Seite 1: Test: Fractal Design Node 304 - kleiner Schwedenhappen

Scythe_Gekko_logoFractal Design bietet mit dem Node 304 ein Mini-ITX/DTX-Gehäuse an, das sich sowohl als Behausung für einen kleinen Server, einen HTPC oder einen kompakten Gamer-PC anbieten soll. Das etwa 90 Euro teure Gehäuse besticht gleichzeitig durch das gewohnt dezente Design der schwedischen Gehäuseentwickler. Als Nachtrag zu unserem großen Mini-ITX-Gehäusevergleich haben wir uns jetzt endlich auch das Node 304 ansehen können.

Ursprünglich hatten wir beabsichtigt, das Node 304 bereits im Rahmen unseres diesjährigen Mini-ITX-Round-ups zu testen. Das Sample erreichte uns dann aber doch erst deutlich später - dementsprechend testen wird das Fractal Design-Gehäuse separat. Trotzdem wollen wir es durchaus auch mit den vier Modellen aus dem Roundup vergleichen, also dem mit BitFenix Prodigy, dem Cooler Master Elite 120 Advanced, dem Lian Li PC-Q18 und dem SilverStone FT03-MINI.

Diese vier Mini-ITX-Gehäuse besetzen alle jeweils eine konkrete Marktnische. Das BitFenix Prodigy bietet viel Platz für ein performantes Gaming-System. Auch das Cooler Master-Gehäuse kann zumindest lange Grafikkarten aufnehmen, es punktet aber vor allem über den sehr günstigen Preis. Lian Lis PC-Q18 bietet sich hingegen vor allem als Storage-Lösung an, schließlich sind vier der sechs Festplattenplätze Hot-Swap-fähig. Das FT03-MINI besticht schließlich vor allem durch das effektive Kühlkonzept sowie durch edle Haptik und Optik.

Etwas anders sieht es laut Fractal Design beim Node 304 aus. Die Schweden bewerben das Gehäuse damit, dass es gleichermaßen für den Gaming-, HTPC- als auch Server-Einsatz geeignet sein soll. Deshalb bietet das Gehäuse sowohl Platz für längere Grafikkarten und Tower-Kühler als auch für sechs Festplatten bzw. SSDs. Zur Kühlung dienen drei vormontierte Lüfter, die per Lüftersteuerung geregelt werden können. Die Kühlleistung kann also je nach Einsatzszenario angepasst werden. Gleichzeitig weist das Node 304 aber auch eine gefällige Optik auf, zu der die homogene Aluminiumfront ihren Teil beiträgt. Damit sollte das Gehäuse auch im Wohnzimmer eine gute Figur machen.

In der Theorie hat Fractal Design das Node 304 also wirklich so konzipiert, dass es für die drei erwähnten Einsatzgebiete infrage kommt. Wie sich das Gehäuse in der Praxis schlägt, wird unser Test aufzeigen. Doch vorher soll noch auf Verkaufspreis und Verfügbarkeit eingegangen werden. Aktuell wird das Mini-ITX-Gehäuse nicht in Deutschland verkauft, sondern muss aus anderen europäischen Staaten eingeführt werden. Der Verkaufspreis liegt dort bei etwa 98 Euro. Das Node 304 ist damit etwa doppelt so teuer wie das Cooler Master Elite 120 Advanced und 20 Euro teurer als das BitFenix Prodigy. Allerdings ist es günstiger als die Modelle von Lian Li und SilverStone, die beide erst für über 100 Euro erhältlich sind.

alles

Den Lieferumfang beschränkt Fractal Design auf das Nötigste. Eine Anleitung, Montagematerial und drei kurze Kabelbinder - mehr darf man nicht erwarten.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Fractal Design Node 304
Bezeichnung: Fractal Design Node 304
Material: SECC-Stahl, Aluminium
Maße: 250 (B) x 210 (H) x 374 mm (T) 
Formfaktor: Mini ITX, DTX
Laufwerke: 6x 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll (intern)
Lüfter: 1x 140 mm (Rückseite), 2x 92 mm (Front)
Gewicht: ca. 4,9 kg
Preis: etwa 98 Euro