Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Schon auf den ersten Blick ist klar, dass ASUS mit dem Transformer Pad TF701T das Rad nicht neu erfinden will. Es ist vielmehr die konsequente Weiterentwicklung des Transformer Pad TF700T. Das Grundkonzept des leistungsstarken 10,1-Zoll-Androidtablets mit Tastaturdock wird beibehalten, doch nun gibt es Tegra 4 statt Tegra 3, 2 GB statt 1 GB RAM, 2.560 x 1.600 Pixel statt Full HD-Auflösung, USB 3.0 statt USB 2.0. 

Doch was merkt der Nutzer davon wirklich? Das Display wirkt gestochen scharf, einzelne Pixel müssten mit der Lupe gesucht werden. Allerdings bietet auch ein Full HD-Display auf einer 10,1-Zoll-Diagonale eine so hohe Pixeldichte, dass den meisten Nutzern kein Unterschied auffallen wird. Dafür benötigen mehr Pixel mehr Strom. Das ist vielleicht auch eine Erklärung dafür, warum die maximale Displayhelligkeit nicht gerade rekordverdächtig hoch ausfällt. Angesicht der ultra-hochauflösenden Displays in Konkurrenzmodellen fällt es im High-End-Segment aber zunehmend schwer, ein Full HD-Display zu rechtfertigen. Deutlicher bemerkbar macht sich der Performancesprung durch die leistungsstärkere Hardware. Gerade wer anspruchsvollere 3D-Spiele zocken möchte, wird den Tegra 4-Prozessor zu schätzen wissen. Dabei werden gerade bei Nutzung beider Akkus weiterhin bemerkenswerte Akkulaufzeiten geboten. Schließlich kann sich die Bestückung mit Anschlüssen und Speicherkartenlesern sehen lassen.

Vielleicht kann aber mancher Nutzer langsam das Design des Transformer Pads nicht mehr sehen. ASUS verzichtet hier auf eine Weiterentwicklung und behält auch den breiten Displayrahmen bei. Allerdings wirkt das Transformer Pad TF701T mit seinem Aluminiumgehäuse immer noch hochwertiger und robuster als viele Konkurrenzmodelle. Das wird auch im Vergleich zum eigenen Tastaturdock deutlich, bei dem ASUS Aluminium eingespart und Kunststoff genutzt hat. Während man den konservativen Ansatz beim Design durchaus nachvollziehen kann, wäre bei der Wahl der Androidversion doch ein etwas gegenwartsorientierteres Handeln wünschenswert. Es bleibt aber die Hoffnung auf ein baldiges Update.

Aktuell muss das Transformer Pad TF701T wenig Konkurrenz im Androidlager fürchten. Der Mix aus hoher Performance, ultra-hochauflösendem Display und Tastaturdock sichert dem Tablet eine Marktnische. Wer keinen Wert auf das Tastaturdock legt und eher einen Stylus bevorzugt, kann über die Anschaffung eines ähnlich teuren Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition nachdenken. Die Displayauflösung ist identisch und das Exynos-SoC sollte ebenfalls eine hohe Performance bieten. Windowsnutzer erhalten Tegra 4-Performance mit dem Microsoft Surface 2, das in Kombination mit Touch oder Type Cover durchaus auch produktiv nutzbar ist und sogar mit Microsoft Office (RT) ausgeliefert wird. Inklusive Cover ist diese Lösung aber rund 50 Euro teurer als das Transformer Pad.

Beim Design des aktuellen Transformer Pads gibt es keine Neuerungen, bei den Spezifikationen und bei der Preisgestaltung aber schon. ASUS rüstet das Transformer Pad TF701T mit aktueller Hardware auf und behält gleichzeitig das Vorzeigemerkmal der Serie bei. Wird ein leistungsstarkes Androidtablet mit Tastaturdock gesucht, ist das Transformer Pad TF701T deshalb eine hervorragende Wahl. 

Positive Aspekte des ASUS Transformer Pad TF701T:

  • leistungsstarker Prozessor
  • ultra-hochauflösendes Display mit IPS-Panel
  • mitgeliefertes Tastaturdock
  • gute Akkulaufzeiten
  • gute Anschlussbestückung mit microHDMI am Tablet und USB 3.0 am Dock
  • microSD-Kartenleser am Tablet, SD-Kartenleser am Dock
  • Tablet mit robustem und hochwertigem Aluminiumgehäuse

Negative Aspekte des ASUS Transformer Pad TF701T:

  • Display könnte heller sein, breiter Displayrahmen
  • Android 4.2 (aktuell ist 4.4)
  • Tastaturdock nicht mehr aus Aluminium