[Sammelthread] Rennräder

Ich selber fahre im Grunde alle Arten, 11 Ultegra mechanisch, 11x Ultegra DI2, Force D1 und jeweils die Red D1 und E1 und wechsle die Räder echt immer häufig durch. In diversen Radurlaubs miete ich im Grunde immer eine 12x 105er DI2 oder Ultegra DI2.

Jedes mal, wenn ich wieder auf meine neue Red E1 umsteige, denke ich mir, die anderen Räder bremsen nicht. Vor allem der Unterschied der 105er zur Ultegra/Force ist brutal, die sind ähnlich der alten Red D1. Aber die neue Red E1 ist, was die reine Bremsperformance betrifft, erschreckend gut, nahezu "gefährlich", weil ich mich nur traue mit einem Finger die Bremse anzutippen.

Was die Schalt Performance her angeht, geben sich die elektrischen alle nahezu nichts mehr (wenn Sie perfekt eingestellt sind, das war war ein Dilemma bei meinen D1 Varianten der SRAMs immer gewesen), wobei der Sound vom DI2 Umwerfer mir schon sau gut gefällt :banana:

Ich meine, rein von der Preis-/Leistung her, bietet die 105er schon ein sehr gutes Erlebnis, vor allem als Einsteiger. Wobei ich bei uns im Verein sehe, dass alle ihre 105er nach und nach bei den Verschleißteilen (Kette, Kassette, Beläge) hochrüsten. Für den Urlaub ist die okay, aber am eigenen Rad würde ich mir die nicht montieren wollen (u.a. auch wegen den fehlenden DI2 Knöpfe).
Das Bremssystem von 105/Ultegra/GRX/Dura-Ace ist im Grunde seit 20 Jahren dasselbe: die Basis der XT-Bremszangen, mit einem je nach Modell besseren oder schlechteren Satz aus Bremshebeln, Pumpe und Membran

Der größte Schwachpunkt der SRAM-Gruppen Apex/Rival/Force/RED ist das Bremssystem. Einfach schlecht! Die Bremsleistung ist miserabel, und obendrein muss man die Bremsbeläge alle drei oder vier Monate wechseln (normalerweise tauscht man sie wegen Verschleiß etwa dreimal pro Jahr). Bei Shimano dagegen nur einmal pro Jahr, und die Bremsleistung ist den SRAM-Bremsen haushoch überlegen

Mit der Einführung der neuen E1-Überarbeitung bringen die verbesserten Hebel mit ihrem neuen Pumpensystem deutliche Fortschritte. Durch den neuen Hauptkolben mit größerem Durchmesser kann mehr Druck mit der DOT-5-Bremsflüssigkeit aufgebaut werden. Dank der ebenfalls neu konstruierten Bremssättel erzeugen die Kolben dadurch mehr Anpresskraft.

Der einzige Schwachpunkt sind weiterhin die originalen SRAM-Bremsbeläge, sie sind meiner Meinung nach noch nicht auf dem gewünschten Niveau. Ich persönlich bevorzuge Bremsbeläge von Galfer, da sie ein besseres Bremsgefühl bieten und bei langen Abfahrten über hohe Pässe deutlich standfester sind
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Nur aus Neugier, warum nicht?
Da ich im Thema überhaupt nicht so tief drin stecke.
Was brauche ich, welche Komponenten passen zueinander usw.

Da verliere ich mich einfach zu sehr drin und werde dann dieses Jahr keinen KM mehr machen 🙃 merke ich ja alleine jetzt schon bei der Auswahl an fertigen Rädern :)

Ich möchte einfach vom Hersteller X kaufen mit einem Paket, das zu mir und meinen Bedürfnissen passt.
 
Naja ich kann das nur als Neuling bei Rennrädern sagen. Die 105 Di2 hat einfach viel mehr Spaß gemacht und hört sich viel besser an, als die mechanische 105er. Was man dazu sagt wenn man high end Schaltgruppen fährt, kann ich nicht sagen. Ich finds mega. Di2 bringt viel mehr Freude für mich. Wenn ich irgendwann mal das Vergnügen mit der höchsten Linie habe, sehe ich das vielleicht anders. Aber aktuell würde ich für 300€ Aufpreis immer die Di2 wählen.
 
Da ich im Thema überhaupt nicht so tief drin stecke.
Was brauche ich, welche Komponenten passen zueinander usw.
Du kaufst dir nen Rahmenset inkl. Lenkervorbaueinheit, ein Schaltgruppenset, Laufräder und Reifen. Dann halt noch paar Kleinteile wie Bremsscheiben, Sattel, Tretlager etc.

Das größte Kompatibilitätsproblem ist bei den heutigen integrierten Setups Lenkervorbaueinheit zum Rahmen, wenn man die zsm. mit dem Rahmen kauft ist die größte Inkompatibilität beseitigt. Bei den Tretlagern braucht man halt DUB (SRAM) oder 24mm für Shimano und halt den passenden Einbaustandard zum Rahmen (BSA, T47, PF, …). Bei Laufrädern halt den passenden Freilauf, von den Einbaubreiten her gibt es beim Rennrad heutzutage nur noch 12x100mm vorne und 12x142mm hinten.

Ich möchte einfach vom Hersteller X kaufen mit einem Paket, das zu mir und meinen Bedürfnissen passt.
Wenn man keine besonderen Ansprüche hat mag das funktionieren. Bei mir würde bei nem fertigen Rad nur die Schaltungskomponenten und Rahmen übrig bleiben, der Rest wäre mir zu schwer oder unpassend.

Dann lieber gleich selber was aufbauen:
IMG_0402.jpeg


Fahrfertig inkl. Pedale 6.1kg, mit nem anderen Cockpit, Sattel und noch paar Titanteilen dann auch endlich unter 6.0kg.
 
Ich find die Räder von der „Stange“ alle recht lieblos und langweilig, und am Ende wird dann auch an den Stellen die man nicht sofort sieht gern gespart. Die Laufräder sind zb so ein Thema. Die Machen aber ziemlich viel aus. Bei Cube hast du zumindest die Chance das da ein paar Newmens verbaut sind, ist dann nicht komplett der letze „Kernschrott“.
 
Mit der Einführung der neuen E1-Überarbeitung bringen die verbesserten Hebel mit ihrem neuen Pumpensystem deutliche Fortschritte. Durch den neuen Hauptkolben mit größerem Durchmesser kann mehr Druck mit der DOT-5-Bremsflüssigkeit aufgebaut werden. Dank der ebenfalls neu konstruierten Bremssättel erzeugen die Kolben dadurch mehr Anpresskraft.

Als jemand der regelmäßig die Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge und Bremsscheiben am Auto tauscht (und letztes Jahr sogar auch die gesamte Bremsanlage) frage ich mich wozu man beim Fahrrad die DOT5 Bremsflüssigkeit braucht?

DOT4 ist der Standard für die meisten Autos und ein overkill für Fahrräder. Dein Text klingt für mich so, dass man den verbesserten Druck beim neuen Kolben nur mit der DOT5 erreichen kann.
Da sich aber keine Flüssigkeit komprimieren läßt, könntest du theoretisch bei dieser Bremsanlage für Fahrräder auch ganz normales Motorenöl 5w-30 verwenden und würdest bei der Bremsleistung keinen Unterschied zur DOT5 merken.
 
Habe das theoretisch überlesen.
DOT hat hauptsächlich nur einen höheren Siedepunkt als Mineralöl, an der Bremsleistung macht es nichts aus. Dafür ist die hauptsächlich Kolbengröße im Geber und deren Übersetzung zum Kolben im Sattel entscheidend. Im geringeren Maße noch der Bremsbelag und Art des Reibmaterials in Kombination der Scheibe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als jemand der regelmäßig die Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge und Bremsscheiben am Auto tauscht (und letztes Jahr sogar auch die gesamte Bremsanlage) frage ich mich wozu man beim Fahrrad die DOT5 Bremsflüssigkeit braucht?

DOT4 ist der Standard für die meisten Autos und ein overkill für Fahrräder. Dein Text klingt für mich so, dass man den verbesserten Druck beim neuen Kolben nur mit der DOT5 erreichen kann.
Da sich aber keine Flüssigkeit komprimieren läßt, könntest du theoretisch bei dieser Bremsanlage für Fahrräder auch ganz normales Motorenöl 5w-30 verwenden und würdest bei der Bremsleistung keinen Unterschied zur DOT5 merken.
Fragst du das wirklich ernsthaft? Weißt du tatsächlich nicht, was der Unterschied zwischen DOT 4 und DOT 5 für die Verwendung in SRAM-Bremssystemen ist? Versuch mal, Mineralöl in ein SRAM-System zu füllen, dann wirst du sehen, was passiert :plátano:

Du vergleichst die Verwendung von DOT 4 aus dem Autobereich, würdest du auch einfach 5W-30º Synthetiköl in den Bremskreislauf deines Autos kippen? :hmm:


Rate mal, welche Bremsflüssigkeit ich in meinem Auto verwende: mit einer 21mm-Bremspumpe, 4-Kolben-Bremssätteln vom Peugeot 406 Coupé V6 und Stahlflexleitungen

 
Du hast meine Frage nicht verstanden, folglich sie auch nicht beantwortet. Der Ausdruck "Bremspumpe" existiert im Automobilbereich nicht, vermutlich meinst du den BKV. Und selbst wenn das der Fall wäre, sagen die 21mm (soll das irgend ein Durchmesser sein?) immer noch nichts über die Leistungsfähigkeit einer Automobil-Bremsanlage aus.

"4-Kolben-Bremssätteln und Stahlflexleitungen" das sagt erst mal wenig bis gar nichts aus, besonders wenn du einteilige Scheiben aus Gusseisen fährst.
Das Wichtigste hast du natürlich auch noch vergessen zu nennen: die Scheibenart z. B. zweiteilig, den Scheibendurchmesser z. B. 360mm, das Material z. B. Carbon-Keramik, die Reifenbreite und das Fahrzeuggewicht.

Durch einfache Logik und etwas Wissen wird der zweite Satz überflüssig:

Durch den neuen Hauptkolben mit größerem Durchmesser kann mehr Druck mit der DOT-5-Bremsflüssigkeit aufgebaut werden. Dank der ebenfalls neu konstruierten Bremssättel erzeugen die Kolben dadurch mehr Anpresskraft.

Wieso? Weil der erste Satz den zweiten impliziert.
Bremssättel werden immer neu konstruiert, wenn der Bremskolben vergrößert wird, da der Kolben im Sattel sitzt.
Nur ein Hersteller einer Bremsanlage würde diese zwei Sätze so in seiner Werbebroschüre schreiben, da er hochtrabende Anglizismen und viel Text braucht, um simple Mechanik als Hi-Tech Errungenschaften an Kunden, die besonders für Werbebotschaften empfänglich sind, verkaufen zu können.

Insgesamt hast du mit deiner Antwort aber meine Vermutung bestätigt: Du hast einfach den Werbetext des Herstellers hier hinein kopiert ohne wirklich zu wissen was er eigentlich bedeutet. Damit genug offtopic ... ich werde mir jetzt die zuvor gestellte Frage von der KI beantworten lassen. Vielen Dank an dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast meine Frage nicht verstanden, folglich sie auch nicht beantwortet. Der Ausdruck "Bremspumpe" existiert im Automobilbereich nicht, vermutlich meinst du den BKV. Und selbst wenn das der Fall wäre, sagen die 21mm (soll das irgend ein Durchmesser sein?) immer noch nichts über die Leistungsfähigkeit einer Automobil-Bremsanlage aus.

"4-Kolben-Bremssätteln und Stahlflexleitungen" das sagt erst mal wenig bis gar nichts aus, besonders wenn du einteilige Scheiben aus Gusseisen fährst.
Das Wichtigste hast du natürlich auch noch vergessen zu nennen: die Scheibenart z. B. zweiteilig, den Scheibendurchmesser z. B. 360mm, das Material z. B. Carbon-Keramik, die Reifenbreite und das Fahrzeuggewicht.

Durch einfache Logik und etwas Wissen wird der zweite Satz überflüssig:



Wieso? Weil der erste Satz den zweiten impliziert.
Bremssättel werden immer neu konstruiert, wenn der Bremskolben vergrößert wird, da der Kolben im Sattel sitzt.
Nur ein Hersteller einer Bremsanlage würde diese zwei Sätze so in seiner Werbebroschüre schreiben, da er hochtrabende Anglizismen und viel Text braucht, um simple Mechanik als Hi-Tech Errungenschaften an Kunden, die besonders für Werbebotschaften empfänglich sind, verkaufen zu können.

Insgesamt hast du mit deiner Antwort aber meine Vermutung bestätigt: Du hast einfach den Werbetext des Herstellers hier hinein kopiert ohne wirklich zu wissen was er eigentlich bedeutet. Damit genug offtopic ... ich werde mir jetzt die zuvor gestellte Frage von der KI beantworten lassen. Vielen Dank an dich.
Hauptbremszylinder mit 21-mm-Kolben, Bremskraftverstärker vom Clio 16V, vordere Ferodo-Bremsscheiben 280 mm vom Clio 16V, Bremssattelhalter vom Clio 16V, vordere blaue EBC-Beläge, hintere Bremsscheiben 238 mm, Ferodo DS2500-Beläge hinten.

Mit dem großen Hauptbremszylinder und dem Bremskraftverstärker habe ich einen sehr kurzen Pedalweg erreicht.

IA? Hast du schon einmal einen SRAM-Bremshebel zerlegt?
 
Ich find die Räder von der „Stange“ alle recht lieblos und langweilig, und am Ende wird dann auch an den Stellen die man nicht sofort sieht gern gespart. Die Laufräder sind zb so ein Thema. Die Machen aber ziemlich viel aus. Bei Cube hast du zumindest die Chance das da ein paar Newmens verbaut sind, ist dann nicht komplett der letze „Kernschrott“.

Was ist denn für dich "Kernschrott"?
Beim Canyon Grail CF SL7 Aero sind z.B. Reynolds ATR verbaut mit 1496g das Set.

Sieht für mich als Laie doch gar nicht mal so schlecht aus.

Das Rose Backroad FF hat zB. nur eigene Aluminium LRS, Cube die Newman (außer das SLX mit seinen Zipp).

Das genau was ich meine, ich bin da einfach nicht so tief drin im Kaninchenbau ;-)

Stand jetzt bietet für mich und dem gesetzten Budget das Canyon das meiste fürs Geld.
Bauchgefühl will das Rose, Kopf Canyon
 
„Kernschrott“ sind 08/15 NoName LRS wie zb im Rose. Bei den billigen Teilen hast du oft das Problem das die Dinger permanent nachzentriert werden müssen weil die viel zu weich sind. Die Reynolds sind aber auch nichts was man unbedingt haben will, Ersatzteile ist so ne Sache und die Naben sind auch Exoten. Ich würd mich immer für was individuelles entscheiden. Musste bei meinem Custom LRS bisher noch nicht einmal nachzentrieren. Nur die Nabe war ein Fehlgriff, Lager sind nicht allzu langlebig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh