Seite 7: Fazit

Aerocool ist vor allem für Budget-Gehäuse bekannt. Aus dieser Rolle bricht das Strike-X ST allerdings aus. Der riesige Tower, der selbstbewusst als Super Tower beworben wird, ist das bisher teuerste Aerocool-Modell. Dafür kann er aber auch eine beachtliche Ausstattung vorweisen. Besonders der immense Platz im Inneren gefällt - hier finden selbst die dekadentesten High-End-Systeme Platz. Dank der zahlreichen Lüfterplätze kann das Kühlsystem flexibel angepasst werden. Eine Lüftersteuerung für ganze 18 Lüfter ist ebenfalls beachtlich. Alternativ ist die Nutzung einer Wasserkühlung möglich. So findet z.B. ein Triple-Radiator unter dem Deckel Platz. Für externe Wasserkühlungen gibt es mehr als genug Schlauchdurchführungen. Daneben gefällt das Kabelmanagement, die Ausstattung des I/O-Panels mit USB 3.0 und das Hot-Swap-Dock im Deckel.

Einige Kritikpunkte gibt es aber auch. Während der Staubfilter in der Front zur Reinigung sehr leicht entfernt werden kann, gestaltet sich das beim Filter im Boden deutlich aufwendiger. Das ist bei so einem schweren Gehäuse natürlich besonders störend. Zusätzlich hätten wir uns auch Staubfilter für die Mesh-Flächen in den Seitenteilen gewünscht. Weiterhin fiel uns der begrenzte Regelbereich der Lüftersteuerung negativ auf. Hier wäre etwas mehr Spielraum wünschenswert, um wirklich flexibel zwischen Silent-Betrieb und hoher Kühlleistung variieren zu können.

Es gibt nur eine Handvoll HPTX-Gehäuse. Am ehesten ist das etwas günstigere Xigmatek Elysium als Konkurrent für das Strike-X ST zu sehen. Platzangebot und Ausstattung beider Gehäuse sind ähnlich. Sie nehmen jeweils zwei Netzteile und ein HPTX-Mainboard auf und bieten sowohl USB 3.0-Ports als auch ein SATA-Dock im Deckel. Unterschiede gibt es bei der Konfiguration der Lüfter und der Laufwerkskäfige. Xigmatek setzt z.B. auf einen durchgehenden 5,25-Zoll-Schacht, in den je nach Bedarf HDD-Käfige eingesetzt werden können. Für viele Kaufinteressenten dürfte jedoch am ehesten entscheidend sein, dass sich das Design beider Gehäuse in völlig andere Richtungen orientiert. Das Xigmatek Elysium bietet einen dezenteren, industriell-angehauchten Look, während Aerocools HPTX-Modell wie der Prototyp des Gamer-Gehäuses aussieht.

Um abschließend die einleitende Frage zu beantworten - zum Super-Gehäuse fehlt dem Strike-X ST noch ein Quäntchen. Nimmt man die eigenwillige Optik und die kleineren Kritikpunkte in Kauf, erhält man allerdings ein überzeugendes Gehäuse mit gigantischem Platzangebot und guter Ausstattung.

Positive Aspekte des Aerocool Strike-X ST:

  • immenses Platzangebot, nimmt u.a. HPTX-Mainboards, zehn HDDs und zwei Netzteile auf
  • vielfältige Kühloptionen mit 21 Lüfterplätzen und sieben Schlauchdurchführungen
  • Lüftersteuerung für bis zu 18 Lüfter
  • Kabelmanagement, Aussparungen für CPU-Kühlermontage (passend für Dual-Sockel-Mainboards)
  • Hot-Swap-Dock im Deckel, USB 3.0
  • optionale Rollen

Negative Aspekte des Aerocool Strike-X ST:

  • Regelbereich der Lüftersteuerung
  • Mesh im Seitenteil ohne Staubfilter, Bodenstaubfilter aufwändig zu reinigen