Seite 7: Fazit

Der Erfolg des regulären Coolcubes hat Cooltek zu einem Ausbau der Coolcubeserie motiviert. Das Coolcube Maxi ist bis auf Weiteres das größte Modell dieser Serie. Das Micro-ATX-Gehäuse folgt der Philosophie, nach der schon das ursprüngliche Coolcube entwickelt wurde: Es ist ein hochwertiges, aber günstiges Aluminiumgehäuse mit puristischer Ausstattung.

Kaufinteressenten sollten sich darüber im Klaren sein, was für Möglichkeiten ihnen das Gehäuse eröffnet, gleichzeitig aber auch die Limitierungen nicht aus den Augen verlieren. Für ein Micro-ATX-Gehäuse ist das Coolcube Maxi sehr kompakt. Das bedeutet aber auch, dass es nicht genug Platz für hohe Towerkühler und überlange High-End-Grafikkarten bieten kann. Und auch einen Montageplatz für ein optisches Laufwerk hat Cooltek eingespart. Die geschlossene Aluminiumfassade ist optisch ansehnlich. Dafür gibt es aber nur an der Rückseite Lüfterplätze, die zudem auch noch nur 80-mm-Lüfter aufnehmen. Das "Cool" in Coolcube beschreibt dann doch das Erscheinungsbild des Gehäusese besser als seine Kühlleistung.

An der weiteren Ausstattung fallen vor allem das zeitgemäße I/O-Panel und die Festplattenentkopplung positiv auf. Auf der anderen Seite fehlen aber Komfortfeatures wie Staubfilter und Kabelmanagement. Auf das geordnete Verlegen von Kabelsträngen mag man in so einem kompakten Gehäuse verzichten können. Die fehlenden Staubfilter machen sich in der Praxis schon eher störend bemerkbar - vor allem, wenn das Gehäuse auf dem Fußboden und nicht erhöht steht.

Als direkter Gegenspieler des Coolcube Maxi kann Lian Lis PC-V355 gelten. Der aktuelle Micro-ATX-Cube der taiwanesischen Aluminiumspezialisten ist etwa 35 Euro teurer als das Modell von Cooltek, dafür aber auch deutlich besser ausgestattet. Es bietet nicht nur einen Montageplatz für ein 5,25-Zoll-Laufwerk und ein Kühlsystem mit zwei vormontierten 120-mm-Lüftern, sondern auch Komfortmerkmale wie Staubfilter, einen entnehmbaren Mainboardschlitten und eine werkzeuglose Seitenteilmontage. Das PC-V355 ist größer und schwerer als das Coolcube Maxi, nimmt dafür aber auch bis zu 31 cm lange Erweiterungskarten auf. Eine Restriktion bleibt aber - auch im Lian Li-Gehäuse kann kein Towerkühler untergebracht werden. Dafür empfehlen sich Micro-ATX-Gehäuse in Mini-Tower-Bauweise wie beispielsweise SilverStones ungewöhnliches Sugo SG09 (zu unserem Test).

Das Coolcube Maxi ist kein Rumdum-sorglos-Paket, sondern ein Micro-ATX-Gehäuse für spezielle Anwendungsgebiete. Konkret ist es vor allem dann eine interessante und günstige Option, wenn ein edler und kompakter Cube gesucht wird, aber auf ein optisches Laufwerk und so manches Komfortfeature verzichtet werden kann.

Positive Aspekte des Cooltek Coolcube Maxi:

  • dickwandiges, gebürstetes Aluminium und zurückhaltendes Design
  • kompakt und leichtgewichtig
  • Festplattenentkopplung
  • I/O-Panel mit USB 3.0

Negative Aspekte des Cooltek Coolcube Maxi:

  • keine externen Laufwerksplätze
  • minimalistische Ausstattung (keine vormontierten Lüfter, keine Staubfilter, kein Kabelmanagement, werkzeuglose Montage nur für Erweiterungskarten)
  • Platz für CPU-Kühler und Erweiterungskarten knapp