Seite 3: Die Oberfläche

Die Oberfläche hat sich seit der Vorstellung des WD TV Live Hub (unser Artikel) nicht verändert. Es kommt das bekannte "Moochi"-UI zum Einsatz, welches sich an einigen Stellen nach eigenem Wunsch umkonfigurieren lässt. Die Unterstützung für die populären Online-Dienste YouTube wurde natürlich beibehalten und noch etwas erweitert: Ab Werk wird zusätzlich noch Netflix, Hulu, Facebook, Pandora, Blockbuster, CinemaNow, Shoutcast, Picasa, AccuWeather, Deezer, Tunein, Live365, Mediafly, Spotify und Dailymotion unterstützt. Der Schwerpunkt für den US-Markt ist hier klar erkennbar und eine Ausweitung auf EU (bzw. speziell DE)-Angebote ist aktuell leider nicht in Sicht.

Unabhängig ob man Bilder, Musik oder Videos abspielen möchte, erscheint nach der Anwahl des Hauptmenüs für jeden Punkt an der oberen rechten Seite ein weiterer Navigationsbereich. Dort sind 4 Punkte fixiert, die auch über die Schnelltasten der Fernbedienung erreichbar sind. Hier können unter anderem die Quellen (lokal, extern, Netzwerk, etc.) gewechselt werden. Netzwerk-Logins für unterschiedliche Geräte können nach Belieben abgespeichert werden und eine Schnellsuche für WLANs in der Nähe erleichtert die Drahtlos-Einrichtung.

Das Abspielverhalten des Live ist nach wie vor erstklassig, sämtliche unserer Teststreifen spielte er klaglos ab, das Umrechnen einer DTS-Spur auf Stereo funktionierte ebenfalls problemlos. Ob die Daten aus dem Netz oder einer externen Platte stammten, war dabei unerheblich. Netzwerkfreigaben werden auf NFS oder CIFS-Basis verarbeitet und ein vorhandener UPnP/DLNA-Mediaserver lässt sich auch einbinden.

Hinsichtlich des drahtlosen Streamings per WLAN muss man in den eigenen 4 Wänden den schmalen Grat zwischen optisch/audiophilem Genuss oder stockendem Ruckelfrust selbst ausloten. Wirklich sinnvoll ist der WLAN-Betrieb nur dann, wenn man einen potenten n-fähigen Router/Access Point in der Nähe stehen hat, der auf entsprechend kurze Distanz die Inhalte schnell und durchsatzstark zur Verfügung stellen kann. Mit zunehmender Entfernung und Anzahl der zu überbrückenden Hindernisse nimmt die Wahrscheinlichkeit des ruckelfreien HD-Betriebs stark ab.

In unserem Test war ein HD-Streaming ins Nebenzimmer noch ohne Probleme möglich, sobald es aber durch mehrere Betonwände bzw. Etagen ging, war ein solides Abspielerlebnis nicht mehr gewährleistet. Die Reichweite steht und fällt dabei natürlich auch mit der Qualität des zu übertragenden Materials. Ein digitalisierter PAL-Mitschnitt aus dem Fernsehen hat eine wesentlich niedrigere Bitrate als ein ausgewachsener 1080p-Videostream mitsamt hochkarätiger HD-Tonspur.

Zu guter Letzt haben wir uns noch den Stromverbrauch angeschaut: Im Auslieferungszustand verbraucht der neue WD TV Live rund 6,5 Watt. Im Standby-Zustand liegt der Verbrauch bei 2,2 Watt, es besteht also noch leichtes Verbesserungspotential.