Seite 1: Test: Nokia Lumia 900 (inkl. Video)

nokia lumia 900 teaser kleinMit dem Lumia 900 bringt Nokia nun auch in Deutschland den Nachfolger des Lumia 800 auf den Markt. Ähnliches Design aber größeres Display - das beschreibt das 900er recht gut. Das Display ist etwas anders eingefasst und natürlich ist auch das Gewicht deutlich höher als beim Vorgänger. Anders als in anderen Ländern verzichtet man in Deutschland auf die eigentliche Neuerung des Geräts: LTE. Zudem wurde vor einigen Wochen klar, dass man kein Update auf Windows Phone 8 erhalten wird - und das trotz Vollpreis. Ob das Lumia 900 dennoch einen Blick wert ist, wollen wir klären.

Wir bedanken uns bei 'getgoods.de' für die problemlose Bereitstellung des Testsamples.

Einen ausführlichen Blick auf das äußere Erscheinungsbild, die Verarbeitungsqualität sowie die installierte Software bieten wir im obigen Videoreview - sowie direkt bei hardwareclips.de und auch auf unserem YouTube-Channel.

Natürlich ist Windows Phone 7.5 nicht schlecht - aber schon vor dem Kauf zu wissen, dass man bald zum "alten Eisen" gehören wird, gefällt wohl keinem Kunden. Es wird zwar ein Featureupdate auf die Version 7.8 geben, die einige der Neuerungen wie bspw. den neuen Startbildschirm mit sich bringt, neue Windows Phone 8 Apps werden aber nur bei expliziter Anpassung auf den "alten" Geräten laufen.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Gerät: Wie auch das Lumia 800 kommt das 900er aus einem Block - die Verarbeitung ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Durch die neuen Maße und die geänderte Einlassung des Displays schmeichelt das Gerät aber nicht mehr so sehr die Hand wie sein Vorgänger.

Schickes Design hat schon das Lumia 800 ausgezeichnet - hier macht das Lumia 900 keine Ausnahme.

Dennoch ist das Lumia noch immer ein Hingucker - glücklicherweise hat man aber aus Fehlern beim 800er-Modell gelernt und den microUSB-Anschluss direkt zugänglich gemacht. Die Abdeckung war zwar eine nette Idee, bei täglichem Aufladen kann das aber deutlich störender sein, als man zunächst annimmt.

Die Hardware des Gerätes liegt (für Windows Phones) im High-End-Bereich, umfasst aber lediglich einen 1,4-GHz-Single-Core-Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher, 16 GB interner, nicht erweiterbarer Speicher und ein 4,3-Zoll-Display mit der Standard-Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Das ist für Windows Phones zwar okay, insgesamt aber nicht mehr State-of-the-Art und gerade beim Surfen störend.

Wie üblich: eine Lautstärkewippe, ein Power-Button und ein Kamerabutton zieren die Seite des Gerätes.

Das weiß auch Microsoft und bringt mit Windows Phone 8 neue HD-Auflösungen, was dem Lumia 900 jedoch hier nichts bringt. Das Gerät besitzt außerdem noch eine Frontkamera sowie die 8 MP starke Hauptkamera - Ergebnisse in Form von Fotos und Videos finden sich im Verlaufe unseres Tests. Ansonsten ist das Lumia 900 eher unspektakulär: Bluetooth 2.1, WLAN und HSPA+ reißt niemanden mehr vom Hocker und auch die Maße sind mit 127,8 x 68,5 x 11,5 mm nicht gerade kompakt. Das Gewicht liegt mit 160 g ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt.

Frontkamera, microSIM-Slot und ein microUSB-Anschluss sowie die übliche 3,5-mm-Klinke finden sich im oberen Bereich des Smartphones.

Zum System bleibt wenig zu sagen: es handelt sich um ein standardmäßiges Windows-Phone 7.5 mit einigen Nokia Apps wie der Navigation und den Maps, die es auch in Windows Phone 8 geben wird. Näher möchten wir in diesem Artikel nicht auf das System eingehen, da man sich von diesem in unserem Lumia 800 Artikel einen sehr guten Eindruck verschaffen kann - die Optik und Bedienung sind identisch, lediglich das Display des 900er ist größer. Benchmarkergebnisse und subjektive Geschwindigkeitseindrücke haben wir ebenfalls in diesem Artikel einige Seiten später festgehalten.