TEST

Ausprobiert

Tesoro Alphaeon S3 mit perforierter Kunstlederoberfläche - Einstellmöglichkeiten und Sitzkomfort

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Einstellmöglichkeiten

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In der heutigen Zeit sind viele verstärkt im Homeoffice, und man sitzt vielleicht dadurch mehr als sonst im heimischen Büro. Da ist es nicht möglich, mal eben zu den Kollegen ins andere Büro zu gehen. Deswegen ist ein bequemer Stuhl und auch ein Stuhl, der sich an die eigenen Vorlieben und körperlichen Gegebenheiten anpassen lässt, sehr wichtig. Der Alphaeon S3 bietet ein solides Paket an Einstellungsmöglichkeiten, jedoch sind alle diese Einstellungen, bis auf eine, schon fast zum Standard in der heuten Zeit geworden.

Grundsätzlich sollte ein Stuhl immer zu den maßgeblichen körperlichen Eigenschaften wie Gewicht und Größe passen. Der Alphaeon S3 ist für Personen mit einer Körpergröße von 160 - 185 cm ausgelegt und einem maximalen Körpergewicht von 130 kg. Die Höhe der Sitzfläche lässt sich im Bereich von 36 - 44 cm durch die Gasdruckfeder der Klasse 4 verstellen. Unser Redakteur mit einer Körpergröße von 185 cm kann noch sehr gut auf dem Stuhl sitzen, wobei dies immer von Person zu Person unterschiedlich sein kann.

Die Armlehnen können, wie bei fast allen aktuellen und modernen Gamingstühlen, auf drei unterschiedliche Arten angepasst werden. Die Anpassung der Höhe kann durch einen an der Unterseite befindlichen Druckknopf vorgenommen werden. Dieser sperrt das versehentliche Hoch- oder Herunterdrücken der Armlehne. Des Weiteren kann die Armlehne nach vorne oder nach hinten geschoben werden. Auch das Drehen nach innen oder nach außen ist problemlos möglich. Leider ist für unseren Geschmack das Drehen etwas zu leichtgängig, und da wir den Stuhl auch gerne mal an der Armlehne verschieben, kommt es oft vor, dass diese versehentlich verdreht wird. 

Wie üblich kann auch die Rückenlehne eingestellt werden, zwar nicht in der Höhe, aber dafür im Winkel von bis zu maximal 150°. Eine integrierte Synchronmechanik ist nicht vorhanden. Die Rückenlehne kann manuell durch das Betätigen des Hebels auf der rechten Seite der Rückenlehne entriegelt werden. Eine Wippfunktion ist ebenfalls vorhanden und ermöglich die Verstellung von Sitzfläche und Rückenlehne von bis zu 15°.

Eine Besonderheit am Alphaeon S3 ist es, dass die Sitzfläche in drei Stufen um bis zu 5 cm nach vorne herausgezogen werden kann. Diese Funktion kennt man vielleicht schon aus dem Automobilbereich und wurde von Tesoro nun in den Alphaeon S3 integriert. Diese Funktion soll die Auflagefläche der Beine erhöhen und damit auch die Beine weiter entlasten.

Eine integrierte Lumbalstütze ist nicht vorhanden und wird beim Alphaeon S3 leider durch ein beiliegendes Kissen realisiert. Das Problem bei diesen Kissen ist meistens aber, dass diese entweder zu dick oder zu dünn sind und daher ihren Zweck nicht richtig erfüllen können. Beim Alphaeon S3 ist das Kissen relativ dünn. Neben dem Kissen für den Rücken ist noch ein Kissen für den Nacken vorhanden, welches durch die Montageart bei einer Körpergroße von 185 cm leider etwas zu tief ist.

Praxistest – der Sitzkomfort

Das Wichtigste an einem Stuhl, egal ob aus dem Gaming- oder aus dem klassischen Bürobereich, ist der Sitzkomfort und das nicht nur für ein paar Minuten, sondern durchaus für mehrere Stunden am Stück. Genau das haben wir jetzt über mehrere Wochen im Homeoffice-Alltag mit gelegentlichen Ausflügen zur Kaffeemaschine getestet.

An dieser Stelle sei allerdings darauf hingewiesen, dass der gefühlte Sitzkomfort eine sehr persönliche Wahrnehmung ist. Was dem einen passt, kann den zweiten merklich stören. Daher gilt: Bei unseren Beschreibungen handelt es sich um subjektive Erfahrungen.

Grundlegend waren die möglichen Einstellungen völlig ausreichend und mit der zusätzlich verlängerbaren Sitzfläche bietet der Stuhl alles was benötigt wird. Mit einer Größe von 185cm ist zwar die maximale empfohlene Körpergröße erreicht, aber Personen mit 190 cm sollten noch bequem auf dem Stuhl sitzen können. Die maximale Höhe der Sitzfläche muss nicht eingestellt werden, es bleibt also noch ein bisschen Luft nach oben und auch die Rückenlehne bietet noch Platz nach oben. 

In unserem Fall war die Rückenlehne in Verbindung mit dem Kissen optimal und wir hatten zu keinen Zeitpunkt Rückenbeschwerden oder Probleme. Dadurch, dass das Kissen nicht so dick ist, konnten wir dieses auch verwenden, auch wenn es durch die Montage mit dem Gummiband ab und zu mal von seiner ursprünglichen Position abrutscht. Das Nackenkissen ist zwar praktisch, in unserem Fall aber leider ein bisschen zu tief, und durch die sehr eingeschränkte Montageweise leider nur bedingt zu gebrauchen.

Dass die Sitzfläche verlängert werden kann, kommt uns in unserem Fall sehr entgegen, da die Oberschenkel recht lang sind und die Beine durch die verlängerte Sitzfläche sehr angenehm entlastet werden. Die Sitzfläche selbst ist aber auch ohne die Verlängerung eigentlich ausreichend groß dimensioniert. Die Polsterung ist ebenfalls sehr angenehm, dass gilt auch für die Rückenlehne.

Während der gesamten Testphase haben wir bemerkt, dass die Wärmeentwicklung zwar vorhanden ist, verglichen mit einem Kunstlederstuhl ohne Perforation aber geringer ausfällt. Zwar ist die nicht mit einem Stoffstuhl mit einem Netzrückteil zu vergleichen, aber der Effekt ist spürbar. Der Vorteil vom Kunstleder ist die einfache Reinigung und auch dass man sich nicht so schnell statisch auflädt, was bei einem Stuhl mit Netzrückenteil und einer Stoffbezug schneller passieren kann.

Quellen und weitere Links

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