Seite 1: Test: ASUS PadFone 2 - Zweite Auflage der Kombilösung

teaser"I'm at a padfone trying to call home; All of my change, I spent on you..." - so fing schon der Test zum Padfone 1 an. Und da die beiden Geräte sich so ähnlich sind, haben wir diesen Opener beibehalten. Mit dem Padfone 2 versucht ASUS die Probleme und Makel des ersten Werkes auszumerzen, um ein gänzlich durchdachtes Produkt auf den Markt zu bringen. Hat sich das Padfone 1 noch etwas nach Konzept angefühlt, soll dies mit der neuen Iteration besser werden. Wir haben uns das Transformer-Tablet-Smartphone-Gerät angesehen.

Wir bedanken uns bei 'getgoods.de' für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testsamples.

 

Noch eine Anmerkung bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen wollen: Auf dem Mobile World Congress hat ASUS das neue Padfone Infinity vorgestellt (das Hands-on). Das Padfone 2 wird aber nicht abgelöst, sondern die Padfone-Range um ein neues Top-Modell erweitert. 

Optik, Haptik, Hardware

Wie auch schon bei der ersten Generation ist auch hier die Verarbeitung wieder sehr gut - trotz eines hohen Einsatzes von Kunststoff. Wir wollen uns im ersten Teil zunächst auf das Padfone ohne die zugehörige Tablet-Dockingstation konzentrieren. Das Gerät kommt wie die erste Generation in Keilform - setzt aber diesmal auf richtige Touch-Buttons und nicht wie noch beim Vorgänger auf virtuelle Tasten. Der umlaufende Metallrahmen gibt dem Gerät eine hochwertige Haptik, die Optik profitiert davon natürlich auch - wenngleich die Stoßkante, an der der Rahmen zusammengefügt ist, mit wenig Liebe zum Detail ausgeführt wurde. Etwas schade: Der große Abstand zwischen Display und Unterkante des Gerätes - dieser lässt es etwas bulliger wirken als es eigentlich ist.

Prozessor 4x 1,5-GHz (Qualcomm Snapdragon S4 Pro)
Display 4,7-Zoll (IPS), 1280 x 720 px
Akku 2140 mAh
Kamera (vorne) 1,0 MP
Kamera (hinten) 13 MP
Speicher 32 GB; nicht erweiterbar
Maße / Gewicht 137,9  x 68,9 x 9 mm; 135 g
Die komplette Feature-Liste gibt es auf der letzten Seite des Testberichts.

Die SIM-Karte wird am oberen Rand des Gerätes eingeschoben (der Akku ist nicht entnehmbar), dort findet sich auch mittig angebracht der 3,5-mm-Klinke-Anschluss. Die Rückseite beherbergt die Kamera, den LED-Blitz sowie einen Lautsprecher und ist im gleichen Stil wie die hauseigenen Zenbooks gehalten. Die texturierte Rückseite fühlt sich angenehm an, bietet aber nicht sonderlich viel Grip.

Auf der Unterseite findet sich der microUSB-Anschluss, der für den Docking-Mechanismus etwas vom Standard abweicht. Zwar passen normale microUSB-Kabel in das Gerät, aufgrund fehlender Haltenasen wackeln diese jedoch sehr stark und neigen zum abfallen - das war beim Vorgänger besser gelöst. Die rechte Seite beherbergt den Power-Button sowie die Lautstärkewippe - beides ist aufgrund der Keilform ins obere Drittel des Telefons gerutscht. 

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Dennoch hat man vieles zum Vorgänger verbessert: das Display misst nun 4,7 anstatt 4,3-Zoll, kommt mit 720p und bei der Technik setzt man auf IPS anstatt SAMOLED. Ist das Padfone 2 für LTE ausgelegt? Theoretisch ja, in Deutschland erscheint aber nur eine HSPA+-Variante. Dafür hat man Bluetooth 4.0, NFC, einen Qualcomm S4-Quadcore mit Adreno 320 Grafik, doppelt so viel Arbeitsspeicher wie zuvor (2 GB anstatt 1 GB), einen neuen Tablet-Dock-Mechanismus, bessere Kameras und einen 2140 mAh Akku (anstelle 1520 mAh). Unser Testmuster war leider noch nicht in der Lage auf Android 4.1 zu updaten, da das Update aktuell erst ausgerollt wird.

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Insgesamt wirkt das Padfone 2 an vielen Stellen sinnvoll verbessert, was sich ASUS aber beim neuen microUSB-Stecker gedacht hat und wieso man den Akku nicht mehr (wie beim Vorgänger) entnehmen kann, müssen wir wohl nicht verstehen. Ebenso traurig: der Wegfall des microHDMI-Anschlusses. Wie sich hingegen die neue Padfone-Station macht und wie sie im Vergleich zum Vorgänger abschneidet, haben wir auf der nächsten Seite getestet.