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Nachdem bereits das Google Pixel 11 Pro ausführlich betrachtet wurde, steht nun mit dem Pixel 11 Pro Fold das Spitzenmodell der Pixel-11-Serie im Mittelpunkt. Der hohe Preis positioniert das faltbare Smartphone klar im Premiumsegment. Technisch bietet das Gerät einige Besonderheiten, schöpft die Möglichkeiten der Pixel-Plattform jedoch nicht in allen Bereichen vollständig aus.
Anmerkung: Dieser Bericht stammt im Original von unserer niederländischen Partnerseite TechnologyInsider.nl und wurde übersetzt und angepasst.
Faltbare Smartphones nehmen innerhalb des Mobilfunkmarktes weiterhin eine Sonderstellung ein. Die OLED-Technologie ermöglicht dabei Displayflächen, die sich zusammenklappen lassen und im ausgeklappten Zustand deutlich mehr Platz bieten als klassische Smartphones. Das Konzept erinnert in gewisser Weise an frühe Mobilgeräte mit ungewöhnlichen Formfaktoren, wie etwa den Nokia Communicator, setzt technisch jedoch auf eine vollkommen andere Grundlage.
Der wesentliche Vorteil eines Foldables liegt in der Kombination aus Smartphone und größerer Displayfläche. Insbesondere für Spiele, Multitasking oder Anwendungen mit komplexen Benutzeroberflächen kann der zusätzliche Platz einen praktischen Mehrwert bieten. Auch Web-Anwendungen oder umfangreiche Backend-Oberflächen lassen sich auf einem solchen Display komfortabler bedienen. Entsprechend interessant können faltbare Smartphones insbesondere für Nutzer sein, die regelmäßig mobil arbeiten oder gelegentlich die größere Darstellung eines Tablets benötigen, ohne dafür ein zweites Gerät mitführen zu wollen.
Damit liegt eine der größten Stärken des Konzepts zugleich in seiner ständigen Verfügbarkeit. Während ein Tablet häufig erst mitgenommen oder aus einer Tasche geholt werden muss, kann ein Foldable jederzeit als Smartphone genutzt und bei Bedarf aufgeklappt werden. Dieser Ansatz macht die Geräte insbesondere für Nutzer interessant, die die Vorteile eines Tablets schätzen, aber kein separates Gerät dafür anschaffen möchten. Der Nachteil liegt allerdings im Preis: Faltbare Smartphones gehören weiterhin zu den teuersten Geräten auf dem Smartphone-Markt.
Beim Formfaktor versucht Google, die Abmessungen trotz der zusätzlichen Displayfläche vergleichsweise kompakt zu halten. Zusammengeklappt entspricht die Größe des Pixel 11 Pro Fold in etwa der des regulären Pixel 11 Pro. Auf der Außenseite steht ein 6,5 Zoll großes Display zur Verfügung. Im zusammengeklappten Zustand misst das Gerät etwas mehr als einen Zentimeter in der Tiefe und ist damit weniger als 2 mm dicker als das reguläre 11 Pro. Aufgeklappt wächst die Displayfläche auf 8 Zoll, während die Gehäusedicke auf 5 mm sinkt.
Zum Vergleich: Das neue Samsung Galaxy Z Fold8 Ultra kommt laut den vorliegenden Angaben auf eine Dicke von 9,7 mm im geschlossenen beziehungsweise 4,5 mm im geöffneten Zustand und wiegt 201 g. Das Pixel 11 Pro Fold bringt dagegen 226 g auf die Waage. Damit ist es 35 g schwerer als das reguläre Pixel 11 Pro, das 204 g wiegt. Das zusätzliche Gewicht ist angesichts des größeren Gehäuses und der zweiten Displayeinheit nachvollziehbar, macht sich im direkten Vergleich aber durchaus bemerkbar.
Bei den Displays gibt Google für beide Panels eine maximale Helligkeit von bis zu 3.600 Nits an. Unter unseren Messbedingungen erreicht das äußere Display bei einer vollflächigen weißen Darstellung 890 Nits. Das innenliegende Panel kommt unter denselben Bedingungen auf 680 Nits. Die Messwerte liegen damit deutlich unter der von Google angegebenen Spitzenhelligkeit, die allerdings unter spezifischen Messbedingungen und nicht bei einer vollständig weißen Darstellung erreicht wird.
Die konstruktionsbedingt vorhandene Falz des Innendisplays bleibt insbesondere bei dunklen beziehungsweise vollständig schwarzen Darstellungen deutlich sichtbar. Bei der alltäglichen Nutzung fällt sie jedoch meist weniger stark ins Gewicht. Je nach Betrachtungswinkel und dargestelltem Inhalt kann die Vertiefung zwar wahrgenommen werden, beim normalen Arbeiten mit Apps, Webseiten oder anderen Inhalten stellt sie in der Praxis jedoch nur eine vergleichsweise geringe Einschränkung dar.
| Produkt | Google Pixel 11 Pro Fold |
| Unverbindliche Preisempfehlung | 1.999 Euro (256 GB) 2.129 Euro (512 GB) 2.389 Euro (1 TB) |
| Prozessor | Google Tensor G6 |
| Display | 6,5 Zoll OLED mit 120 Hz / 8 Zoll OLED mit 120 Hz |
| Pixel | 2.342 × 1.080 / 2.152 × 2.076 |
| Speicher | 256/512/1.024 GB |
| Arbeitsspeicher | 16 GB |
| Kommunikation | |
| Mobilfunk | 5G |
| Drahtloses Netzwerk | Wi-Fi 7 |
| Bluetooth | 6.0 |
| Kopfhöreranschluss | - |
| Akku | |
| Kapazität | 4.806 mAh |
| Aufladen | Kabelgebunden 30 W, kabellos 25 W |
| Als Powerbank verwendbar | kabelgebunden |
| Kameras | |
| Selfie-Kamera | 2x 10 Megapixel |
| Rückkamera 1 | 10,5 Megapixel, f/2,2, OIS, PDAF |
| Rückkamera 2 | 48 Megapixel, f/1,7, PDAF, OIS |
| Rückkamera 3 | 10,8 Megapixel, f/3,1, 5-facher optischer Zoom, PDAF |
| Technische Daten | |
| Gewicht | 239 Gramm |
| Länge | 155,2 mm |
| Breite | 76 mm / 150,4 mm |
| Dicke | 5 mm / 10,1 mm |