Seite 3: NVIDIA GeForce GTX Titan X - Impressionen (1)

NVIDIA startet die GeForce GTX Titan X mit einem Referenzdesign und dabei soll es auch bleiben. Zwar werden alle größeren Partner von NVIDIA die Karte anbieten, die Karten selbst werden sich aber nicht unterscheiden. Geplant ist auch, dass die Hersteller die von NVIDIA verwendete Verpackung verwenden und allenfalls mit einem Einschub versehen. Geliefert wird die Karte den Herstellern auch komplett montiert.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

NVIDIA hält sehr viel von seiner eigenen Kühllösung, die in der Vergangenheit bereits mehrfach zum Einsatz kam und sicherlich nicht zu den schlechtesten Varianten gehört. Die Festlegung auf ein Design macht es den Herstellern aber natürlich schwer möglich, sich voneinander abzugrenzen. Einige verkauften ihre Modelle der GeForce GTX Titan daher mit einem separat gelieferten Kühler, der vom Käufer dann selbstständig gewechselt werden muss. Etwas Ähnliches könnten wir auch bei der GeForce GTX Titan X sehen und NVIDIA hat laut eigener Aussage auch wenig gegen solche Ideen der Hersteller. Ganz im Gegenteil, man geht sogar davon aus, dass recht bald nach Erscheinen erste Wasserkühler am Markt erhältlich sein werden, welche der Karte noch einmal zu deutlichem Schub verhelfen können. Das PCB-Design soll der ersten Titan so ähnlich sein, dass kaum bis gar keine Änderungen an den Kühlern vorgenommen werden müssen.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 265 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 65 mm
Display-Anschlüsse

1x Dual-Link-DVI
1 HDMI 2.0
3x DisplayPort 1.2a

Lüfter aus im Idle nein
maximale Lüfterdrehzahl 2330 rpm
freigegebene TGP 250 Watt

Noch ein paar Worte zu den technischen Daten, die sich nicht auf die GPU beziehen: Die Karte misst in der Länge 265 mm, wobei PCB und Kühler gleich lang sind. Die Höhe beträgt die üblichen zwei Slots, womit die GeForce GTX Titan X identisch zu den anderen Referenzversionen ist, die mit dem gleichen Kühler und PCB-Design ausgestattet sind. Auf einige der weiteren Daten gehen wir bei Betrachtung des dazugehörigen Bildes noch etwas genauer ein.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

GeForce GTX Titan Black Edition? Das ist sicherlich der erste Gedanke, der in den Kopf schießt, wenn man einen Blick auf die GeForce GTX Titan X wirft. NVIDIA bleibt seinem grundsätzlichen Design für High-End-Referenzkarten aber treu. Das Design mit Radiallüfter, der die kalte Luft hinten ansaugt und in Richtung der Slotblende ausbläst, hat sich bewährt und kommt daher auch hier zum Einsatz.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Für die GeForce GTX Titan X verzichtet NVIDIA trotz aller Ähnlichkeiten zu früheren Versionen auf die Backplate. Dies ist wohl der Bestückung mit GDDR5-Speicher auf der Rückseite des PCBs geschuldet. Sicherlich hätte auch eine Backplate realisiert werden können, allerdings hätte es dann auch schon zu Problemen im SLI-Betrieb bzw. einer Blockierung des Lüfters der zweiten Karte kommen können. Dazu verwendete NVIDIA bei der GeForce GTX 980 eine abnehmbare Platte auf der Backplate selbst, um der zweiten oder dritten Karte etwas Luft zu verschaffen.

Ob die fehlende Backplate auf der GeForce GTX Titan X nun ein Nachteil sein muss, sei einmal dahingestellt. Sicherlich ist ein gewisser Schutz des PCBs nicht abzustreiten und auch die mechanische Stabilität aufgrund eines schweren Kühlers ist mit einer Backplate besser zu gewährleisten.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Der Radiallüfter auf der GeForce GTX Titan X misst den für das Referenzdesign von NVIDIA üblichen Durchmesser von 65 mm. Die Luft wird an dieser Stelle angesaugt und in Richtung der Slotblende geblasen. Gerüchte sprachen vor einigen Monaten davon, dass NVIDIA beim Referenzkühler auf einen im Idle-Betrieb abschaltbaren Lüfter setzt. Die Partner tun dies bei ihren Modelle der GeForce GTX 980, GTX 970 und GTX 960 größtenteils. Für die Referenzversion der GeForce GTX Titan X aber verzichtet NVIDIA auf diese Funktion und so dreht sich der Lüfter auch im Idle-Betrieb weiter.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Ebenfalls wieder vorhanden ist ein Sichtfenster, durch das der Blick auf den Kühlkörper frei wird. Der Radiallüfter bläst die Luft durch diesen Kühlkörper in Richtung der Slotblende. Das Sichtfenster hat allerdings sonst keine Funktion und dient einfach nur der Optik der Karte.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Am vorderen Ende des Kühlers, direkt an der Slotblende, befindet sich der "Titan"-Schriftzug, der im Falle unseres Samples aber einen eingelassenen Buchstaben vermissen ließ. Auf einigen Renderings der Karte wurde zunächst noch angedeutet, dass der "Titan"-Schriftzug beleuchtet sein könnte, es bleibt aber beim beleuchteten "GeForce GTX"-Schriftzug auf der Oberseite der Karte.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Die Stromversorgung der Karte erfolgt über den PCI-Express-Steckplatz mit 75 Watts sowie über jeweils einen 6-Pin- und 8-Pin-Anschluss mit nochmals 75 bzw. 150 Watt. Insgesamt können also 300 Watt an die Karte herangeführt werden. NVIDIA gibt eine Thermal Design Power von 250 Watt an. Diese TDP beschreibt allerdings nur die maximale Leistungsaufnahme als Design-Element der Kühlung und muss sich nicht mit der TGP (Typical Graphics Power) decken. Diese weicht vor allem bei den Partner-Karten mit werksseitiger Übertaktung teils erheblich ab. Im Falle der GeForce GTX Titan X aber sind die 250 Watt TDP ein guter Orientierungspunkt für die Leistungsaufnahme der Karte.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Wie alle High-End-Karten von NVIDIA ist auch die GeForce GTX Titan X in der Lage in einem 2-Way-, 3-Way- oder gar 4-Way-SLI betrieben zu werden. Dazu sind auf dem PCB zwei SLI-Anschlüsse vorhanden. Zum aktuellen Zeitpunkt lag uns nur eine GeForce GTX Titan X vor, sodass wir auf einen SLI-Test vorerst noch verzichten müssen. Wir hoffen aber in Kürze eine zweite Karte zu bekommen und dies nachzuholen.

Gespannt sind wir auch, mit welcher GPU-Generation NVIDIA komplett auf die SLI-Anschlüsse verzichtet. Die Synchronisation bzw. Übertragung der Frames durch die zweite, dritte und vierte zur primären Karte wäre auch über das PCI-Express-Interface möglich, welches  eine ausreichende Bandbreite bietet. AMD macht es bei den Grafikkarten mit "Hawaii"-GPU (Radeon R9 290X und R9 290) vor und verzichtet auf die CrossFire-Anschlüsse. Vielleicht versucht es NVIDIA in der nächsten GPU-Generation ebenfalls ohne SLI-Brücke. Aus technischer Sicht wäre dies in jedem Fall kein Problem.

NVIDIA GeForce GTX Titan X
NVIDIA GeForce GTX Titan X

Der Blick auf die Slotblende offenbart die übliche Konfiguration mit jeweils einmal Dual-Link-DVI und HDMI 2.0 sowie dreimal DisplayPort 1.2a. Hier ebenfalls zu sehen sind die Öffnungen in der Slotblende, welche notwendig sind, damit der Lüfter die warme Luft nach hinten herausblasen kann. Noch immer stehen diese Designs hoch im Kurs, schließlich sorgen sie dafür, dass ein Großteil der warmen Luft aus dem Gehäuse geblasen wird. Das auch andere Lösungen eine gute Kühlung bewerkstelligen können, steht dabei außer Frage.