Seite 1: AVerMedia Live Gamer Portable im Test

avermedia teaser kleinEnde letzten Jahres hatten wir die Gelegenheit, die AVermedia Live Gamer HD zu testen, eine Capture-Card für den PCIe-Slot des Computers. Da mittlerweile viele Nutzer auf ein Notebook mit ordentlicher Grafikpower schwören, ist der "Einbau" einer solchen Karte natürlich nicht ganz so einfach. Für diese Fälle hat der Hersteller die "Live Gamer Portable"-Box entwickelt. Eine per USB angeschlossene externe Capture-Card, die dank eingebautem H.264-Encoder die Hardware des genutzten PCs ordentlich entlasten soll. Den Zusatz "portable" hat man aber nicht nur aufgrund der externen Lösung gewählt. Was die Box alles auf dem Kasten hat, haben wir im nachfolgenden Test festgehalten. 

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Das untenstehende Hersteller-Video zeigt in imposanter Form die Features der Live Gamer Portable - wenngleich hier Vorsicht geboten ist. Die versprochenen 1080p60 sind lediglich der Wert, den die Capture Card als Quelle maximal entgegennehmen kann; die tatsächliche Aufnahme ist mit maximal 30 fps möglich. 

Technische Daten

Die technischen Daten sind umfangreich. Das Gerät kann mit jeweils einem HDMI-in und Out sowie einem AV-in glänzen, dessen Ausgabe ebenfalls über den HDMI-out erfolgt. Audio-in und -out sind in Form von 3,5-mm-Klinke-Anschlüssen vorhanden. Auf der Oberseite wurde das AVerMedia-Logo hervorgehoben - es ist gleichzeitig der vom AVerMedia Live Gamer HD schon bekannte Hot-Button und eine LED-Statusanzeige. Diese gibt je nach Status verschiedene Informationen (siehe Tabelle).

Status PC Modus PC-Free Modus
Startvorgang Blinkt blau (im UZS) Blinkt rot (im UZS)
Bereitschaft Leuchtet blau Leuchtet rot
RECCentral aktivieren  Blinkt blau (im UZS, schnell) -
Aufnahme Leuchtet rot (pulsierend) Leuchtet rot (pulsierend)
Streaming Leuchtet blau (pulsierend) -
Warnung Blinkt rot (schnell)
Fehler Blinkt abwechselnd rot/blau (schnell)

Seitlich finden sich ein miniUSB-Anschluss für die Verbindung zum PC sowie (an der gegenüberliegenden Seite) ein SD-Slot. An der Vorderseite wurde ein Schieberegler platziert, der zwischen dem PC- und PC-Free-Modus umschalten kann. Für diesen Fall ist auch die SD-Karte vorgesehen. Per microUSB kann das Gerät mit Strom versorgt werden (entweder von einem Powered-USB-Port, einem Steckdosennetzteil oder sogar einem portablen Akku), der SDHC-Slot nimmt Class10 Karten auf. Die maximale Größe von SDHC liegt bei 32 GB, da uns keine größere Karte zur Verfügung stand, konnten wir nicht testen, ob auch größere Karten genutzt werden können. Bei einer Größe von 1,3 MB/s für eine Full-HD-Aufnahme sollte dies für die meisten Sessions jedoch ausreichend sein.


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Der Lieferumfang des AVerMedia Live Gamer Portable ist ordentlich. Neben dem Gerät selbst werden alle benötigten Kabel mitgeliefert: das Mini-USB-Kabel zum Anschluss an den PC oder die Stromquelle, ein normales HDMI-Kabel, ein Komponentenkabel, ein 3,5-mm-Audiokabel sowie ein Extra-Playstation3-Kabel liegen der Box bei. Zudem gibt es eine 3-Monatslizenz von XSplit und eine schicke Schutzhülle mit Reißverschluss. Da die kompletten technischen Daten die Tabellen sprengen würden, sind sämtliche verfügbare Auflösungen und Aufnahmemöglichkeiten auf der Herstellerhomepage nachzusehen. Interessant ist hier vor allem ein Vergleich der portablen Variante mit der schon getesteten Karte. Es finden sich keinerlei Unterschiede in den Spezifikationen (abgesehen von den Anschlüssen), sodass davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei der AVerMedia Live Gamer Portable um eine 1:1-Portierung der PCIe-Karte in ein externes USB-Gehäuse handelt.

Schnittstellen USB 2.0
SD-Slot
Video
in HDMI/Component
out HDMI
Audio
in HDMI; RCA L/R, 3,5-mm-Klinke
out HDMI, 3,5-mm-Stereo-Klinke
Sonstiges H.264-Encoder
Hot-Button für direkt Recording
Lieferumfang AVerMedia Live Gamer Portable
HDMI-Kabel, Komponentenkabel
miniUSB-Kabel, 3,5-mm-Audiokabel 
Playstation 3 Kabel
Schutzhülle
Anleitung, Software
Maße / Gewicht 70 x 22 x 131 mm; 117 g

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Zum PC-Free-Modus, bei dem das Gerät bspw. für die Aufnahme von der Konsole geeignet ist, werden deutlich weniger Auflösungen unterstützt - die wichtigsten (720p und 1080p) finden sich aber auch hier wieder. Die höchste Aufnahmequalität liegt bei 16 [email protected] gegenüber 60 [email protected] im PC-Modus. Eine Qualitätsverschlechterung muss hier definitiv in Kauf genommen werden, wenn kein weiterer PC zur Verfügung steht. Ein großes Problem war es, das Gerät mit der vorliegenden SD-Karte zum Laufen zu kriegen. Die Lösung: die SD-Karte musste nicht mit Windows, sondern mit einem speziellen SD-Formatierprogramm in den Ursprungszustand zurückgesetzt werden - erst dann war die Aufnahme möglich. Im weiteren Verlauf des Tests stellen wir zwei identische Videos - aufgenommen in den verschiedenen Modi - gegenüber.