Seite 18: Fazit

ZOTAC zielt mit seiner GeForce GT 640 Zone Edition nicht auf den Gaming-Markt ab - das sollte von vornherein klar sein. Zu gering ist die 3D-Leistung der Grafikkarte. Vor allem dann, wenn man sie mit der ähnlich teuren Radeon HD 7750 von AMD vergleicht. Diese leistet nicht nur deutlich mehr, sondern zeigt sich obendrein auch noch etwas Strom sparender. Der passive GK107-Ableger von ZOTAC adressiert eher den Multimedia-Fan, der eine halbwegs performante und zugleich völlig lautlose Grafikkarte für seinen Wohnzimmer-PC sucht. Unter diesem Gesichtspunkt hat ZOTAC alles richtig gemacht.

Die Leistung der GeForce GT 640 Zone Edition reicht durchaus aus, um aktuelle Spieletitel ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern, wenngleich hier und da einige Abstriche bei der Grafik-Qualität hingenommen werden müssen. Für gelegentliches Spielen vom Sofa aus ist das aber noch mehr als genug. Außerdem griff ZOTAC nicht zum Rotstift - die Zone-Edition verfügt über die gleiche Anzahl an Shadereinheiten, über die üblichen 2048 MB DDR3-Videospeicher und über die gleichen Taktfrequenzen wie die Vorlage von NVIDIA. Viel wichtiger ist hier die Lautstärke, denn es gibt nichts Schlimmeres als einen kleinen, nervig lärmenden HTPC unter dem Wohnzimmertisch stehen zu haben. Unser heutiger Testkandidat verzichtet auf den in dieser Leistungsklasse sonst üblichen Mini-Lüfter und agiert somit völlig lautlos. Zahlreiche Aluminiumfinnen und drei dicke 6-mm-Heatpipes müssen ausreichen. 

Trotzdem behält die ZOTAC GeForce GT 640 Zone Edition stets einen kühlen Kopf und wird unter Volllast gerade einmal neun Grad wärmer als die Referenz. Ein Wert knapp unterhalb der 70-°C-Marke ist weit davon entfernt, sich Sorgen machen zu müssen. Leistungsstärkere aber aktiv gekühlte Grafikkarten durchbrechen hier gerne mal die 80-°C-Marke. Bei der Leistungsaufnahme zeigte sich unser Testmuster etwas genügsamer als die Referenz - groß sind diese Unterschiede allerdings nicht.

Auch vor unseren Overclocking-Tests machten wir nicht Halt und versuchten noch mehr aus der filigranen 28-nm-GPU heraus zu kitzeln. Am Ende standen stabile 959/1014 MHz auf dem Zähler. 3D-Leistung, Temperaturen und Leistungsaufnahme stiegen damit ein wenig nach oben. Beim Lieferumfang zeigt sich ZOTAC etwas großzügiger, als man es bislang gewohnt war. Hier liefert der Hersteller nicht nur einen Quick-Start-Guide, eine Treiber-CD und einen VGA/DVI-Adapter mit, sondern auch einen Download-Gutschein für die 3-tägige Nutzung von TrackMania 2 Canyon 3. 

Im Handel ist die passiv gekühlte Zotac GeForce GT 640 Zone Edition zu einem Preis von rund 90 Euro verfügbar.

ZOTAC ist mit seiner GeForce GT 640 Zone Edition ein respektabler Kandidat für den heimischen Wohnzimmer-PC gelungen. Die Temperaturen stimmen, die Leistungsaufnahme ist leicht niedriger als bei der Referenz und die Lautstärke unschlagbar. Einzig der Preis ist zu hoch. Dieser könnte mit zunehmender Verfügbarkeit der gerade erst vorgestellten GK107-GPU in den nächsten Wochen kräftig fallen. Aktuell ist das aber noch Zukunftsmusik.

ZOTAC GeForce GT 640 Zone Edition
Straßenpreis ca. 90 Euro
Homepage ZOTAC-Produktseite
Technische Daten
GPU GK107
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,3 Milliarden
GPU-Takt 901 MHz
Speichertakt 891 MHz
Speichertyp DDR3
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 28,5 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 384 (1D)
Shadertakt 901 MHz
Textur Units 32
ROPs 16
Pixelfüllrate 14,4 Gigapixel
SLI/CrossFire -
Lautstärke
Idle-Modus - dB(A) - passiv
Last-Modus - db(A) - passiv
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 102,8 Watt
Last-Modus 242,8 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 38 °C
Last-Modus 68 °C

 

Positive Aspekte der ZOTAC GeForce GT 640 Zone Edition:

  • Dank passiver Kühlung lautlos
  • Überdurchschnittlicher Lieferumfang
  • Perfekt für den heimischen Wohnzimmer-PC

 

 Negative Aspekte der ZOTAC GeForce GT 640 Zone Edition:

  • Für kommende Spieletitel zu schwach auf der Brust
  • Hoher Preis