 980 g auf die Wage, mit den beiden Lüftern wird die 1-kg-Marke spielend durchbrochen.

Das Ganze hat allerdings seinen Preis: Satte 85 Euro werden für ihn in unserem Preisvergleich ausgerufen. Etwas günstiger geht es mit Thermalrights HR-02 Macho oder dem be quiet! Dark Rock Pro 3. 

Mögliche Alternativen:

Weitere Kühler-Tests finden sich in unserer Kühlungs-Kategorie.

 

Das Mainboard:

Für den Core i7-6800K ist Intels High-End-Chipsatz notwendig. Wir greifen hier auf ein ASUS X99-A II zurück. Das ATX-Mainboard verfügt über acht Speicherbänke, die mit bis zu 128 GB DDR4-RAM bestückt werden können. Dazu gibt es massig Anschlüsse: Hierzu zählen unter anderem zwei USB-3.1-Schnittstellen, acht USB-3.0-Ports und acht ältere USB-2.0-Ports, Typ-C, Gigabit-LAN, hochwertiges 8-Kanal-Audio, ein M.2- und U.2-Port für schnelle SSDs, zehn SATA-III-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle. Dazu gibt es jeweils vier PCI-Express-x16-Grafikkarten-Slots und einen x1-Steckplatz. Je nach Prozessor und Lane-Anzahl können allerdings nur zwei der vier Grafikkarten-Slots mit den vollen 16 Lanes angesprochen werden. Quad-SLI und -CrossFire werden aber problemlos unterstützt. Dazu gibt es ein umfangreiches UEFI mit zahlreichen Overclocking-Funktionen – perfekt für unseren K-Prozessor.

Knapp 250 Euro werden derzeit für das ASUS X99A II fällig. Etwas günstiger geht es mit dem MSI X99A Raider; wer lieber auf die kleinere Z170-Plattform setzt, greift zum Gigabyte Z170X Gaming 7.

Mögliche Alternativen:

Weitere Mainboard-Tests finden sich in unserer Mainboard-Kategorie.

 

Der Speicher:

Beim Speicher haben wir ebenfalls hoch gegriffen. Zwar belassen wir die Kapazität bei 16 GB, drehen wir dafür weiter an der Taktschraube. Während Intel für seine Prozessoren gerade einmal einen Speichertakt von 2.133 MHz vorsieht, setzen wir auf pfeifschnelle Module mit einer Taktrate von satten 3.000 MHz. Das dürfte der Bandbreite zugutekommen, die dank Quad-Channel ohnehin schon deutlich über den beiden anderen Systemen liegen sollte. Unsere G.Skill-Module der Trident-Z-Reihe arbeiten mit 1,35 V und bringen es auf Zugriffszeiten von CL15. Gekühlt werden sie von einem schicken Heatspreader, der allerdings deutlich mehr Patz nach oben hin benötigt als andere Module.

Preislich müssen hier aktuell rund 115 Euro eingeplant werden. Günstiger und etwas langsamer geht es mit dem Corsair Vengeance LPX 16GB – wer auf Z170 setzen möchte, dem empfehlen wir den ADATA XPG Z1 16GB.

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.

Fertig ist das Grundgerüst aus Mainboard, Prozessor, Kühler und Arbeitsspeicher. Stecken wir nun die restliche Hardware hinzu und spendieren ihr ein schönes Zuhause.