Seite 3: Software und Sicherung per Fingerabdruck

Das Command Center

Wie für die meisten Gamingmäuse gilt, dass auch die Black FP zwar Plug and Play-fähig ist, ihren vollen Funktionsumfang aber erst mit zusätzlicher Software entfaltet. Das gilt umso mehr, wenn man auch den Fingerabdruckleser nutzen möchte. Dabei splittet Tt eSPORTS den Funktionsumfang sogar und verteilt ihn auf gleich zwei Programme - das reguläre Command Center und das Security Center. Im Command Center werden die Einstellungen für die fünf Profile festgelegt - von der Tastenbelegung (einschließlich Makro-Funktionalität) über die DPI-Stufen (in Hunderter-Schritten wählbar) bis hin zu den eher rudimentären Beleuchtungseinstellungen. Die beiden LED-Zonen können separat an- und ausgeschaltet werden. Außerdem gibt es den sogenannten Battle-Modus, in dem die Blinkgeschwindigkeit der Beleuchtung die Klickgeschwindigkeit widerspiegelt.

Auch einen kleinen Teil der Sicherheitsfunktionen löst Tt eSPORTS über das Command Center: Im Fingerabdruck-Reiter werden die Fingerabdrücke verwaltet. Es können dabei bis zu zehn verschiedene Fingerabdrücke hinterlegt werden. Um einen Finger einzuscannen, wird er einfach wiederholt auf den Sensor gelegt, bis sich der Ladebalken füllt. Anschließend kann der Fingerabdruck für die Sicherung der Software und für die Sicherung des gesamten Windows genutzt werden (ab Windows 7). Nur wer Windows 10 nutzt, profitiert zusätzlich noch von den weiterführenden Security-Features des zusätzlichen Security Centers.  

Das Security Center

Die zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten des Security Centers sind durchaus attraktiv. Zum einen können im Browser hinterlegte Log-in-Daten ausgelesen und durch den Fingerabdruck ersetzt werden. Dabei werden offiziell Chrome, Firefox und der Internet Explorer unterstützt. Praktisch erkennt die Software (bzw. im Falle von Chrome ein Plug-in), wenn der Nutzer eine Webseite mit Passwortschutz betritt. Der Nutzer wird dann vor die Wahl gestellt, ob er den Zugang in Zukunft einfach über seinen Fingerabdruck herstellen will (alternativ können die Log-in-Daten auch einfach automatisch abgegriffen werden). Beim nächsten Besuch der Seite muss man sich nicht mehr mit der Eingabe von Benutzername und Passwort aufhalten, sondern legt einfach den Finger auf den Fingerabdruckleser. Die jeweiligen Zugangsdaten werden dann automatisch aus dem Security Center abgerufen. Dort können sie auch verwaltet werden. 

Zusätzlich ermöglicht Security Center auch das Verschlüsseln von Ordnern oder Dateien. Ein entsprechender Punkt kann einfach über das Kontextmenü aufgerufen werden, das beim Klicken der rechten Maustaste erscheint ("Security Center-Datei(en) verschlüsseln"). Laut Tt eSPORTS kommt mit AES 256 Bit ein ganz typischer Standard zum Einsatz. Wie sicher die Verschlüsselung ist, können wir allerdings nicht abschließend einschätzen.

In der Praxis gibt es für die Sicherung per Fingerabdruck zwei Hürden: Zum einen muss der Finger sehr präzise auf das schmale Leserfeld aufgelegt werden. Schon beim Einrichten des Abdrucks sollte man sich merken, wie man den Finger aufgelegt hat. Wird der Finger auch nur leicht versetzt oder verdreht aufgelegt, erkennt der Sensor ihn nicht wieder. Zumindest am Testsystem gab es darüber hinaus teilweise Softwareprobleme - unter Chrome konnten wir die Log-in-Daten zwar abgreifen, aber nicht einfach durch den Fingerabdruck ersetzen. Dafür waren die Log-in-Daten aus Chrome dann problemlos im Internet Explorer nutzbar. Hier reicht tatsächlich das Laden der Seite (z.B. von Hardwareluxx, aber auch von Online-Maildiensten), das präzise Auflegen des Fingers und schon ist man eingeloggt. 

Abschließend binden wir Tt eSPORTS Produktvideo ein, das Maus und vor allem die Zugangssicherung noch einmal in komprimierter Form vorstellt: