Seite 6: Stromverbrauch, Temperatur und Lautstärke

Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der NVIDIA GeForce GTX Titan X. 

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Die Referenzkühlung der GeForce GTX Titan X unterscheidet sich nicht großartig vom dem, was wir bereits auf früheren Titan-Modellen oder der GeForce GTX 980 etc. pp. gesehen haben. Insofern überraschen uns die 37,3 dB(A) nicht sonderlich, wenngleich der Wert gut und gerne etwas niedriger hätte sein dürfen. Zum einen wäre ein semipassiver Betrieb zumindest als Option für den Nutzer sicherlich nicht schlecht gewesen. Zum anderen aber könnten die Lüfter im Idle-Betrieb auch etwas langsamer drehen, was sicherlich keine besonders negativen Auswirkungen auf die Idle-Temperatur gehabt hätte.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Ihre Stärken scheint die Referenzkühlung ohnehin eher im Last-Betrieb zu haben, denn hier liegt sie im Vergleich zu den übrigen Kühlungen mit 48,5 dB(A) sehr gut. Auch an dieser Stelle kann uns dies aber nicht überraschen, da die Kühlung in dieser Form bereits in der Vergangenheit zu überzeugen wusste. Sicherlich erreicht die ein oder andere Drittanbieter-Kühllösung hier potenziell bessere Ergebnisse, für eine Referenzkühlung dieser Leistungsklasse setzt NVIDIA aber zurecht wieder auf das altbekannte Design. 

Temperatur

Idle

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Die Idle-Temperatur bewegt sich mit 32 °C in einem üblichen Rahmen und stellt daher auch kein größeres Problem dar. Dies ist auch der Punkt, warum eine niedrigere Drehzahl des Lüfters nicht der schlechteste Einfall wäre, was auch der Idle-Lautstärke zugute käme. Wie immer kann der Nutzer aber auch selbst in die Lüfterkurve eingreifen und sie den persönlichen Vorlieben anpassen.

Temperatur

Last

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Unter Last bewegt sich die GeForce GTX Titan X immer an ihrem Temperatur-Ziel von 83 °C. Dies ist natürlich abhängig vom jeweiligen Gehäuse bzw. dessen Belüftung, in dem sie eingesetzt wird. In unserem Testsystem, das wir als ausreichend belüftet ansehen, kommen aber nahezu alle High-End-Karten mit Referenzkühlung an ihre Grenzen. Dies gilt für die AMD Radeon R9 290(X) ebenso, wie für die GeForce GTX 980 oder eben nun die GeForce GTX Titan X - wobei hier unterschiedliche Vorgaben für das Temperatur-Ziel gemacht werden.

Gespannt wird zu beobachten sein, wie sich die GeForce GTX Titan X mit einer Wasserkühlung verhält. Nicht nur macht die niedrigere Temperatur etwas mehr Luft im Boost-Mechanismus, auch sorgen die niedrigeren Leckströme dafür, dass selbst mit höherem Takt eventuell der Stromverbrauch sinkt. Diesen schauen wir uns im Folgenden an.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Wiederum recht wenige Erkenntnisse liefern die Messungen zum Idle-Stromverbrauch, da alle Karten hier auf nahezu identischem Niveau arbeiten und die Stromsparmechanismen weitestgehend ausgereift sind. Vorstellbar wäre fast nur noch ein komplettes Abschalten großer Teilbereich der GPU oder sogar ein Abschalten des kompletten Chips. Im Multi-GPU-Betrieb wird dies teilweise so gehandhabt und hier hat vor allem AMD eine gewisse Expertise vorzuweisen. Vielleicht werden wir aber erst mit den kommenden Fertigungstechnologien hier eine Weiterentwicklung sehen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Schon deutlich aufschlussreicher ist da der Last-Verbrauch. In diesem liegt die GeForce GTX Titan X mit 378,6 Watt etwas über der ersten GeForce GTX Titan und deutlich über der GeForce GTX 980. Während der Vergleich der Performance zur ersten GeForce GTX Titan recht eindeutig ausfallen dürfte, sind wir gespannt wie viel Vorsprung die GeForce GTX Titan X vor der GeForce GTX 980 hat. In Sachen Stromverbrauch nicht mithalten können die aktuelle High-End-Generation von AMD und einige Karten der Vorgänger-Generationen beider Hersteller, was uns aber auch nicht weiter überrascht.