Seite 1: Acer Liquid E1 im Test

teaserAcer bietet seit längerer Zeit Android-Smartphones im günstigen Sektor an. Mit rund 180 Euro gehört das Liquid E1 eher zu den Mittelklasse-Geräten, die etwas mehr als die absolute Basis-Ausstattung bieten. So kommt das Gerät mit einem Dual-Core-Prozessor, 1 GB an Arbeitsspeicher, einer Front- und Hauptkamera, IPS-Display, Dual-SIM-Funktion und einem ausreichend groß dimensionierten Akku. Als System kommt Android 4.1 "Jelly Bean" zum Einsatz. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt und was man der Hardware abverlangen kann, haben wir im nachfolgenden Test festgehalten.

  

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Varianten

Das Liquid E1 ist bislang lediglich als Dual-SIM-Variante in Schwarz oder Weiß verfügbar. Eine Single-SIM-Variante ist zwar im Preisvergleich gelistet, einen Preis zu dieser gibt es bislang aber noch nicht. Weitere Farben sind ebenfalls nicht geplant.

Optik, Haptik, Hardware

Die Hardware wurde zu Beginn schon kurz angesprochen: Die Dual-Core-CPU von Mediatek taktet mit 2 x 1,0 GHz und sollte damit ausreichend schnell alle Standard-Funktionen ausführen können. Nicht immer üblich sind die 1 GB an Arbeitsspeicher sowie das verbaute IPS-Display. Das ist mit 4,5-Zoll zwar ordentlich groß, die Auflösung liegt aber lediglich im Mittelfeld. 960 x 540 Pixel sorgen nicht mehr für eine superscharfe Darstellung, sollten dem Käufer eines günstigen Smartphones aber sicherlich ausreichen. Der interne Speicher ist leider auf lediglich 4 GB beschränkt, wovon nach Erststart nur etwa 2 GB zur Verfügung stehen - zwar kann der Speicher mittels microSD erweitert werden, manche Daten lassen sich aber nicht unmittelbar auslagern, sodass es hier bei intensiver Nutzung zu Engpässen kommen könnte. In unserem Test war dies jedoch nicht der Fall.

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Front- und Hauptkamera sind - wie sollte es anders sein bei einem Gerät dieser Preisklasse - deutlich abgespeckt. Lediglich 0,3 MP bietet die vordere Kamera. Immerhin 5 MP und einen Blitz das rückseitig verbaute Modell. Das Megapixel nicht unbedingt etwas über die Qualität der Fotos aussagen, ist hinlänglich bekannt. Deshalb haben wir im Laufe des Tests natürlich einige Testfotos aufgenommen.

Prozessor 2x 1 GHz (Mediatek MT6577)
Display & Auflösung 4,5-Zoll IPS; 960 x 540 px)
Akku 1760 mAh, entnehmbar
Kamera (sekundär) 0,3 MP
Kamera (primär)

5-MP, 720p-Video

int. Speicher 4 GB; per microSD erweiterbar
Maße / Gewicht 132 x 68,5 x 9,9 mm; 130 g
Die Übersicht aller Features befindet sich auf der letzten Seite des Testberichts.

Die Verarbeitung des Acer Liquid E1 ist ordentlich, auch wenn es optisch nicht unbedingt eine Design-Meisterleistung ist. Die roten Akzente unter dem Display und am Power-Button sowie die rückseitig angebrachten Stereo-Lautsprecher durchstoßen das sonst eher langweilige Design. Ebenso auf der Rückseite positioniert sind Kamera, Blitz und Mikrofon. Durch die leichte Gummierung und Strukturierung der Rückseite lässt sich das Smartphone gut und sicher mit einer Hand bedienen. Die Dual-SIM-Funktion ist analog zu der, die auch schon Alcatel in seinen Android-Geräten eingesetzt hat (zum Test des Alcatel onetouch idol 6030D). 

Die schon angesprochenen Lautsprecher sind zwar mit dem Zusatz DTS gekennzeichnet, konnten uns aber nicht wirklich überzeugen. Den Vergleich mit einem HTC One möchten wir an dieser Stelle erst gar nicht ziehen (wobei dies auch aufgrund des Preisunterschieds unfair wäre), doch neigen die Lautsprecher bei hohen Lautstärken zum Schrebbeln. Insgesamt war die Sound-Erfahrung eher enttäuschend.

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Ergonomie / Handhabung

Oftmals wichtiger als der letzte Punkt im Benchmark ist die Handhabbarkeit eines Smartphones. Mit 132 x 68,5 x 9,9 mm gehört das E1 nicht zu den flachsten und kleinsten Geräten, wirkt aber durch die abgerundeten Formen gefällig. Mit 130 Gramm liegt das Gewicht inklusive Akku im Rahmen - aus Gewicht und Volumen ergibt sich ein Verhältnis von 1,45 g/cm³, womit man im Bezug auf dieses Verhältnis eines der leichtesten Geräte, die jemals in unseren Testräumen waren, geschaffen hat. Nichtsdestotrotz fühlt sich das Liquid E1 dank der leicht gummierten Rückseite nicht billig an.

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Ergonomisch nicht ganz so günstig ist natürlich der Einsatz eines 4,5-Zoll-Displays. Nur knapp 62% der Vorderseite werden vom Display bedeckt - und das trotz Onscreen-Buttons. Ebenso war in unserem Test der an der Oberseite angebrachte Button schlecht zu bedienen und reagierte nur bei senkrechtem Druck zuverlässig. Ebenso ungünstig platziert sind unserer Meinung nach die Stereo-Lautsprecher, da gerade Menschen mit größeren Händen diese im Querformat komplett verdecken.