Seite 17: Fazit

NVIDIA betritt mit der GeForce GTX 660 Ti ein hart umkämpftes Pflaster. Hier konnte sich AMD mit der Radeon HD 7870 im Preisbereich von 250 Euro bzw. 190 Euro für die Radeon HD 7850 über lange Zeit beliebig austoben. Die GeForce GTX 660 Ti soll aber nicht nur preislich Konkurrenz bieten, sondern vor allem bei der Performance. Hier heißt der Gegenspieler aber nicht mehr Radeon HD 7870, sondern NVIDIA versucht die Radeon HD 7950 anzugreifen. Während erstgenannte klar geschlagen wird, ist man in den meisten Fällen von der Radeon HD 7950 allerdings weit entfernt. Zumindest aber ein Versprechen kann NVIDIA wiederum einhalten: Die Vorgänger-Generation aus eigenem Hause, also die GeForce GTX 560, 570 werden locker überboten, für die GeForce GTX 580 gilt dies nur in Ausnahmefällen.

NVIDIA nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 259 Euro für die GeForce GTX 660 Ti. Diesen Preis wird aber kaum ein Hersteller halten können, der seine Karte mit einem alternativen Kühler ausstattet und diese zusätzlich auch noch werksseitig übertaktet. Letztendlich sind die ersten Modelle zum Start erst ab 299 Euro zu haben. Insgesamt rutscht die GeForce GTX 660 Ti damit in unseren Augen in einen zu hohen Preisbereich und ist nur unwesentlich preiswerter als eine GeForce GTX 670.

Leider müssen wir aus Zeitgründen auf eine detaillierte Betrachtung des Overclockings verzichten. Beim angepeilten Preis ist es auch fraglich, ob sich das Risiko einer Übertaktung lohnt oder nicht doch besser zum Modell darüber, der GeForce GTX 670 gegriffen wird.

ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP:

ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP
ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP - Frontansicht

Der nach dem Alphabet erste Vertreter in diesem Vergleich ist die ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP. Sie legt die Latte auch gleich sehr hoch, denn durch die enorme Übertaktung auf 1059 MHz und damit den höchsten GPU-Takt in diesem Vergleich hat man auch bei den Benchmarks die Nase vorne. Gefallen hat uns auch wieder einmal die DirectCU-II-Kühlung. Sie ist leise und lässt die GPU bei niedrigen Temperaturen arbeiten. Mehr kann man an dieser Stelle eigentlich nicht erwarten. Erkauft wird dies allerdings auch durch einen höheren Stromverbrauch.

ASUS bietet die GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP ab 319 Euro an (Hardwareluxx-Preisvergleich). Damit ist dieses Modell nicht sonderlich teuer, insgesamt ist das Preisgefüge aber zu weit nach oben gerutscht.

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP:

  • Leistung nahe an der GeForce GTX 670
  • geringe Lautstärke
  • niedrige Temperaturen
  • PCI-Express 3.0
  • DirectX 11.1

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP:

  • hohe Leistungsaufnahme unter Last
  • hoher Preis

EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked:

EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked
EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked - Frontansicht

Die EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked hat es nicht leicht in diesem Vergleich. Da wir alle uns zur Verfügung gestellte Karten direkt vergleichen wollen, macht sich der Takt-Unterschied zwischen dem Modell von EVGA mit 980 MHz und der ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP mit 1159 MHz natürlich auch in den Benchmarks deutlich bemerkbar. EVGA will aber bereits in Kürze ein FTW-Modell auf den Markt bringen, das in Sachen Performance zu den schnellsten gehören soll. Bei der Kühlung bewegt man sich im Mittelfeld. Ein Pluspunkt ist sicherlich, dass EVGA bei seiner Kühlung die warme Luft aus dem Gehäuse bläst. Lautstärke und Temperaturen reichen aber nicht an die Konkurrenz von ASUS heran.

EVGA nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 273 Euro ohne Steuern, mit MwSt. sind dies 325 Euro. Im Hardwareluxx-Preisvergleich ist die Karte ab 309 Euro zu finden.

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked:

  • Performance über Radeon-HD-7870-Niveau
  • Lüfter führt Abwärme aus dem Gehäuse
  • PCI-Express 3.0
  • DirectX 11.1

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked:

  • hoher Preis

Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition:

Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition
Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition - Frontansicht

Mit den AMP!-Editions hat Zotac den Anspruch zumindest aus eigenem Hause die schnellste Karte eines Modells zu bieten. Zumindest die ASUS GeForce GTX 660 Ti DirectCU II TOP läuft ihr in diesem Test den Rang ab. In diesem Vergleich setzt sich die Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition folglich genau zwischen das Modell von EVGA und ASUS. Mit einem GPU-Takt von 1033 MHz ist man den Spitzenreiter von ASUS allerdings dicht auf den Fersen. Vom zusätzlich erhöhten Speichertakt profitiert man allerdings nicht in dem Maße, wie dies zu erwarten wäre. Ein Pluspunkt ist sicherlich die gering Baugröße der Karte, da Zotac ein kurzes PCB mit ebenso kompaktem Kühler einsetzt.

Nicht gefallen hat uns der Kühler. Er lässt die beiden Lüfter einfach zu schnell drehen, was für eine unnötig hohe Lautstärke sorgt. Etwas weniger Drehzahl bei dann in Kauf genommenen höherer Temperatur ist eine Alternative, die jeder Nutzer aber auch selbst mit den bekannten Tools in Angriff nehmen kann.

Im Hardwareluxx-Preisvergleich ist die Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition ab 340 Euro zu haben. Dies sind Angesicht der gebotenen Leistung ein paar Euro zuviel.

Positive Aspekte der Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition:

  • gute Performance
  • geringe Baugröße
  • PCI-Express 3.0
  • DirectX 11.1

Negative Aspekte der Zotac GeForce GTX 660 Ti AMP! Edition:

  • relativ laute Kühlung
  • hoher Preis