[Sammelthread] Retro (PC) Projekte

An sich schon, ja klar. Aber richtig vernickelt wie der Heatspreader vom geilen RAM, wäre natürlich eine ganz andere Hausnummer
Ich glaube das wird schwierig, ich bin mir nicht sicher ob man Vernickeln/Verchromen machen kann.
Klassisch müsste das ja mittels strom passieren. Kannst du nicht den nackigen Kondensator polieren ?
Bzw ich könnte das morgen mal testen mit einem alten.
Die "Becher" sind aus Alu das müsste einfach und schnell gehen. Kann aber wieder oxidieren, wobei poliertes Alu nicht so schnell oxidiert.
 
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Aber das genügt allerhöchstens (!), um die frisch gekauften Caps ein wenig zu binnen und festzustellen, ob sie doch arg weit ab vom Schuss liegen.

Aber nicht für Ultra-Low-ESR. Wie schon per PN geschrieben, mit deinem Teil kannst du Messungen im extrem niedrigen oder gar einstelligen Bereich komplett knicken, weil du in den Messbereichen die Eigenstörung vom Gerät mit misst und gar nicht mehr unterscheiden kannst ob der Wert nun vom Bauteil oder vom Tester kommt. Was du da in solchen Bereichen misst kannst du auch würfeln.
 
Aber nicht für Ultra-Low-ESR. Wie schon per PN geschrieben, mit deinem Teil kannst du Messungen im extrem niedrigen oder gar einstelligen Bereich komplett knicken, weil du in den Messbereichen die Eigenstörung vom Gerät mit misst und gar nicht mehr unterscheiden kannst ob der Wert nun vom Bauteil oder vom Tester kommt. Was du da in solchen Bereichen misst kannst du auch würfeln.

Da kann ich dir nur zustimmen @WMDK - völlig egal, ob du das per PN oder hier nochmal ausrollst.
Die Begriffsakrobatik ändert nichts am Kernproblem: In dem Messbereich misst du vor allem dein Gerät selbst.
Ultra-Low-ESR damit bewerten zu wollen ist weniger Messtechnik und mehr Würfelbecher.
 
Kannst du nicht den nackigen Kondensator polieren ?
Du hast Recht, ist erstmal das einfachste und naheliegendste. Ich werd sie in die Ständerbohrmaschine oder die Drehbank einspannen und polieren. Ich hab von Schleifpapier über Schleifflies bis zur Polier-Schwabbelscheiben alles da. Was bei Ventilen vom Zylinderkopf geht, sollte auch bei Kondensatoren funktionieren :d

@WMDK Gibt es zu den Polymeren echt keine Alternative mit passenden Werten? Diese Solid-Caps sehen irgendwie viel zu modern aus für das Setup und verfälschen die Optik meiner Meinung nach. Lieber wären mir ehrlich gesagt klassische Elkos mit den Sollbruchstellen oben, auch in den zwei unterschiedlichen Bauhöhen, wie original eben.
 
@WMDK
Ja na klar. Wo soll das "Messgerät" denn im einstelligen Bereich auch hin. Das kann nur noch zu sich selbst finden. :d

Aber es hilft wenigstens etwas, wenn man weiß, dass man einen ESR22 erwarten darf, aber plötzlich ein ESR10 anliegt. Dann kann man bei den Profi-Messgeräten mal nachfragen, ob die Kurve so weitergeht. :fresse:
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@Schweigand
@WMDK hatte ja schon geschrieben, dass es diese Art Caps nicht mehr gibt. Die Polymere haben diesen Bereich komplett eingenommen.

Als Beispiel:

Du hast da oben die Panasonic FJ mit 6,3v 2200uF ausgegraben. Als Elko. ESR real irgendwo bei 10.

Wenn du die Werte als Elko wiederhaben willst, brauchst du sowas hier:

Geht gar nicht...
 
Mit was reinigt ihr die Flussmittelrückstände von einem bleihaltigen Lötzinn (SN60PB40)?

Ich habe versucht:
- Isopropanol
- Spiritus
- Bremsenreiniger
- Spülmittel
- Fettlöser

--> Geringe bis gar keine Wirkung.

Was geholfen hätte, ich aber nur an einer kleinen Stelle probiert habe, war Aceton. Das wirkt sogar sehr gut, löst aber den silbernen Lack der Platine leicht mit an. --> Scheisse.

Was ich gar nicht versucht habe war Nitro-Verdünnung, das ist wohl viel zu aggressiv.

Was bei mir so halbwegs nach 5-facher Anwendung geholfen hat, war mein geliebtes "Wundermittel", mit dem ich normalerweise meine Autofelgen wasche (heisst wirklich so und steht auf der Flasche).

Einen dedizierten Platinenreiniger oder Flussmittelentferner hab ich nicht. Würde sowas besser wirken?

Hier vorher und nachher Foto, viel besser, aber hundertprozentig ist es nicht geworden:

Unbenannt-2.png Unbenannt-1.png
 
Ich nehme zum bürsten gerne eine Zahnbürste. Die Erfahrung mit IPA und dass es damit nicht runter will habe ich auch schon gemacht, mit ordentlich Büsten ging’s dann aber doch.

Ansonsten schaut das nachher doch echt schon gut aus 👍
 
Bei mir hat bislang auch immer IPA mit Zahnbürste gereicht. Alles andere ist mir zu joker auf den Platinen. Mit Aceton hole ich immer den gelben und rosa Schmodder von Chip & Kühler, das kommt nur im äußersten Notfall bei Kleberesten auf Platinen zum Einsatz.
 
Hier auch IPA mit Pinsel. Nachteil ist aber, dass dann immer noch Flussmittelschlieren zu sehen sind. Die bekomme ich aber nachträglich halbwegs gut weg, wenn ich mit einem Microfasertuch - getränkt mit IPA - drüber wische.
 
Ja, man braucht tatsächlich einen "Schmutzträger", der während/nach dem Lösen mit IPA den Schmodder aufnimmt.

Wattestäbchen & Küchentücher nehmen das Zeug super auf, hinterlassen aber gerne Fasern oder Fusseln, die ich dann wiederum mit der Zahnbürste wegnehme.
 
Vielen Dank für eure ganzen Antworten und Erfahrungen, das hilft mir sehr weiter! Ich werd mir für weitere Lötaktionen die vorgeschlagenen Mittel besorgen und dann testen. Vielleicht war es bei mir auch nur ein Extremfall, weil das Auslöten der ganzen Sachen schon über ein halbes Jahr her war. Ob das Flux über diese lange Zeit zu sehr ausgetrocknet ist, oder sich sogar in die Oberfläche "reingefressen" hat weiß ich nicht. Nächstes Mal mach ich das direkt nach dem Löten und habe dann auch den richtigen Reiniger zur Hand.

@WMDK hatte ja schon geschrieben, dass es diese Art Caps nicht mehr gibt. Die Polymere haben diesen Bereich komplett eingenommen.
Ich hab mich heute mal etwas ausgiebiger bei mouser.de und den ganzen Filtern beschäftigt. Ja es stimmt, es gibt meine "Wunschkondensatoren" in Elko-Ausführung so nicht mehr. Etwas lesen und ein paar gezielte Fragen an den Chatbot haben mir hier den Horizont erweitert. Damit glaube ich jetzt verstanden zu haben warum Kapazität und Spannungsfestigkeit als Entscheidungsfaktor allein nicht reicht, sondern ESR und Ripplewerte genau so wichtig sind und wie das alles letztendlich zusammenspielt. Man lernt nie aus, danke euch allen.
 
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