Seite 8: Fazit

Nach allen Tests und Messungen steht fest: Alle drei Konfigurationen bieten genügend Leistung auch für anspruchsvolle Aufgaben. Weder bei der alltäglichen Arbeit mit Office, Mail und ähnlichem noch bei Shootern wie Metro 2033 geht den Rechnern die Puste aus. Allerdings gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die durch nahezu alle Benchmarks aufgezeigt werden. Denn wo das „Ivy Bridge“-System 100 Prozent Performance liefert, sind es mit „Haswell“-CPU oftmals 105 oder 110 Prozent. Eine weitere Steigerung liefert dann die GeForce GTX 760, die zwar im Vergleich zur ansonst verbauten GeForce GTX 660 Ti technologisch keinen Schritt nach vorne macht, die vorhandenen Zutaten aber effektiver nutzt.

Rückseite mit allen wichtigen Anschlüssen

Deshalb stellt sich am Ende nur noch die Frage, ob dieser weitere Schub einen Aufpreis von 40 Euro wert ist. Denn auch wenn dieser Betrag angesichts von einem Ausgangspreis in Höhe von 999 Euro gering erscheint, in einigen Fällen ist der Vorsprung der GeForce GTX 760 sehr gering, gleichzeitig der Energiebedarf aber auch etwa höher. Hier ist dann der persönliche Einsatzbereich entscheidend. Werden eher GPU-lastige Anwendungen genutzt, lohnt der Aufpreis, in allen anderen Fällen macht man mit der mittleren Konfiguration nichts falsch.

Aber nicht nur die Leistung gilt es zu bewerten, schließlich muss ein Komplettsystem mehr als schnelle CPUs und GPUs bieten. Aber auch hier kann der Hardwareluxx GeForce GTX-Gamer PC in weiten Teilen überzeugen. 8 GB an Arbeitsspeicher reichen in vielen Fällen aus, die schnelle Samsung-SSD überzeugt mit hohen Übertragunsraten und einem guten Preis-Leistungsverhältnis, die 1.000 GB große Toshiba-HDD ist hingegen das, was man ein solides Datengrab nennt. Ebenfalls für viele ausreichend dürfte der DVD-Brenner sein; auch Jahre nach dem Start der Blu-ray ist diese weit davon entfernt, für PC-Nutzer wichtig zu sein.

Schlichte Front, gute Verarbeitung: Das BitFenix Prodigy

Frei von Mängeln ist das Gesamtpaket aber nicht. Denn als Folge des gewählten Mini-ITX-Boards und -Gehäuses steht im Innern des BitFenix Prodigy nur wenig Raum zur Verfügung, die Wasserkühlung der CPU trägt hier einen sehr großen Teil dazu bei. Zwar sind die Laufwerke sowie die Grafikkarte leicht zu erreichen, für alles andere benötigt man aber eine Menge Geduld und Zeit. Zudem sind alle Komponenten zwar einwandfrei verbaut, die Anschlusskabel sind in vielen Fällen allerdings so knapp bemessen, dass selbst der Austausch der HDD oder SSD unnötig erschwert wird. Zudem war das BIOS in allen drei Fällen nicht optimal konfiguriert, unter anderem waren die Virtualisierungstechniken deaktiviert. Positiv hingegen: Für die Massenspeicher war der AHCI-Modus bereits gewählt. Letztendlich sind die Systeme aber nichts für den Bastler, weshalb die Kritikpunkte wohl in dieser Geräteklasse eher wenig wiegen.

Letztlich macht man mit keinem der drei Systeme ein Fehler. Zwar sollte das „Ivy Bridge“-System bei der Wahl keine Rolle mehr spielen, aber auch dieses stellt ein gutes Gesamtpaket dar. Aufgrund des minimal geringeren Preises hat die „Haswell“-Konfiguration mit GeForce GTX 660 Ti am Ende aber die Nase minimal vorne.

Postive Aspekte des Hardwareluxx GEFORCE GTX-Gamer PC:

  • ausreichende Leistung auch für anspruchsvolle Anwendungen
  • vergleichsweise kompakte Ausmaße des Systems
  • auch unter voller Last nicht übermäßig laut
  • Gehäuse gut verarbeitet
  • ordentlich verbaute Komponenten

Negative Aspekte des Hardwareluxx GEFORCE GTX-Gamer PC:

  • auf der Rückseite nur zwei USB-3.0-Ports (betrifft nur „Ivy Bridge“-Konfiguration)
  • BIOS des Gigabyte GA-Z87N-WIFI stellenweise unübersichtlich
  • Bedienelemente des Gehäuse und Front-Anschlüsse auf der rechten Seite