Seite 3: Innerer Aufbau (1)

Chieftec GP-01B

Wenn man das getönte Panoramawindow entfernt, wird der Blick in den Innenraum zum Teil durch eine Grafikkartenstütze versperrt. Diese besteht aus einem senkrechten Stahlelement, das in einer Kunststoffschiene verschoben werden kann. Zwei Kunststoffspitzen können wiederum in der Höhe verschoben und so unterhalb der Grafikkarten platziert werden. Diese liegen dann einfach auf den Kunststoffspitzen auf und werden so gestützt. Die ganze Konstruktion lässt sich nach Lösen der beiden unteren Rändelschrauben aus der Schiene herausziehen und entfernen. 

Chieftec GP-01B

Was sich nicht entfernen lässt, das ist die Trennwand zwischen Mainboardkammer und der Netzteil- und Festplattenkammer. Durch diese Metalltrennwand entstehen zwei Kühlzonen. Gleichzeitig stellt Chieftec aber sicher, dass die Netzteilkabelstränge und die Laufwerke komplett aus dem einsehbaren Bereich verschwinden und das Bild nicht stören. Die Trennwand lässt sich nicht ausbauen und schränkt die Möglichkeiten für einen Frontradiator ein. Obwohl es insgesamt drei 120-mm-Frontlüfterplätze gibt, kann maximal ein 240-mm-Radiator an den beiden oberen Lüfterplätzen installiert werden. Dabei überlappt der oberste Lüfterplatz noch mit dem unteren 5,25-Zoll-Laufwerksplatz. Die oberen Montagelöcher sind sogar Teil der inneren Wegwerf-Blende dieses Laufwerksplatzes. Der Radiatorenplatz im Deckel (240 oder 280 mm) dürfte meist unkomplizierter zu nutzen sein. Weil zwischen Mainboardoberkante und Deckel ordentliche 6,5 cm Abstand bleiben, kann immerhin ein Radiator mit einer Bauhöhe von bis zu 4 cm (bei Nutzung von 2,5 cm hohen Lüftern) verbaut werden.  

Chieftec GP-01B

Das GP-01B bietet zwar viele Features, ist von der Grundkonstruktion her aber ein schlichtes Stahlgehäuse. Besonders schlicht gelöst wurden die Slotblenden. Sie können nicht wiederverwendet werden, sondern müssen mit Kraftaufwand (und gegebenenfalls mit einer Zange) herausgebogen und -gerissen werden. Danach bleiben stellenweise störende Rückstände an den Querstegen. Erweiterungskarten werden einfach mit konventionellen Schrauben befestigt.