Häufige Allendale/Conroe Chipsatzfragen

KillaSchrippe

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Ich beschäftige mich nun knapp schon eine geschlagene Woche mit dem Thema: Welches Motherboard soll es sein.

Suche ich nach einer Antwort, finde ich nur weitere die ebenso die gleiche Frage haben, und irgendwo versteckt im www in irgendeinem Thread, eine passende Antwort, verknüpft mit weiteren Fragen.

Und so geht das die ganze Zeit weiter. Unterstrichen wird meine Vermutung, daß es vielen so geht durch die Tatsache, daß hier täglich mehrere Threads zum Thema "welches Board soll ich mir holen" gepostet werden.

Deshalb möchte ich hier gern einen allgemeinen Thread erstellen, welcher die Grundlegendsten Fragen zum Conroekauf beantworten soll. Besonders für eingeschworene AMD User sieht das Phänomen Conroe/Intel wie ein Labyrinth aus.

(Da ich selbst hier noch Anfänger bin, würde ich bitten Benutzer welche sich besser auskennen mir den Post hier zu vervollständigen, oder ggf. zu korrigieren)




1] Wahl des Chipsatzes ::
Der offizielle Chipsatz für den Conroe ist das 945P. Einige 975 Boards unterstützen ebenso den Conroe, sowie P945 Boards, welche durch Modifikationen Conroe-Ready geupgraded wurden. Hier sollte auf die Revision des Boards geachtet werden.

Zum Übertakten sind 945P Boards nur bedingt geeignet. (genau hier weiß ich z.B. nicht weiter)



Wahl des Speichers ::
Im Gegensatz zu AMD Boards, benötigen Intelboards DDR2 ram, welcher nicht 184polig, sondern 240 polig ist. Hier liegt ebenso die Kerbe in Mitten des Ramspeichers leicht versetzt.
DDR2-Ram gibt es mit einem FSB bis zu 1066MHz. DDR667 sowie 800 dürfte hier der geläufige sein (achtet darauf, daß DDR(2) Ram "real" nur mit der Hälfte des Takts läuft. 533er läuft mit 266MHz 667er läuft mit 333 und 800er mit 400MHz). Conroes sind Quadpumped. Hier wird der angegebene FSB durch 4 geteilt.

Ein E6300 mit angegebenen 1066MHz ( /4 ) läuft also effektiv mit 266MHz. Ebenso wie DDR2 533er ( /2 ) Ram.

Anders als in AMD Systemen, muss der FSB des Speichers zum FSB des CPUs synchron laufen. Abhilfe schaffen hier jedoch die sogenannten Teiler.
Nachteil: Kein 965er Board bietet einen kleineren Ram-Teiler als 1:1. Der RAM muss hier also mindestens genausoschnell wie der CPU laufen. (korrigiert mich bitte auch hier)




Sonstiges ::
965er Boards und auch viele andere Conroefähige Boards besitzen nur noch 1 IDE Controller, was heißt: Es sind nur 2 IDE Geräte nutzbar. Solltet ihr also mehr als 2 IDE Geräte besitzen und wollt diese nutzen, hilft euch eine PCI IDE Controller Karte weiter, welche ab 10€ zu erstehen sind.



Kann die Liste gern erweitern, lest euch das bitte durch, bin mir bei einigem nicht sicher, aber wo ich mir sicher bin: Hier sind Fragen bei, die hier STÄNDIG gestellt werden, und ein für alle mal irgendwo übersichtlich verewigt werden sollten.

Besonders bei der Frage der allgemeinen übertaktbarkeit von 945er Boards und dem Ram-Teiler bei 965er Boards müsste ich noch bis Morgen wissen, da ich dort mein neues Board bestellen wollte!

Ebenso: Was ist mit dem NForce 570 SLI Chipsatz? Ist ja recht günstig.
 
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Ich habe zwar auch nicht die Überahnung, aber ein bisschen Senf muss ich doch dazugeben:

Es gibt die älteren 945x, die mit neuen Boardrevisionen Core2Duo-fähig gemacht werden können.
Die 945Gx Chipsätze (mit integrierter Grafik) sind bei den Core 2 Duo Mobile Boards (Sockel 479Y) beliebt.
Intels Highend Chipsatz ist und bleibt vorerst der schon länger existierende 975X, aber auch hier ist die Core 2 Duo-Kompatibilität nicht garantiert, auf die genauen Spezifikationen bzw. Revisionen achten! Vorteil sind hier im Gegensatz zu den 965ern 16 PCIe-Bahnen für 2x 8xPCIe Betrieb (Crossfire, evt. auch SLI).

Von Intel als Mainstream für die Core 2 Duos vorgesehen sind eigentlich die P965 und G965/Q965. Diese sollten eigentlich einen Performancesprung mit sich bringen; man hofft auf neue Chipsatz-Steppings (die unter anderem auch leichte RAM-Inkompatibilitäten beheben sollen).
Übertaktbarkeit von 975X und P965 liegt Kopf an Kopf, die Entscheidung liegt imho mehr im Design der Boards und der CPU-Qualität. Interessant für Overclocker ist hier vielleicht, dass Asus beim P5B den Multiplikator-Lock ausgehebelt hat.
Der G965 kommt jetzt erst auf den Markt. Die Grafikleistung soll laut Intel für onboard-Verhältnisse enorm (Vista ready) sein, ein sehr früher Test (ohne passenden Treiber) konnte das noch nicht bestätigen. Man ist gespannt.

Die älteren Chipsätze werden meist auch mit der älteren Southbridge ICH7/ICH7R verbaut, die noch 1 IDE Schnittstelle und bis zu 4 SATAs bietet.
Die neueren eher mit ICH8 mit der Intel seiner Zeit voraus ist und die IDE-Schnittstelle komplett verbannt hat und stattdessen auf 6 SATAs setzt.
Aber das ist eigentlich kein Grund zur Sorge, denn so ziemlich jeder Mainboardhersteller (Intel inklusive! :lol: ) verbaut einfach einen zusätzlichen IDE-Controller mit dem vor allem die noch weit verbreiteten optischen IDE-Drives problemlos laufen sollten.

Mir geht es übrigens ähnlich ... die CPU steht schon fest, aber das perfekte Board habe ich irgendwie auch noch nicht entdeckt ... mal sehen was die fertigen G965 können ...
 
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Als Übergang sollte es wohl ein billiges Board in der Preisklasse bis € 60.- tun. In einem halben Jahr werden die zur Zeit aktuellen Boards wohl gereift sein. Schätze, erst dann wird es sinnvoll sein, in ein teureres Board zu investieren. Oder man wartet eben gleich solange.
Es bewahrheitet sich immer wieder, ein Mainboard sollte man erst kaufen, wenn es ca. ein halbes Jahr auf dem Markt ist.
 
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