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Ausprobiert

Tesoro Alphaeon S3 mit perforierter Kunstlederoberfläche - Aufbau, Optik und Verarbeitungsqualität

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Lieferumfang und Aufbau

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Der Aufbau eines Gamingstuhls ist in 99 % der Fälle sehr ähnlich und im Wesentlichen besteht auch nicht wirklich ein Unterschied zu einem normalen Bürostuhl. Geliefert wird alles, was für die Montage notwendig ist, in einem großen Karton. Jedes Teil ist entsprechend verpackt und somit vor Beschädigungen geschützt. Wobei man dies auch mit Papier anstatt so viel Plastik hätte etwas umweltfreundlicher gestalten können. Die Montageanleitung ist kurz, aber erklärt die wichtigsten Schritte, und daher kommt man auch mit einer DIN-A4-Seite hin. 

Für die eigentliche Montage ist keine zweite Person notwendig. Man kann alles mit etwas Geduld und etwas handwerklichem Geschick alleine zusammenbauen. Jedoch ist für die Montage der Rückenlehne an der Sitzfläche eine zweite Person, die die Rückenlehne festhält, nicht unpraktisch. Die Halterungen, die an der Sitzfläche fest montiert sind, sind nämlich etwas nach außen gebogen und werden erst durch die Schrauben an die Rückenlehne herangezogen.

Dadurch ist es beim Einschrauben der ersten Schrauben notwendig, diese mit etwas Druck an die Rückenlehnen zu drücken. Des Weiteren sollte man vielleicht darüber nachdenken, sich eben die zwei passenden Schraubendreher aus der Werkzeugkiste zu holen. Damit sollte die Montage etwas einfacher von der Hand gehen als mit den mitgelieferten Kombitool. Denn bei der Sitzfläche haben wir das Problem, dass das Kombitool etwas zu lang ist und wir bei zwei Schrauben immer wieder neu ansetzen müssen.

Optik und Verarbeitungsqualität

Rein optisch sind die meisten Gamingstühle alle gleich aufgebaut und orientieren sich stark an den Schalensitzen aus dem Motorsport. Dies ist auch beim Alphaeon S3 so, denn auch dieser verfügt über ausgeprägte Wangen an Hüfte und Schultern. Auch wenn diese bei weitem nicht so eng sind wie bei einem richtigen Stuhl aus dem Rennsport, so ist die Ableitung klar erkennbar. Aber bei einem Gamingstuhl soll man auch nicht über eine längere Zeit in einer Position gehalten werden, und entsprechende "G-Kräfte" sollten in der Regel auch nicht vorherrschen.  

Wie die meisten Gamingstühle ist auch der Alphaeon S3 mit einem Kunstlederbezug versehen worden. Dieser ist zwar einfach zu reinigen, kann aber auch schnell seinen erstmal schönen Eindruck verlieren. Farblich ist der dominierende Anteil in Schwarz gehalten, jedoch wird mit ein paar Farbakzenten das Ganze dann wieder ein bisschen aufgepeppt. Insgesamt steht der Alphaeon S3 in vier Farbkombinationen (schwarz/rot, schwarz/pink, schwarz/gelb, schwarz/cyan) zur Verfügung.

Auch wenn das Design oder die Farben jetzt noch nichts Besonderes sind, so ist die Kunstlederoberfläche dann doch ein bisschen anders als bei anderen Herstellern. Tesoro hat sich nämlich für die wärmeren Tage etwas einfallen lassen. Die Kunstlederoberfläche ist perforiert, was eine bessere Luftzirkulation ermöglichen soll. Somit soll das Schwitzen, welches auf einer Kunstoberfläche wesentlich schneller und stärker auftritt als bei einer Stoffoberfläche, minimieren.

Die farblichen Akzente befinden sich sowohl auf der Sitzfläche als auch an der Rückenlehne. Zusätzlich ist auch um die eigentliche Naht auf jeder Seite eine Ziernaht in der gleichen Akzentfarbe. Auf den Kissen und auf der Rückseite der Rückenlehne sind ebenfalls der Herstellername und auch die Modellbezeichnung in der Akzentfarbe aufgebracht.

Die Armelehnen sind wie bei vielen anderen Stühlen dieser Preisklasse in drei Richtungen verstellbar. Das Design ist sehr neutral und nicht wie beispielsweise beim Corsair T3 Rush mit einem besonderen Design versehen. Richtig gepolstert sind die Armlehnen in der Regel nicht, und auch beim Alphaeon S3 ist dies so. Das Material lässt sich zwar ein wenig mit dem Finger eindrücken, ist aber bei weitem nicht vergleichbar mit wirklich gepolsterten Armlehnen.

Das Drehkreuz ist aus Metall gefertigt und in schwarz lackiert worden. Leider lässt sich durch die Lackierung erkennen, an welchen Stellen das Metall bearbeitet wurde. Das sieht aus der Nähe nicht besonders schön aus, und wir haben das auch schon anders und in einer besseren Ausführung gesehen. Die beiliegenden Rollen sind ganz normale Standardrollen, wie sie bei sehr vielen Bürostühlen zu finden sind. Leider sind diese Rollen wenig überzeugend. Sie laufen sehr schwer und auf unserem Parkettboden rollen sie teilweise gar nicht und wenn dann nur sehr laut. Wir empfehlen diese gegen Rollerbladerollen auszutauschen, welche zum Teil schon für 18 Euro erhältlich sind. Das Rollen mit dem Stuhl wird dadurch nicht nur wesentlich angenehmer, sondern auch der Boden wird nicht so stark an den Stellen strapaziert.

Quellen und weitere Links

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