Seite 6: Fazit

Mit dem GB-BKI5A-7200 hat Gigabyte seine Brix-Familie konsequent weiterentwickelt. Dank der neuen Kaby-Lake-CPU ist das System ausreichend schnell für den Office-Alltag und zeigt sich obendrein sehr sparsam. Im Leerlauf zieht der Kompaktrechner knapp unter 12 W aus der Steckdose, wird er hingegen voll ausgelastet, steigt der Energiehunger auf rund 50 W an. Besonders lobenswert: Im Gegensatz zum zuletzt von uns getestete Mini-PC arbeitet das Brix stets flüsterleise. Während es im Leerlauf überhaupt nicht zu hören ist, dreht der winzige Radiallüfter im Inneren unter Last nur unwesentlich lauter auf – andere Systeme dieser Preis- und Leistungsklasse werden deutlich lauter.

Die Arbeitsgeschwindigkeit ist sehr gut, sogar für ältere Spiele wie Tomb Raider, Streetfighter IV oder Resident Evil 5 steht genügend 3D-Power bereit, wenngleich man hier auf 720p zurückschrauben oder aber die Details reduzieren sollte. Gelegenheitsspieler aber können ihr Glück je nach Spiel durchaus versuchen. Moderne Anschlüsse wie USB 3.1 Typ-C gibt es ebenso, wie ein Wireless-LAN- und Bluetooth-Modul. Letzteres belegt allerdings einen M.2-Steckplatz, der zweite ist für den Massenspeicher reserviert. Das Brix GB-BKI5A-7200 nimmt ausschließlich SSD im Steckkarten-Format auf, Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk gibt es nicht. Dafür können zwei DDR4-Module im schnellen Dual-Channel-Modus zusammengeschaltet werden. 

Das alles hat allerdings seinen Preis: 420 Euro werden aktuell für unser Testmuster in unserem Preisvergleich ausgerufen. Zusammen mit dem Arbeitsspeicher und einer SSD werden so schnell über 550 Euro fällig.

  

Positive Aspekte des Gigabyte Brix GB-BKI5A-7200:

  • Für Office ausreichend schnell
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Gute Leistungsaufnahme
  • Sehr kompakt
  • Schlichtes Design

Negative Aspekte des Gigabyte Brix GB-BKI5A-7200:

  • Hoher Preis

Persönliche Meinung

Aktuell habe ich neben dem Fernseher einen älteren Mini-PC auf Basis der Silvermont-Architektur stehen. Mit ihm stoße ich immer mal wieder an die Leistungsgrenze oder aber muss mich mit kurzen, aber störenden Wartezeiten plagen. Ein Upgrade auf die neuen Kaby-Lake-Prozessoren wäre durchaus denkbar. Mal sehen, was noch so kommt! (Andreas Stegmüller)