Seite 2: Performance, Akkulaufzeit, Kamera

LG setzt beim L9 auf Android 4.0, wann und ob ein Update auf 4.1 oder gar 4.2 kommt, ist nicht bekannt. Das System läuft dafür aber definitiv rund, die Oberfläche ist wie schon beim L7 angepasst aber dennoch performant. Zu sehr ins Detail gehen wollen wir in diesem Kurztest aber nicht, weshalb wir Benchmarks sprechen lassen wollen - allen Interessenten sei unser Artikel zum LG L7 ans Herz gelegt, in dem wir nochmals näher auf die Software und Anpassungen seitens LG eingehen - die dort getroffenen Aussagen lassen sich in weiten Teilen auch auf das L9 anwenden.

Systemperformance

  SunSpider
[ms]
Browsermark 2
[pkt]
LG L9 2277,0  1181 
Motorola Razr i 1102,1  1615 
Apple iPhone 4  3032,6 1058 
Nokia Lumia 920 911,5 1667

Die subjektive Geschwindigkeit des L9 ist auch ohne Project Butter, das erst mit Android 4.1 eingeführt wurde, wirklich gut. Ein Ruckeln erlebt man nur selten und auch App-Starts dauern dank des Dual-Core-Prozessors nicht allzu lange. Insgesamt ist das Gerät allen täglichen Aufgaben durchaus gewachsen, weshalb man es in diesem Bereich empfehlen kann. Dass noch keine Updates auf aktuellere Systeme vorliegen ist schade, bei einem so günstigen Gerät aber schon fast zu erwarten. Außerdem hat LG aktuell allerhand mit dem Vertrieb des Nexus 4 zu tun - und da liegt ein Gedanke nah: Wieso sollte man sich dort zu große Konkurrenz im eigenen Lager schaffen?

Akkulaufzeit

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Wirklich gut finden wir den 2150 mAh Akku im Inneren des schlanken Gerätes. Dank des Nicht-HD-Displays, eingestellt auf eine Helligkeit von etwa 50 Prozent, haben wir das Gerät rund zwei Tage online halten können - hier sollte es also auch für Power-User keine Probleme geben. Insgesamt performt das Gerät in diesem Bereich sehr gut - hier macht sich die nicht so starke Hardware positiv bemerkbar.

Kamera

Die der Kamera beigelegte Applikation ist mittlerweile meist fast so wichtig, wie die Kamera selbst. Da das LG L9 über keinen separaten Hardware Auslöser verfügt, kann die Lautstärkewippe hierfür missbraucht werden. Alternativ kann man auch per Sprachbefehl auslösen: Cheese, Kimchi, Whisky - das sind einige der Befehle, die die Kamera zum auslösen annimmt. Die Funktion kann man, anders als den Lautstärke-Shutter, aber auch ausstellen. Die App bietet mit Einstellungen für Exposure, Focus, Szene, Flash, Image Size, ISO, Whitebalance, Geotagging, Timer und Shutter-Sound den üblichen Umfang. Anpassen lassen sich die Schnellzugriffe leider nicht - und auch der Shutter Sound ist nicht deaktivierbar (auch nicht durch Einstellen des Lautlos-Modus). Insgesamt ist die Applikation eher durchschnittlich - ob das auch für die Bildqualität der Primärkamera gilt, haben wir natürlich auch getestet.

Auf unserem Skydrive-Account haben wir die Test-Fotos noch einmal in voller Qualität direkt vom Telefon hochgeladen, sodass man sich in diesem Punkt ein eigenes Bild verschaffen kann. Wir können aber sagen: Das L9 macht für die 5-MP-Kamera ganz ordentliche Bilder - für die Betrachtung auf größeren Bildschirmen sind sie aber schon grenzwertig.