Seite 2: Die technischen Details

WD setzt intern erneut auf einen Sigma-Design-DSP, diesmal auf den SMP8670AD-CBE3 (vorher war ein SMP8655 verbaut). Dem Chip stehen zur Bewältigung seiner Aufgaben 512 MB DDR2 RAM zur Seite. Die Verbindungen zu externen Medien können über die beiden USB-2.0-Ports hergestellt werden oder über den verbauten Gigabit-NIC von Realtek - auf USB 3.0 wird seitens WD leider noch verzichtet. Gänzlich neu ist aber die Option, den kleinen WD TV per WLAN mit Inhalten zu versorgen. Eine externe Antenne ist nicht vorhanden, WD hat diese direkt im Gehäuse verbaut. Hinsichtlich optischer Kriterien eine gute Entscheidung, jedoch kann der Käufer so auch kein Upgrade durch Nachkauf einer potenteren Antenne tätigen, ebenso wie manuelle Ausrichtungsmöglichkeiten zur Empfangsverbesserung ausbleiben müssen.

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Bezüglich der verbauten Ausgabe-Ports hat WD im Gegensatz zum Live Hub etwas reduziert: Zwar bietet der Live WiFi nach wie vor den HDMI-Port für hochauflösendes Material, ebenso wie ein Klinken-Anschluss für Analogsignale bereitsteht. An dieser Stelle wurde aber auf den vormals noch vorhandenen dreiteiligen Komponenten-Ausgang verzichtet. Der Netzwerk-Anschluss ist mit maximal möglichem Durchsatz von 1 Gigabit/s identisch geblieben. Die Audio-Wiedergabe kann zusätzlich noch über den optischen Toslink-Port erfolgen. DTS-Signale kann der Live automatisch auf Stereo konvertieren, sofern kein externer Decoder vorhanden ist.

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Zum Anschluss von externen Medien befindet sich an Front- und Rückseite jeweils ein USB-Port. Hier kann zusätzlich auch eine USB-Tastatur angeschlossen werden, was den Bedienkomfort deutlich erhöht.

Zusammenfassend stehen also folgende Anschlüsse bereit:
  • 1x HDMI
  • 2x USB2.0
  • 1x Gigabit Ethernet
  • 1x optischer TOSLINK
  • 1x AV-Out (Klinke)
  • 1x b/g/n-WLAN

Die Anschlüsse sind bis auf einen frontalen USB-Port allesamt an der Rückseite angebracht. Ein gesonderter Ein/Aus-Schalter ist lediglich beim WD TV Live Hub zu finden, die restlichen Geräte der TV-Familie müssen darauf verzichten und sind gänzlich auf die beiliegende Fernbedienung angewiesen.

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Was die unterstützten Audio- und Video-Formate betrifft, so steht der WD TV Live seinen Vorgängern in nichts nach. Auf Videoseite werden folgende Formate und Codecs abgespielt:

  • AVI (Xvid, AVC, MPEG1/2/4, WMV9, VC-1)
  • MPG/MPEG, VOB
  • MKV (h.264, x.264, AVC, MPEG1/2/4, WMV9, VC-a)
  • TS/TP/M2T (MPEG1/2/4, AVC, VC-1)
  • MP4/MOV (MPEG4, h.264)
  • M2TS, WMV9

Untertitel können ebenfalls dargestellt werden, sofern sie in SRT, ASS, SSA, SUB oder SMI vorliegen.

Die Audio-Front wird mit MP3, Wav/PCM/LPCM, WMA, AAC, FLAC, MKA, AIF/AIFF, OGG, Dolby Digital und DTS entsprechend bedient, wobei auch Playlist-Formate wie PLS, M3U, WPL benutzt werden können. Nach wie vor wird DRM-geschütztes Material allerdings nicht abgespielt.

Bei den angebotenen Auflösungen zeigt sich der kleine Mediaplayer alles andere als zimperlich, insgesamt stehen dem Käufer folgende Ausgabeformate bereit:

Bilder kann der WD TV Live WiFi ebenso darstellen, hier werden die gebräuchlichen Formate wie JPEG, Gif, TIFF, BMP und PNG angeboten. JPGs werden nur dann unterstützt, sofern es sich um komprimiertes RGB-Material handelt und die Auflösung 2048x2048 nicht überschreitet. TIFFs dürfen maximal eine Ebene besitzen.

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Eine Fernbedienung befindet sich natürlich auch im Lieferumfang: Die Exemplare der Vorgängermodelle waren sehr klein gehalten und hatten recht wenige Funktionen, das neue Modell ist seit Einführung des Live Hub deutlich größer (in der Länge nahezu verdoppelt) ausgefallen und darüber hinaus auch programmierbar. Ein identisches Modell ist auch im Lieferumfang des TV Live WiFi enthalten. Das Zahlenfeld ist wie bei Mobiltelefonen mit  Ziffern zusätzlich belegt und ermöglicht so eine etwas bessere Navigation bei Online-Inhalten. Ein Ersatz für eine Tastatur ist es jedoch keinesfalls.

Insgesamt liegt die Fernbedienung aber gut in der Hand und auch beim Druckpunkt der Tasten hat WD nachgebessert. Man erhält nun bei einem Tastendruck wesentlich deutlicher das Gefühl ein Kommando abgesetzt zu haben. Beim Vorgängermodell des Live Hub war dies noch reichlich schwammig und unpräzise.

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Das mitgelieferte Zubehör beschränkt sich auf absolute Notwendigkeiten wie Batterien für die Fernbedienung, das Netzteil für den Betrieb und ein dreiteiliges Klinke-Cinch-Kabel für die Ausgabe von Bild und Ton. Ein HDMI-Kabel ist nicht mit im Lieferumfang.

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Da der kleine WD TV Live keinen aktiven Lüfter gesitzt, steht dem geräuschlosen Bildgenuss bzw. der musikalischen Untermalung nichts im Wege. Sollte ein Firmware-Reset nötig sein, kann dies über den kleinen Taster an der Unterseite des Live WiFi per Zuhilfenahme eines kleinen Schraubendrehers erledigt werden.