Seite 1: Phanteks Enthoo Pro im Test

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Ab rund 90 Euro ist das zweite Gehäuse von Phanteks zu haben - doch auch das Enthoo Pro verspricht eine beeindruckende Kühlleistung und eine Ausstattung, die alles andere als alltäglich ist. Wir wollen im Test herausfinden, ob das E-ATX-Gehäuse wirklich das Zeug für eine Preis-Leistungs-Empfehlung hat.

Als Phanteks mit dem Enthoo Primo (zu unserem Test) ein erstes Gehäuse auf den Markt brachte, war das eine gelungene Überraschung. Und zwar nicht nur, weil das Unternehmen bis dahin nur als Luftkühlspezialist aufgefallen war, sondern auch wegen des Gehäuses als solchem. Der Full-Tower wurde konsequent auf ein flexibles Kühlsystem hin entwickelt und bietet sowohl zahlreiche Lüfter- als auch Radiatorenplätze. Darunter sind sogar Montagemöglichkeiten für zwei gigantische 480-mm-Radiatoren. Weil das Enthoo Primo auch noch überzeugende und innovative Detaillösungen (z.B. Montageplätze für Ausgleichsbehälter und Wasserpumpe) bietet, konnten wir es mit unserem Technik-Award auszeichnen.

So überzeugend es auch sein mag, bleibt ein über 200 Euro teures Gehäuse aber doch immer ein Nischenprodukt, das nur für einen Kreis von Enthusiasten wirklich interessant ist. Damit Phanteks als Gehäusemarke einen breiten Käuferkreis ansprechen kann, war die Entwicklung eines günstigeren Modells geradezu zwingend. In Gestalt des neuen Phanteks Enthoo Pro halten wir diesen Schlüssel zum Massenmarkt jetzt in den Händen.

Auf den ersten Blick hat Phanteks bei diesem Modell einige Vereinfachungen vorgenommen. Das Design wirkt schlichter, gebürstetes Aluminium weicht Kunststoff mit Alu-Look und auch die Spezifikationen wirken nicht mehr ganz so beeindruckend. Doch an der Grundkonzeption hat sich wenig geändert. Auch das Enthoo Pro ist ein E-ATX-Gehäuse, das seinem Besitzer bei der Wahl des Kühlsystems viel Freiheit lässt. Wer einer Luftkühlung vertraut, kann anders als beim Primo sogar nicht mehr nur 120- und 140-mm-Lüfter, sondern selbst 200-mm-Lüfter verbauen. Wasserkühlungsnutzer müssen zwar auf 480-mm-Radiatoren verzichten, können aber immerhin 240-mm-Radiatoren hinter der Front und am Boden, einen Single-Radiator an der Rückwand (120/140 mm) und einen Triple-Radiator unter dem Deckel (360 oder auch 420 mm) verbauen. 

Auf weitere Ausstattungsmerkmale und Detaillösungen gehen wir im Verlauf des Tests näher ein. So viel wollen wir aber schon jetzt verraten: Phanteks reduziert das Enthoo Pro keineswegs nur auf die Kühlmöglichkeiten. Umso attraktiver erscheint der Verkaufspreis, der gegenüber dem des Enthoo Primo um mehr als die Hälfte reduziert wurde. Das Enthoo Pro kann ab 89,90 (mit geschlossenem Seitenteil) bzw. für 99,90 Euro mit Window auf Caseking.de bestellt werden.

Einen ersten Eindruck vom Gehäuse bietet das Ausgepackt & angefasst-Video:

alles

Phanteks schwimmt gegen den Strom und geizt nicht mit Zubehör. Mitgeliefert werden eine anschauliche Bedienungsanleitung, jede Menge lange Kabelbinder, eine Blende für die Montage eines Ausgleichsbehälters und das säuberlich vorsortierte Montagematerial in der praktischen Toolbox. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Phanteks Enthoo Pro
Bezeichnung: Phanteks Enthoo Pro
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 235 x 535 x 550 mm (B x H x T)
Formfaktor: ATX, E-ATX, mATX, SSI EEB
Laufwerke: 3x 5,25 Zoll (extern), 6x 2,5/3,5 Zoll (intern, HDD/SSD-Käfige), 1x 2,5 Zoll (intern, SSD-Bracket)
Lüfter: 2x 120/140 oder 1x 200 mm (Vorderseite, 1x 200 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückseite, 1x 140 mm vorinstalliertl), 3x 120/140 oder 1x 200 mm (Deckel, optional), 2x 120 oder 1x 140 mm (Boden, optional), 2x 120 mm (HDD-Käfige)
Gewicht: 11,9 (PH-ES614P) bzw. 11,4 kg (PH-ES614PC)
Preis: 89,90 bzw. 99,90 Euro (mit Window)